Der Wolkenturm Grafenegg, eine moderne Freiluftbühne mit markanter Architektur, ist bei Abendlicht voll besetzt, während die Sommernachtsgala vor großem Publikum unter freiem Himmel stattfindet.
ORF/Roman Zach-Kiesling
Konzert Sommernachtsgala im Wolkenturm, Grafenegg

ORF-Kultursommer 2026: TV-Höhepunkte in ORF 2, ORF III und 3sat

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Konzertgenuss pur

Der ORF präsentiert im Sommer 2026 eine Vielzahl an Top-Konzertevents unterschiedlicher Genres – teilweise live – aus ganz Österreich.

Los geht’s in Niederösterreich! Eröffnung Rudolf Buchbinder Saal und weitere Grafenegg-Highlights, Stars in Gars, Purkersdorf Open-Air

Rudolf Buchbinder spielt am Klavier auf einer Bühne bei violett-roter Lichtstimmung.
ORF/Hubert Mican
Rudolf Buchbinder, Grafenegg Festival

Unter dem Titel „Der neue Rudolf Buchbinder Saal – Das Eröffnungskonzert“ (29. Mai, live-zeitversetzt, 20.15 Uhr) überträgt ORF III das feierliche Ereignis als Auftakt des ORF-Kultursommers 2026. Die in der modernisierten historischen Reitschule des Grafenegger Schlossgeländes entstandene neue Veranstaltungsstätte ist dem international gefeierten Pianisten gewidmet, der heuer seine 20. und letzte Saison als künstlerischer Leiter des 2007 gegründeten jährlichen Musikfestivals verantwortet. Auf dem Programm des Festkonzerts stehen berühmte Werke der Musikgeschichte: Rudolf Buchbinder spielt Ludwig van Beethovens Klaviersonate „Pathétique“, Antonín Dvořáks Klavierquintett Nr. 2 mit dem Steude Quartett und Lieder von Richard Strauss, gesungen von Starsopranistin Camilla Nylund.

Freitag, 29.05., 20:15 Uhr
Der neue Rudolf Buchbinder Saal - Das Eröffnungskonzert

Ein alljährlicher Fixtermin aus Grafenegg ist die „Sommernachtsgala Grafenegg“ (12. Juni, live-zeitversetzt, 21.20 Uhr, ORF 2; 20. Juni, 21.55 Uhr, 3sat; außerdem: 14. Juni, 20.00 Uhr, Radio NÖ). Mit Sopranistin Angel Blue, Tenor Bogdan Volkov und der Salzburger Cellistin Julia Hagen stehen drei außergewöhnliche international renommierte Künstlerpersönlichkeiten auf der imposanten Wolkenturm-Bühne. Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich spielt unter der Leitung seines Chefdirigenten Fabien Gabel. Mit Charme, Witz und großer Spielfreude erklingt ein musikalischer Bogen von prachtvollen orchestralen Werken bis hin zu mitreißenden Arien und Duetten.

„20 Jahre Grafenegg – Das Festkonzert“ (14. August, live-zeitversetzt, 22.30 Uhr, ORF 2) eröffnet die Jubiläumsausgabe des niederösterreichischen Festivals mit zwei bedeutenden Werken der Musikgeschichte, die symbolisch für zwei klingende Jahrzehnte in Grafenegg stehen: Ludwig van Beethovens selten aufgeführte „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80“ und Carl Orffs „Carmina Burana“ mit dem markanten Chor „O Fortuna“. Den glanzvollen Konzertabend auf der Bühne des Wolkenturms unter der musikalischen Leitung von Cristian Măcelaru am Pult des Philharmonia Orchestra London bestreiten internationale Solisten und renommierte österreichische Chöre: Sopranistin Nikola Hillebrand, Tenor Nicholas Phan, Bariton Germán Olvera und Pianist Rudolf Buchbinder sowie der Wiener Singverein und die Wiener Chormädchen – der Mädchenchor der Wiener Sängerknaben. Passend zum Anlass produziert der ORF Niederösterreich für die Sendereihe „Österreich-Bild“ die Dokumentation „20 Jahre Grafenegg Festival – eine Bühne für Weltstars“ (7. Juni, 18.25 Uhr und 9. August, 9.05 Uhr, jeweils ORF 2).

Außerdem aus Grafenegg: „Asmik Grigorian vom Wolkenturm“ (13. September, 20.15 Uhr, ORF III) – ein Konzertabend, an dem die Starsopranistin Werke von Vincenzo Bellini und Richard Strauss interpretiert. Orchestrale Kontrapunkte setzt das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Fabien Gabel mit Musik von Giuseppe Verdi, Mel Bonis, Ottorino Respighi und einmal mehr Strauss.

Von der Oper Burg Gars kommt auch heuer wieder das hochkarätig besetzte Open Air „Stars in Gars: Unterreiner & Friends“ (23. August, 20.15 Uhr, ORF III), für das Bariton, Intendant und Gastgeber Clemens Unterreiner erneut ein vielseitiges internationales Künstlerensemble versammelt hat. Mit dabei sind unter anderem Mariam Battistelli, Chris Steger, Annely Peebo und Lidia Baich, die mit einem eindrucksvollen Crossover-Programm aus Klassik, Musical und Pop für Begeisterung sorgen werden.

Auch das „Purkersdorf Open Air“ (29. August, live-zeitversetzt, 21.00 Uhr, ORF III; 29. August, ca. 20.00 Uhr, Radio NÖ) hat sich als Fixpunkt im ORF-Kultursommer etabliert. Auch in diesem Jahr garantiert die TV-Übertragung vom Hauptplatz ein generationenübergreifendes Konzerterlebnis zwischen österreichischer Musikgeschichte und -gegenwart. Hauptact ist Austropop-Legende Boris Bukowski, der anlässlich seines 80. Geburtstags mit „Friends“ wie Thomas Spitzer, Ewald Pfleger, Ernst Molden, Nino aus Wien und Anna Buchegger auf der Bühne steht.

Klingendes Wien: Sommernachtskonzert und noch mehr Philharmonisches, Prater-Picknick der Wiener Symphoniker, „Lieder im Park“, „Staatsopern-Air“

Das alljährliche „Sommernachtskonzert“ der Wiener Philharmoniker (19. Juni, live-zeitversetzt, 21.20 Uhr, ORF 2; in 3sat: 20. Juni, 20.15 Uhr und 29. August, 10.30 Uhr) aus dem barocken Schlosspark von Schönbrunn ist geprägt von der Idee, Klassik für alle zugänglich zu machen und ist damit auch heuer ein Geschenk des Orchesters an die Wienerinnen und Wiener sowie die Gäste der Stadt. Erstmals wird der junge Dirigent Lorenzo Viotti, der ab 2028 die Position des Generalmusikdirektors am Opernhaus Zürich übernimmt, beim Sommernachtskonzert am Pult des Spitzenorchesters stehen. Auch der gefeierte Bassbariton Bryn Terfel als Solist gibt sein Debüt auf der eindrucksvollen Open-Air-Bühne – mit Arien von Giuseppe Verdi, Richard Wagner und Arrigo Boito, aber auch mit dem Lied des Tevje aus dem Musical „Anatevka“. Weiters stehen bekannte und beliebte Orchesterwerke aus der Welt der Oper, der Operette, des Balletts und der Symphonik auf dem Programm – von Franz von Suppè über Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Giacomo Puccini, bis hin zu Jules Massenet, Maurice Ravel, Florence Price, Erich Wolfgang Korngold und natürlich Johann Strauss Sohn, dessen Walzer „Wiener Blut“ wieder traditionell das Konzertfinale bildet.

Freitag, 19.06., 21:20 Uhr

Nur wenige Tage vor dem Sommernachtskonzert dirigiert Lorenzo Viotti das zehnte „Abonnementkonzert der Wiener Philharmoniker“ im Goldenen Saal des Musikvereins, das Ö1 am 14. Juni live um 11.30 Uhr und ORF III am 28. Juni um 20.15 Uhr sendet. Im Programm treffen französische Klangwelten von Francis Poulenc und Claude Debussy auf die spätromantische Wiener Tradition von Alexander Zemlinsky. Zur Einstimmung bittet Barbara Rett zum „Kulissengespräch mit Lorenzo Viotti“ (20.00 Uhr) in den Musikverein Wien.

Sonntag, 28.06., 20:15 Uhr
Philharmonisches Konzert mit Lorenzo Viotti

Ebenfalls aus dem Musikverein präsentiert ORF III bereits am 31. Mai ein „Philharmonisches Konzert mit Martha Argerich und Tugan Sokhiev“ (20.15 Uhr) – das erste Abonnementkonzert der Wiener Philharmoniker in der Saison 2025/26, das im Herbst 2025 aufgezeichnet wurde und nun anlässlich des 85. Geburtstags der Starpianistin (5. Juni) erstmals zur Ausstrahlung kommt. Im Zentrum des Abends erklingt Sergej Prokofjews drittes Klavierkonzert mit Argerich als Solistin. Davor stimmt Barbara Rett das Publikum in einem persönlichen „Kulissengespräch mit Tugan Sokhiev“ (20.00 Uhr) auf diesen besonderen Konzertabend ein.

Sonntag, 31.05., 20:15 Uhr
Philharmonisches Konzert mit Martha Argerich & Tugan Sokhiev

Das „Wiener Prater-Picknick – ein musikalischer Ferien-Auftakt mit den Wiener Symphonikern“ (2. Juli, live-zeitversetzt, 20.15 Uhr, ORF 2) auf der Kaiserwiese beim Riesenrad führt auch heuer wieder bewusst unterschiedliche musikalische Welten zusammen und bietet dem Publikum einen offenen, zeitgemäßen Zugang zu Musik in all ihren Facetten. Unter der musikalischen Leitung der jungen Dirigentin Holly Hyun Choe präsentiert das Orchester ein Programm, das klassische Werke mit zeitgenössischen Einflüssen und populären Sounds verbindet. Mit der gebürtigen Linzerin Ilia Staple ist eine der markantesten jungen Sopranstimmen des Landes zu Gast. Startenor Rolando Villazón schlägt mit seiner charakteristischen Bühnenpräsenz sowie emotionalen Ausdrucksstärke Brücken zwischen Oper und leichteren musikalischen Formen. Singer-Songwriterin TEYA ergänzt das Konzert um moderne Popsounds und verleiht dem Open-Air-Abend eine frische, urbane Note.

„Jonas Kaufmann: Lieder im Park“ (26. Juli, 20.15 Uhr, ORF III) erklingen in einer Aufzeichnung aus dem Theater im Park beim Schloss Belvedere. Begleitet von seinem langjährigen Klavierpartner und Freund Helmut Deutsch lädt der Startenor zu einem Konzertabend im Zeichen von Operette und Wiener Lied – ein Streifzug durch die Wiener Musikgeschichte von Johann Strauss bis Hermann Leopoldi.

Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch stehen im Freien auf einer Dachterrasse in einer Stadt, im Hintergrund sind Häuserdächer zu sehen.
ORF/Theater im Park/Johannes Puch
Jonas Kaufmann, Helmut Deutsch, Theater Im Park

Zum Ausklang des ORF-Kultursommers und als Auftakt der neuen Opernsaison lädt das Erste Haus am Ring nach dem großen Erfolg im Vorjahr bereits zum zweiten Mal zum glanzvollen Opern Air der Wiener Staatsoper (6. September, live-zeitversetzt, 20.15 Uhr, ORF III) in den malerischen Burggarten der Bundeshauptstadt. Auf einer eigens dafür errichteten Freiluftbühne präsentieren die internationalen Klassikstars Asmik Grigorian, Piotr Beczała, Juan Diego Flórez und Ludovic Tézier, begleitet vom Orchester der Wiener Staatsoper und dem Wiener Staatsopernchor unter der Leitung von Axel Kober, ein herausragendes musikalisches Programm, das quer durch die Operngeschichte führt.

Vor der Übertragung gibt es ein „Kultur Heute Spezial“ (19.40 Uhr) mit Hintergrundberichten zum Opernabend.

Weitere Konzerte aus den Bundesländern: Salzkammergut Festwochen Gmunden, Styriarte, Salzburger Festspiele u. a.

Unter dem bereits etablierten Titel „Klassikstars am Traunsee“ (12. Juli, live-zeitversetzt, 20.15 Uhr, ORF III; 8. August, 21.50 Uhr, 3sat) bringt der ORF-Kultursommer von den Salzkammergut Festwochen Gmunden die musikalische Gala des Bruckner Orchesters Linz zum eigenen 60-jährigen Jubiläum. Vor der Traumkulisse des Traunsteins verwandelt sich der Toscanapark in Gmunden in eine große Freiluftbühne für das glanzvolle Konzert, das die Highlights der vergangenen sechs Jahrzehnte Orchester- und Operngeschichte feiert. Unter der Leitung von Markus Poschner, der damit seine letzte Saison als Chefdirigent des Klangkörpers beschließt, sind als Solistinnen und Solisten die Sopranistinnen Erica Eloff und Ilia Staple, Bariton Adrian Eröd und Tenor Matthäus Schmidlechner zu erleben. Im Programm finden sich u. a. Werke von Wolfang A. Mozart, Ludwig van Beethoven, Johann Strauss Sohn, Carl Millöcker, Erich Wolfgang Korngold und Leonard Bernstein.

Das Bruckner Orchester Linz spielt auf der offenen "Klassikstars am Traunsee"-Bühne vor zahlreichem Publikum im Salzkammergut vor der Kulisse des Traunstein.
ORF/Land OÖ/Foto Strobl
Bühne - „Klassikstars am Traunsee“

„Von der Styriarte: Mahlers Zweite“ (17. Juli, live-zeitversetzt, 21.00 Uhr, ORF III; 6. September, 10.35 Uhr, 3sat) verspricht heuer musikalische Sternstunden: Im Programm des steirischen Festivals kommt Gustav Mahlers monumentale Sinfonie Nr. 2 in c-Moll, auch als „Auferstehungssymphonie“ bezeichnet, durch das Styriarte Youth Orchestra unter der Leitung der Dirigentin Mei-Ann Chen zur Aufführung – und erklingt im Rahmen der „ORF Steiermark Klangwolke“ im ganzen Land. Es singen Sopranistin Miriam Kutrowatz und Mezzosopranistin Maria Hegele, weiters der chor pro musica graz und der Chor mondo musicale.

„Französische Impressionen mit Lang Lang“ (30. August, 10.00 Uhr, ORF 2; 13. September, 11.03 Uhr, Ö1): Unter diesem Motto sind Höhepunkte eines Konzerts der Wiener Philharmoniker von den diesjährigen Salzburger Festspielen mit Tugan Sokhiev am Dirigentenpult zu erleben. Starpianist Lang Lang spielt Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur, gefolgt von Claude Debussys berühmtestem Orchesterwerk „La Mer“. Zur Einstimmung ist die Dokumentation „My favourite Melodies – Lang Lang“ (9.05 Uhr) zu sehen, in der der Künstler seine Lieblingsmelodien – von Klassik bis Filmmusik – präsentiert.

Ein Muss für alle Liebhaber:innen der Kammermusik: Von den Obertöne Kammermusiktagen in Tirol zeigt ORF III das Abschlusskonzert aus dem Jahr 2025 („Erlebnis Bühne Matinee“, 13. September). Im Bernardisaal des Stiftes Stams erklingen Werke von Vivaldi bis Matthusen. Es spielen Mariya Nesterovska, Marcelo Nisinman, Nenad Lečić, Rafael Bonavita, Francois Guerrier, Hubert Mittermayer Nesterovskiy und Ján Krigovský.

Netrebko & Tézier aus Busseto, Sternath aus Athen, Flórez aus Pesaro u. m.

Zusätzlich zu den zahlreichen heimischen Produktionen finden sich im Kultursommerprogramm auch internationale musikalische Höhepunkte des aktuellen Jahres bzw. TV-Premieren von Vorjahresproduktionen:

„Weltstars feiern Verdi: Netrebko & Tézier in Busseto“ (7. Juni, 20.15 Uhr, ORF III): Anlässlich des 125. Todestags von Giuseppe Verdi fand Anfang Mai ein besonderer Konzertabend zu Ehren des italienischen Komp0nisten in dem nach ihm benannten historischen Teatro Verdi in Busseto statt. Anna Netrebko und Bariton Ludovic Tézier, am Klavier begleitet von Nelson Calzi, begeisterten mit Arien und Duetten aus Verdi-Opern wie u. a. „La traviata“, „Rigoletto“, „Un ballo in maschera“ oder „Macbeth“.

Sonntag, 07.06., 20:15 Uhr
Weltstars feiern Verdi: Netrebko & Tézier in Busseto

Ein außergewöhnliches Klassikhighlight vor eindrucksvoller Kulisse ist „Das Akropolis-Open-Air mit Lukas Sternath“ (2. August, 21.00 Uhr, ORF III). Vor der ikonischen Kulisse der Akropolis in Athen interpretiert der aufstrebende österreichische Pianist Lukas Sternath im Rahmen des paneuropäischen Musikereignisses „europiano – Die schönsten Klavierkonzerte aus Europa“ Ludwig van Beethovens fünftes Klavierkonzert in Es-Dur. Constantinos Carydis dirigiert die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.

„Juan Diego Flórez – 30 Jahre in Pesaro“ (30. August, 20.15 Uhr, ORF III) ist der Sendetitel eines besonderen Galakonzerts: Im Rahmen des Rossini Opera Festival 2026 feiert Startenor Juan Diego Flórez heuer sein 30-jähriges Bühnenjubiläum in Pesaro und damit seine Verbundenheit mit dem Kulturfestival, wo ihm 1996 als 23-jähriger Einspringer für eine erkrankte Opernhauptrolle über Nacht der Durchbruch gelang. Gemeinsam mit dem Orchestra del Teatro Comunale di Bologna unter der Leitung von Guillermo García Calvo interpretiert er Werke von Gioachino Rossini, Charles Gounod, Jules Massenet, Jacques Offenbach und Gaetano Donizetti.

ORF III präsentiert außerdem zwei Highlights aus dem Jahr 2025: „Aus Verona: Ein Fest für Pavarotti“ (21. Juni, 20.15 Uhr) – eine Hommage anlässlich des 90. Geburtstags des Jahrhunderttenors, zu der Superstars aus Klassik und Pop in der eindrucksvollen Kulisse der Arena von Verona zusammenkamen. Etwa seine Kollegen aus der „Drei Tenöre“-Zeit, Plácido Domingo und José Carreras, weiters Andrea Bocelli, Angela Gheorghiu, Zucchero, Eros Ramazzotti, Laura Pausini und viele mehr. Sie alle ließen Luciano Pavarottis musikalisches Erbe hochleben – ein Fest der Stimmen für einen Ausnahmekünstler!

Sonntag, 21.06., 20:15 Uhr
Aus Verona: Ein Fest für Pavarotti

Weiters: das weltberühmte und traditionell am französischen Nationalfeiertag (14. Juli) stattfindende „Concert de Paris“, das unter dem Titel „Klassik am Eiffelturm“ (19. Juli, 20.15 Uhr; 15. August, 22.30 Uhr, 3sat) zu sehen ist. Vor der einmaligen Kulisse des Pariser Wahrzeichens boten Klassikstars wie Bruno de Sá, Aida Garifullina, Benjamin Bernheim und Gautier Capuçon einen Streifzug durch die französisch-italienische Klassikwelt. Am Pult des Orchestre National de France stand Cristian Măcelaru. Das diesjährige „Concert de Paris“, dessen Programm noch nicht bekanntgegeben wurde, zeigt 3sat (18. Juli, 21.55 Uhr).

Kultkonzert zum Wiedersehen: „Die 3 Tenöre in Los Angeles“

Anlässlich der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft präsentiert ORF III einen besonderen Archivschatz: „Das Jahrhundertkonzert – Die 3 Tenöre in Los Angeles“ (14. Juni, 20.15 Uhr). Am 16. Juli 1994, am Vorabend des Fußball-WM-Finales, fand im Dodger-Stadion in L.A. eine Weltmeisterschaft der anderen Art statt. Die drei berühmtesten und populärsten Tenöre des 20. Jahrhunderts gaben ein gemeinsames Konzert! José Carreras, Plácido Domingo und Luciano Pavarotti, begleitet vom Los Angeles Philharmonic Orchestra unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, begeisterten mit ihrem legendären Auftritt nicht nur rund 56.000 Menschen vor Ort, sondern geschätzte 1,3 Milliarden TV-Zuseher:innen weltweit.

Sonntag, 14.06., 20:15 Uhr
Das Jahrhundertkonzert - Die 3 Tenöre in Los Angeles

Glanzvolle Bühnenproduktionen

Der ORF-Kultursommer 2026 präsentiert herausragende Bühnenproduktionen der wichtigsten heimischen Festspielstätten, allen voran Salzburg und Bregenz, zum Teil als Live-Übertragungen.

Zum Ausklang der aktuellen Saison vor der Sommerpause in der Wiener Staatsoper zeigt ORF 2 die Neuinszenierung von Georges Bizets „Les Pêcheurs de perles – Die Perlenfischer“ (4. Juni, 21.20 Uhr; in Ö1: 30. Mai, 19.30 Uhr). Mit u. a. Kristina Mkhitaryan, Juan Diego Flórez, Ludovic Tézier und Ivo Stanchev ist das von Regisseur Ersan Mondtag in Szene gesetzte 1863 uraufgeführte Frühwerk des Komponisten, dessen Handlung Freundschaft, Pflicht, verborgenes Begehren und die Zerbrechlichkeit menschlicher Versprechen thematisiert, hochkarätig besetzt. Unter der musikalischen Leitung von Daniele Rustioni spielt das Orchester der Wiener Staatsoper.

„Carmen“, „Ariadne auf Naxos“ und mehr von den Salzburger Festspielen

Das Hauptwerk Georges Bizets, der Opernklassiker „Carmen“, eröffnet am 26. Juli im Großen Festspielhaus die Opernsaison der heurigen Salzburger Festspiele und ist live-zeitversetzt am 8. August um 20.15 Uhr in ORF 2 zu erleben. In der Titelpartie der viel erwarteten Neuinszenierung von Regisseurin und Choreografin Gabriela Carrizo, Teil des international gefeierten Kollektivs Peeping Tom, gibt Starsopranistin Asmik Grigorian ihr Rollendebüt. Auch die weiteren Partien dieser schonungslosen Tragödie über Liebe als Machtkampf und Sehnsucht nach Freiheit, die keinen Preis scheut, sind mit u. a. Jonathan Tetelman, Davide Luciano und Kristina Mkhitaryan hochkarätig besetzt. Klangmagier und Klassikrebell Teodor Currentzis steht am Pult des Utopia Orchestra und Utopia Choir.

Begleitend zur Opernübertragung erzählt die Dokumentation „Carmen – Geburt eines Mythos“ (2. August, 9.05 Uhr, ORF 2) die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte einer der populärsten Opern der Welt und beleuchtet die Rezeption der Heldinnen-Figur jenseits der Bühne.

Aus dem Haus für Mozart kommt die zweite große Salzburger Opernneuproduktion des heurigen ORF-Kultursommers: Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ nach einem Libretto von Hugo von Hofmannsthal. Ö1 überträgt die Premiere (2. August, live, 20.00 Uhr), während die Neuinszenierung dieser turbulenten Mischung aus Tragödie und Komödie um einen Konflikt zwischen hoher Kunst und Unterhaltung gleich zweimal im Fernsehen (15. August, 20.15 Uhr, 3sat; 24. August, 22.30 Uhr, ORF 2) zu erleben ist. Auf der Bühne stehen u. a. Kate Lindsey, Christina Nilsson, Eric Cutler, Ziyi Dai, Christoph Pohl und in der Sprechrolle des Haushofmeisters Schauspieler Johannes Silberschneider. Manfred Honeck dirigiert die Wiener Philharmoniker, Ersan Mondtag gibt sein Regiedebüt bei den Salzburger Festspielen.

ORF 2 zeigt anlässlich der Ausstrahlung das Filmporträt „Richard Strauss – Skizze eines Lebens“ (23. August, 9.05 Uhr).

Aus Salzburg präsentiert der ORF-Kultursommer außerdem zwei weitere Opernproduktionen aus der Felsenreitschule in Ö1: die Premiere von Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ (4. August, live, 17.00 Uhr) mit Maxime Pascal am Pult der Wiener Philharmoniker und die vom ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Ingo Metzmacher einmalig gespielte konzertante Aufführung von Hans Werner Henzes „Der Prinz von Homburg“ (20. August, live, 19.30 Uhr).

Begleitend dazu zeigt ORF 2 im August anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten (1. Juli) das Filmporträt „Hans Werner Henze – Komponist, Kommunist & Dandy“.

Ergänzend zu den Opernproduktionen und den begleitenden Dokumentationen befassen sich auch einige ORF-Magazinsendungen mit den Höhepunkten der heurigen Festspielsaison in Salzburg.

So widmet sich etwa ein „Kultur Heute Spezial“ (20. Juli, 19.40 Uhr, ORF III) kurz nach dem Schauspielauftakt dem Traditionsstück „Jedermann“ in teilweiser neuer Besetzung – u. a. mit Roxane Duran als neue Buhlschaft, Dominik Dos-Reis als Tod und Daniela Ziegler als Jedermanns Mutter.

Neben Beiträgen in mehreren „kulturMONTAG“-Sendungen stehen auch 2026 wieder das traditionelle monothematische „kulturMONTAG Spezial“ aus Salzburg (27. Juli, 22.30 Uhr, ORF 2) sowie vier vom ORF Salzburg produzierte Ausgaben „JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin“ (31. Juli bis 21. August, freitags, 18.30 Uhr, ORF 2; Dacapos ab 2. bis 23. August, sonntags, 11.00 Uhr, ORF III) auf dem Programm.

Von den 80. Bregenzer Festspielen: „La traviata“ am See als Festivalpremiere, Hausoper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“

Im Jubiläumsjahr der Bregenzer Festspiele, die heuer ihr 80-jähriges Bestehen sowie ihre 80. Ausgabe feiern, bringt der ORF-Kultursommer 2026 gleich zwei Opern vom Bodensee.

So präsentiert das Festival mit der Neuinszenierung von „La traviata“ (24. Juli, live, 21.20 Uhr, ORF 2; 29. August, 20.15 Uhr, 3sat) wieder eine neue Seebühnenproduktion und damit eine Premiere in doppelter Hinsicht, denn das Verdi-Meisterwerk stand noch nie auf dem Spielplan der Bregenzer Festspiele. Den Opernklassiker über das Lieben und Sterben der Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry nach Alexandre Dumas’ berühmtem Roman „Die Kameliendame“, der eine zeitlose Geschichte über Liebe, Verlust und gesellschaftliche Zwänge erzählt, hat Regisseur Damiano Michieletto aus dem 19. Jahrhundert in die glamouröse, aber auch unbarmherzige Zeit der 1920er Jahre, der „Roaring Twenties“, verlegt. „La traviata“ – „die vom Weg Abgekommene“ – findet sich in einer Welt zwischen Jazzclubs und dekadenten Festen, Lebenshunger und Zerbrechlichkeit wieder, in der scheinbar alles erlaubt ist – außer echter Liebe. Die Wiener Symphoniker spielen in der vom ORF übertragenen Vorstellung unter der Leitung von Kirill Karabits.

Die Seebühne Bregenz mit dem Bühnenbild eines symbolischen Scherbenhaufens für "La traviata" bei Sonnenschein, im Hintergrund der Bodensee.
ORF/Bregenzer Festspiele/Anja Koehler
Seebühne Bregenz

Ergänzend zur Opernübertragung produziert der ORF Vorarlberg für die Sendereihe „Österreich-Bild“ die Dokumentation „La traviata am See – Verdi zum 80. Geburtstag der Bregenzer Festspiele“ (2. August, 18.25 Uhr, ORF 2; 9. August, 9.25 Uhr, ORF III; in 3sat: 27. August, 11.45 Uhr und 29. August, 15.30 Uhr).

Auch die diesjährige neue Festspielhausproduktion in Bregenz, Leoš Janáčeks selten gespielte Oper „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ (2. August, 21.40 Uhr, ORF III; Premiere in Ö1: 23. Juli, live, 19.30 Uhr), ist im ORF zu erleben. Auf der Bühne dieser schonungslosen Satire auf bürgerliche Selbstzufriedenheit, moralische Trägheit und die ewige menschliche Unfähigkeit, aus der Geschichte zu lernen, stehen u. a. Daniel Brenna in der Titelpartie, weiters Mihails Culpajevs, Tatev Baroyan und Károly Szemerédy. Die Wiener Symphoniker dirigiert Robert Jindra. Es singt der Prager Philharmonische Chor.

Begleitend zum Opernprogramm berichtet eine „kulturMONTAG“-Schwerpunktausgabe über die diesjährigen Bregenzer Festspiele (20. Juli, 22.30 Uhr, ORF 2), außerdem widmet sich ein „Kultur Heute Spezial“ (22. Juli, 19.40 Uhr, ORF III) dem heurigen Kulturfestival am Bodensee, ebenso wie das vom ORF Vorarlberg produzierte „Bregenzer Festspielmagazin“ (24. Juli, 18.30 Uhr, ORF 2; 26. Juli, 11.00 Uhr, ORF III).

„Tosca“ von der Oper im Steinbruch, „Broadway in Baden“

Mit dem Puccini-Klassiker „Tosca“ (15. Juli, live-zeitversetzt, 21.05 Uhr, ORF III; 9. August, 10.45 Uhr, 3sat) kehrt 2026 eines der beliebtesten Werke der Opernliteratur in den Steinbruch St. Margarethen und damit auf eine der spektakulärsten Freilichtbühnen Europas zurück. Das Drama um Liebe, Eifersucht, Gewalt und Intrigen garantiert ein musikalisches Feuerwerk der Emotionen, das der zuletzt bei der „Carmen“-Neuproduktion (2023) bewährte Valerio Galli am Pult des Piedra Festivalorchesters dirigiert. An der Seite hochkarätiger internationaler Solistinnen und Solisten wie u. a. Sopranistin Joyce El-Khoury, die 2023 schon „Carmen“ interpretierte, singen der Philharmonia Chor Wien und erstmals der Kinder- und Jugendchor Gumpoldskirchner Spatzen. Für Regie und Bühnenbild zeichnet wieder Thaddeus Strassberger verantwortlich, der nach „Turandot“ (2021) und „Aida“ (2024) erneut ein spektakuläres Verismo-Werk in der Naturkulisse inszeniert.

Sujet zur „Tosca“ von der Oper im Steinbruch: Eine zentral positionierte Frau in einem prunkvollen roten Gewand mit hohem Kragen steht vor einem kunstvollen Hintergrund aus klassischen Skulpturenköpfen.
ORF/Oper im Steinbruch
Tosca, Oper im Steinbruch

Kurz vor der Premieren-Übertragung berichtet ein „Kultur Heute Spezial“ aus St. Margarethen (19.40 Uhr) von den Vorbereitungen auf das Ereignis.

Ergänzend dazu widmet sich die vom ORF Burgenland gestaltete Dokumentation „Blick hinter die Kulissen: Tosca & Ein Käfig voller Narren“ (26. Juli, 9.05 Uhr, ORF 2) der diesjährigen Produktion in St. Margarethen ebenso wie auch den Seefestspielen Mörbisch, wo heuer das berühmte Travestie-Musical „La Cage aux Folles“ – „Ein Käfig voller Narren“ – aufgeführt wird. Bereits am 16. Juli bringt ORF III dazu ein „Kultur Heute Spezial“ aus Mörbisch (19.40 Uhr).

Mark Seibert als Georges und Alfons Haider als Zaza, beide in Glitzer-Outfits, posieren vor rotem Hintergrund für "Ein Käfig voller Narren". Seefestspiele Mörbisch
ORF/Seefestspiele Mörbisch/Gerhard Wasserbauer
Mark Seibert (Georges) und Alfons Haider (Zaza) in "Ein Käfig voller Narren", Seefestspiele Mörbisch

Unter dem klingenden Motto „Broadway in Baden“ (16. August, live-zeitversetzt, 20.15 Uhr, ORF III) präsentiert die Bühne Baden erstmals am Vorplatz des Stadttheaters eine besondere Open-Air-Musicalgala in Starbesetzung. Maya Hakvoort, Ana Milva Gomes, Drew Sarich und Moritz Mausser, begleitet von Orchester, Chor und Tanzensemble der Bühne Baden unter der musikalischen Leitung von Michael Zehetner, geben die größten Hits aus der Welt des Musicals zum Besten.

Weitere Highlights zwischen Klassik, Pop, Rock, Brass und Kabarett

Zehn Jahre „Goldene Note“ – das große Finale

Jubiläum für die „Goldene Note“! Bereits zum zehnten Mal veranstaltete der Internationale Musikverein zur Förderung hochbegabter Kinder (IMF) unter der Leitung seiner Begründerin und Obfrau Leona König 2026 den jährlichen Klassik-Nachwuchspreis. Auch heuer wurden wieder aufstrebende Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren gesucht – und gefunden. Insgesamt neun vielversprechende Talente – vier Mädchen und fünf Burschen zwischen elf und 18 – kamen ins große Finale, in dem eine hochkarätige Starjury, bestehend aus Pianistin Khatia Buniatishvili, Sopranistin Ildikó Raimondi sowie Dirigent, Komponist und Musikproduzent Christian Kolonovits, pro Instrumentenkategorie eine:n Gewinner:in kürte. Zusätzlich wurde wieder ein vorab per Online-Voting ermittelter Publikumspreis vergeben. Das bereits zu Pfingsten in ORF 2 ausgestrahlte Finale ist am 6. Juni um 21.50 Uhr in 3sat zu sehen.

16. Österreichischer Filmpreis

Der ORF begleitet die Austro-Oscars auch in diesem Jahr wieder mit einem Programmschwerpunkt. Neben ausgewählten prämierten Filmen vergangener Jahre stimmt im Rahmen der aktuellen Berichterstattung u. a. der „kulturMONTAG“ (15. Juni, 22.30 Uhr, ORF 2) auf den 16. Österreichischen Filmpreis und die heurigen Nominierungen ein. Am Tag nach der Verleihung, am 19. Juni, berichtet ein „Kultur Heute Spezial“ (19.40 Uhr, ORF III) über die Filmpreis-Gala in den hq7 studios in Wien-Simmering. Danach zeigt die von der TV-Kultur gestaltete Sondersendung „Heim-Kino – Neues vom österreichischen Film“ (23.30 Uhr, ORF 1) die Höhepunkte des Abends und bittet Preisträger:innen zu Wort.

Freitag, 19.06., 23:30 Uhr

Groß-Events Donauinselfest und Woodstock der Blasmusik, Day of Rock

Eine riesige Menschenmenge abends beim Donauinselfest, die vor einer hell beleuchteten Bühne unter freiem Himmel feiert.
ORF/Ali Schafler

Ein Fixtermin im ORF-Kultursommerkalender 2026 ist das 43. Wiener Donauinselfest – Europas größtes Open-Air-Festival bei freiem Eintritt –, das von 3. bis 5. Juli über die Bühne geht. ORF III ist wieder mit dabei und zeigt diesjährige Höhepunkte aus Musik und Kabarett sowie Auftritte früherer Jahre zum Wiedersehen.

Während am Festivalwochenende bereits tagsüber „Best of Donauinselfest“-Sendungen Stimmung beim Publikum zu Hause machen, finden sich unter den live-zeitversetzten abendlichen Übertragungen Konzerte von Katrina and the Waves, Earth Wind & Fire Experience, Gert Steinbäcker und Nico Santos. Weiters stehen Auftritte von Zartmann, Giant Rooks, My Ugly Clementine, Kamrad und PÄM auf dem Spielplan.

Die heurigen „Kabaretthighlights vom Donauinselfest“ aus dem ORF-III-Kulturzelt sind am 6. Juli ab 20.15 Uhr zu sehen, u. a. Acts wie Tom Walek, Thomas Mraz, Verena Scheitz und Tom Schreiweis oder Robert Palfrader.

Bereits am 2. Juli gibt es zur Einstimmung ab 20.15 Uhr „Kabarettstars vom Donauinselfest – Die besten Momente“, gefolgt von mehreren Ausgaben „Best of Donauinsel“ mit Melissa Naschenweng & Band, Nockis, Peter Kraus & Band und Jazz Gitti.

Zusätzlich zu den Bühnenproduktionen bringt ORF III eine „Kultur Heute Spezial“-Ausgabe (3. Juli, 19.40 Uhr) mit Backstage-Besuchen, Berichten und Interviews vom Aufbau des Festivals.

Außerdem melden sich Ani Gülgün-Mayr und Patrick Zwerger-Holder vom Ort des Geschehens, treffen die Musiker:innen und Künstler:innen zum persönlichen Gespräch und mischen sich unter das Partyvolk.

Das Open-Air-Spektakel findet sich u. a. auch im Programm von Ö3, FM4, Radio Wien und Radio NÖ wieder.

Impressionen vom „Woodstock der Blasmusik 2024“: Eine große Gruppe von Blasmusikerinnen und ‑musikern auf einem Festivalgelände, die im Freien spielen, mit einem Riesenrad im Hintergrund.
ORF/WDB/Klaus Mittermayr
Impressionen vom „Woodstock der Blasmusik 2024“

Parallel zum Donauinselfest 2026 – von 2. Juli bis 5. Juli – findet ein anderer musikalischer Großevent statt, den ORF III ebenso schon traditionell im Programm hat: das jährliche Woodstock der Blasmusik aus Ort im Innkreis. Europas größtes Brass-Festival, das jährlich mehr als 100.000 Besucher:innen anlockt, bringt auch heuer wieder hochkarätige Acts und eine einzigartige Mischung aus Swing, Jazz, Funk, Ska, Reggae sowie elektronischen Einflüssen auf die Bühne. ORF III überträgt in Kooperation mit ORF Oberösterreich wieder die Highlights live-zeitversetzt. So sind etwa am 3. Juli abends Sašo Avsenik und seine Oberkrainer, die Original Woodstock Musikanten, Oimara mit Bande und die Stubete Gäng zu erleben. Weiters zeigt ORF III Highlights von Viera Blech, Alexander Wurz und Egerländer Musikanten – Das Original, die Jazzrausch Bigband und die Youngblood Brass Band. Am 5. Juli gibt es die Höhepunkte des Gesamtspiels 2026 sowie die Auftritte von Da Blechhauf'n, RIAN feat. Woodstock Allstar Band und Brassaranka.

Weiters auf dem ORF-III-Programm: Der „Ökumenische Gottesdienst vom Woodstock der Blasmusik“ (5. Juli, live, 10.00 Uhr).

Gehörig laut aufgespielt wird auch am bereits traditionellen ORF-III-„Day of Rock“ (Mariä Himmelfahrt, 15. August, ganztags), an dem auch 2026 wieder herausragende Künstler:innen der Rock- und Popgeschichte mit legendären Auftritten im Rampenlicht stehen.

„Kabarett unter Sternen“ mit „,Die Tafelrunde‘-Open-Airs“, Eröffnung Kultur Sommer Güssing

ORF III sorgt auch heuer wieder unter dem bereits etablierten Motto „Kabarett unter Sternen“ mit zwei „,Die Tafelrunde‘-Open-Airs“ für gute Stimmung in sommerlicher Kulisse unter freiem Himmel. Als Schauplätze dienen die Wachauarena im Rahmen der Sommerspiele Melk (29. Juni, 20.15 Uhr) und die Burg Güssing als Location des Kultur Sommer Güssing (3. August, 20.15 Uhr). Der Einladung von Host Gerald Fleischhacker folgen diesmal u. a. Gery Seidl, Stefan Haider, Lydia Prenner-Kasper und Antonia Stabinger nach Melk sowie Andreas Vitásek, Herbert Steinböck, Eva Maria Marold und „Kernölamazone“ Gudrun Nikodem-Eichenhardt nach Güssing. Zwei Sommerabende voller Pointen, satirischer Spitzen und Musik, made in Austria!

ORF-Kultursommer 2026 mit rund 500 Programmstunden von Ost bis West
ORF/Hubert Mican
Gerald Fleischhacker, "Die Tafelrunde Open Air"

Ein weiterer sommerlicher Open-Air-Event im Zeichen des Kabaretts steht mit „Andreas Vitásek & Friends – Die Eröffnungsgala aus Güssing 2026“ (20. Juli, 20.15 Uhr) auf dem Programm. Publikumsliebling Andreas Vitásek als Intendant und Gastgeber begrüßt gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen wie Thomas Stipsits, Dirk Stermann, Christof Spörk und Barbara Eichberger zur festlichen Eröffnung des Kultur Sommer Güssing. Für den musikalischen Höhepunkt sorgt „Da Blechhauf’n“.

Kultur und Literatur im Gespräch:
Bachmann-Jubiläumsjahr, anregende Magazine und mehr

Doppeljubiläum: 100. Geburtstag Ingeborg Bachmann, 50. Bachmannpreis

Grafik zu „50. Tage der deutschsprachigen Literatur“ mit stilisierter Porträtzeichnung von Ingeborg Bachmann, Buchmotiv und dem Hinweis auf den Zeitraum 24.–28. Juni 2026.
ORF/3sat

Ende Juni 2026 begeht Österreich ein besonderes Doppeljubiläum: den 100. Geburtstag der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (25. Juni) und die 50. Tage der deutschsprachigen Literatur (24. bis 28. Juni), in deren Rahmen jährlich der renommierte Bachmannpreis vergeben wird. Diesen Anlässen widmet der ORF in Kooperation mit 3sat einen umfangreichen Programmschwerpunkt: Neben der vom ORF Kärnten für 3sat produzierten mehrtägigen Live-Übertragung des Wettbewerbs aus Klagenfurt am Wörthersee stehen weiters u. a. Dokumentationen, Filme, eine „Literarische Soirée“, Radiofeatures, Ingeborg Bachmanns erstes Hörspiel sowie umfassende Berichterstattung auf dem Spielplan.

Zum Auftakt des Schwerpunkts präsentiert ORF 2 zunächst „Die literarische Soirée“ (15. Juni, 23.15 Uhr, ORF 2) – eine TV-Aufzeichnung des bekannten Ö1-Formats, in dem eine prominente Kritikerrunde leidenschaftlich und pointiert über internationale Neuerscheinungen diskutiert. Im Zentrum dieser Ausgabe stehen Ingeborg Bachmann und ihr Werk, das bis heute nachwirkt. Zu Gast bei Moderator Günter Kaindlstorfer debattieren YouTube-Kritiker Thoralf Czichon, Kritikerin und Programmkuratorin der Buch Wien Karin Fleischanderl und Johanna Öttl, Programmverantwortliche der Alten Schmiede in Wien.

Montag, 15.06., 23:15 Uhr

Das vierteilige „Ö1-Radiokolleg: Ingeborg Bachmann – Die Qualen der Freiheit“ (22. bis 25. Juni, 9.05 Uhr) würdigt Leben und Werk der Literatin im Lichte aktueller Forschungsergebnisse und Publikationen.

„Ein Geschäft mit Träumen“ (20. Juni, 14.00 Uhr, Ö1) war Ingeborg Bachmanns erstes, 1952 erstmals ausgestrahltes Hörspiel, basierend auf einer kurz davor entstandenen Erzählung. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete die junge Schriftstellerin im Script Department des von den USA kontrollierten Nachkriegssenders „Rot-Weiß-Rot“ in Wien, wo man unter der Regie von Walter Davy auch den Genre-Erstling der damals 26-Jährigen produzierte.

Die vom ORF Kärnten für die Sendereihe „Österreich-Bild“ hergestellte Dokumentation „Poesie wie Brot? – 50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis“ (21. Juni, 18.25 Uhr und 25. Juni, 11.05 Uhr, jeweils ORF 2) beleuchtet die Wirkung des Wettbewerbes auf die Sprache, die Gesellschaft und nicht zuletzt das Leben der Autorinnen und Autoren.

Sonntag, 21.06., 18:25 Uhr
Poesie wie Brot? - 50 Jahre Ingeborg Bachmannpreis

Auf einen „kulturMONTAG“ (22. Juni, 22.30 Uhr, ORF 2), der sich dem Bachmann-Jubiläumsjahr widmet, folgt das neue Filmporträt „Ingeborg Bachmann – Dichten für die Wahrheit“ (23.15 Uhr, ORF 2; 28. Juni, 9.00 Uhr, ORF III). Die Doku erzählt, wie aus dem Mädchen aus der österreichischen Provinz eine der berühmtesten Autorinnen des 20. Jahrhunderts werden konnte. Das skandalträchtige Leben der Kärntnerin endete mit dem frühen Tod in Rom, um den sich lange Zeit Mordgerüchte rankten. Wie ein bisher verschollenes Drehbuch in einem Berliner Archiv zeigt, hatte Bachmann große Filmpläne gehegt.

Montag, 22.06., 23:15 Uhr

In einer Ausgabe der Radio-Reihe „Im Gespräch“ (26. Juni, 16.05 Uhr, Ö1) ist Heinz Bachmann, Bruder und Nachlassverwalter der Dichterin, zu Gast bei Julia Zarbach.

Margarethe von Trottas vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanziertes Drama „Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste“ (28. Juni, 23.05 Uhr, ORF 2) mit Vicky Krieps und Ronald Zehrfeld in den Hauptrollen erzählt vom Leben der radikalen wie kompromisslosen Schriftstellerin, von ihren Reisen und ihrer Beziehung zum Dichter Max Frisch.

Am 28. Juni 2026 wird im Rahmen der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur wieder der Ingeborg-Bachmann-Preis vergeben. Das ORF-Theater des Landesstudios Kärnten ist von 24. bis 28. Juni erneut traditioneller Treffpunkt der Literaturszene und Austragungsort des renommierten Wettlesens, das 3sat live überträgt. 14 Autorinnen und Autoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz präsentieren ihre Texte und stellen sich der Diskussion mit dem Publikum sowie der siebenköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Klaus Kastberger. Die vom ORF Kärnten produzierten TV-Sendungen, in bewährter Manier präsentiert von Peter Fässlacher und Cécile Schortmann, werden von 25. bis 27. Juni ab 10.00 Uhr und am Finaltag, dem 28. Juni, ab 11.00 Uhr ausgestrahlt. Anlässlich der Bachmann-Jubiläen zeigt 3sat heuer auch die offizielle Eröffnung (24. Juni, live, 19.00 Uhr; ebenso via bachmannpreis.ORF.at).

ORF III widmet den Bachmann-Jubiläen mehrere Spezialausgaben des werktäglichen Magazins „Kultur Heute“ (19.40 Uhr): Zum Auftakt der Tage der deutschsprachigen Literatur berichtet ein „Kultur Heute Spezial – Eröffnung Bachmannpreis“ (24. Juni; in 3sat: 27. Juni, 9.35 Uhr) über den bevorstehenden Event. An den ersten beiden Lesetagen folgen zwei Ausgaben „Kultur Heute Spezial“ (25. Juni und 26. Juni). Den Abschluss bildet eine „Kultur Heute“-Schwerpunktsendung (29. Juni) über das Finale und die Preisverleihung.

An Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag, dem 25. Juni, sendet 3sat zum Auftakt des ersten Lesetages als Erstausstrahlung die von Beate Thalberg gestaltete szenische Umsetzung des Bachmann-Gedichts „Die Nacht der Verlorenen“ (9.45 Uhr) mit Harald Schrott.

Zur Einstimmung auf den zweiten Lesetag stehen Dacapos dreier Folgen des literarischen Kurzformats „Literatur to go“ (26. Juni, 9.40 Uhr) – beginnend mit Ingeborg Bachmanns „Probleme, Probleme“ – auf dem 3sat-Programm.

Am Finaltag ist anschließend an die Preisverleihung eine weitere neue 3sat-Premiere zu erleben: die Dokumentation „Un-zumutbar?! – 50 Jahre Ingeborg-Bachmann-Preis“ über die Geschichte der renommierten Literaturauszeichnung.

Weitere Kulturmagazine und -gespräche

Nicht nur der Literatur widmet der ORF-Kultursommer heuer anregende Magazine und Gespräche: Aus der Mozartstadt kommt das traditionelle „kulturMONTAG Spezial aus Salzburg“ über die Salzburger Festspiele (27. Juli). Weitere Sommerausgaben des Formats befassen sich neben dem bereits erwähnten Bachmann-Jubiläumsjahr (22. Juni) u. a. mit Anlässen und Themen wie 50 Jahre Arena Wien (1. Juni), 10 Jahre Brexit (22. Juni), 25 Jahre MQ Wien (29. Juni), Kulturhauptstädte L’Aquila (22. Juni) und Trenčin (13. Juli), 250 Jahre Albertina (6. Juli), 80. Bregenzer Festspiele (20. Juli), ebenso wie mit weiteren Produktionen und Themen der Salzburger Festspiele. Alle Sendungen starten jeweils um 22.30 Uhr in ORF 2.

Schon am 21. Juni gibt eine verlängerte Ausgabe der ORF-2-„kulturMATINEE“-Rubrik „Die Kulturwoche“ (10.25 Uhr) einen Ausblick auf die wichtigsten heimischen Sommerfestivals.

Sonntag, 21.06., 10:25 Uhr

Das werktägliche ORF-III-Kulturmagazin „Kultur Heute“ (19.40 Uhr) widmet sich ebenfalls ausführlich dem heurigen Kultursommer. Zahlreiche, zum Teil bereits erwähnte, Spezial- oder Schwerpunktsendungen beschäftigen sich u. a. eingehender mit dem Österreichischen Filmpreis (19. Juni), dem Bachmannpreis (25., 26. und 29. Juni), dem Wiener Donauinselfest (3. Juli), der Oper im Steinbruch St. Margarethen (15. Juli), den Seefestspielen Mörbisch (16. Juli), den Bregenzer Festspielen (22. Juli), den Salzburger Festspielen (20. Juli), dem Opern Air der Wiener Staatsoper (4. September) oder der Ars Electronica (11. September).

Weitere TV-Sendungen wie das vom ORF Vorarlberg produzierte „Bregenzer Festspielmagazin“ (24. Juli, 18.30 Uhr, ORF 2; 26. Juli, 11.00 Uhr, ORF III) sowie vier Ausgaben „JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin“ (31. Juli bis 21. August, freitags, 18.30 Uhr, ORF 2; 2. bis 23. August, sonntags, 11.00 Uhr, ORF III) des ORF-Landesstudios Salzburg bieten zusätzlich spannende Einblicke in das Festivalgeschehen.

Traditionell überträgt der ORF auch 2026 wieder live die glanzvollen Festakte zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele (22. Juli, mit Vorberichterstattung ab 9.55 Uhr, ORF 2; in 3sat: 10.30 Uhr) und zur Eröffnung der Salzburger Festspiele (26. Juli, 11.00 Uhr, ORF 2 und 3sat; Vorbericht ab 10.40 Uhr). Beide TV-Produktionen werden in bewährter Manier von den ORF-Landesstudios Vorarlberg und Salzburg hergestellt.

Zur Einstimmung auf die Eröffnung der Salzburger Festspiele am 26. Juli zeigt 3sat das Filmporträt „Der Klang Salzburgs – Mozarts Vermächtnis“ (10.05 Uhr) über die kulturellen Institutionen der Stadt, die sich als Gralshüter dem umfassenden Werk des „Genius Loci“ verschrieben haben – mit „Jedermann“ Philipp Hochmair als Sprecher.

Dokus, Reihen, Filmschwerpunkte – und ein Kurzfilm-Special

Begleitend zum vielfältigen Festspielangebot präsentiert der ORF-Kultursommer 2026 in ORF 2 zahlreiche, zum Teil bereits erwähnte, Dokumentationen – großteils in der „kulturMATINEE“ am Sonntag, im „kulturMONTAG“ oder in der sonntäglichen „dokFilm“-Leiste. Außerdem: „Short and Smart – Kurzfilme im Fokus“.

So stimmt etwa auf das Jubiläumsjahr des niederösterreichischen Musikfestivals mit diversen Konzertproduktionen wie der Sommernachtsgala oder dem Festkonzert zur Eröffnung die vom ORF Niederösterreich als „Österreich-Bild“ produzierte Dokumentation „20 Jahre Grafenegg Festival – eine Bühne für Weltstars“ (7. Juni, 18.25 Uhr und 9. August, 9.05 Uhr) ein.

Sonntag, 07.06., 18:25 Uhr
20 Jahre Grafenegg Festival - eine Bühne für Weltstars

Anlässlich der Übertragung des Sommernachtskonzerts aus Schönbrunn stehen die Dokus „Königliche Gärten – Schloss Schönbrunn“ (14. Juni, 9.50 Uhr; in 3sat: 29. August, 10.00 Uhr) und „Schönbrunn – Quelle der Schönheit“ (20. Juni, 16.40 Uhr, 3sat) auf dem Programm.

Passend zum Prater-Picknick der Wiener Symphoniker zeigt ORF 2 den Film „Der Wiener Prater in Bildern“ (21. Juni, 9.40 Uhr) über die Magie dieses Ortes, die sich quer durch die Jahrhunderte zieht.

Ergänzend zur Ausstrahlung der konzertanten Ö1-Aufführung der Oper „Der Prinz von Homburg“ von den Salzburger Festspielen und zum heurigen 100. Geburtstag des Komponisten (1. Juli) ist im August das Filmporträt „Hans Werner Henze – Komponist, Kommunist & Dandy“ zu sehen.

Den aktuellen Produktionen der Oper im Steinbruch und der Seefestspiele Mörbisch widmet sich die vom ORF Burgenland gestaltete Doku „Blick hinter die Kulissen: Tosca & Ein Käfig voller Narren“ (26. Juli, 9.05 Uhr).

Begleitend zur TV-Übertragung der Neuinszenierung von Georges Bizets Opernklassiker aus Salzburg befasst sich die Dokumentation „Carmen – Geburt eines Mythos“ (2. August, 9.05 Uhr) mit dessen Entstehungs-geschichte sowie der Rezeption der Heldinnen-Figur abseits der Bühne.

Die vom ORF Vorarlberg für die Sendereihe „Österreich-Bild“ produzierte Doku „La traviata am See – Verdi zum 80. Geburtstag der Bregenzer Festspiele“ (2. August, 18.25 Uhr; in ORF III: 9. August, 9.25 Uhr; in 3sat: 27. August, 11.45 Uhr und 29. August, 15.30 Uhr) blickt hinter die Kulissen der Seebühnenproduktion im Jubiläumsjahr.

Anlässlich der Salzburger Neuproduktion von „Ariadne auf Naxos“ steht das Porträt „Richard Strauss – Skizze eines Lebens“ (23. August, 9.05 Uhr) über das Privatleben des Komponisten, seine in vielen Schriften überlieferten Gedanken und sein musikalisches Schaffen auf dem Programm.

Zur Einstimmung auf die TV-Produktion „Französische Impressionen mit Lang Lang“ mit Höhepunkten eines Konzerts der Wiener Philharmoniker von den diesjährigen Salzburger Festspielen begibt sich Dokumentation „My favourite Melodies – Lang Lang“ (30. August, 9.05 Uhr) mit dem Starpianisten auf eine faszinierende musikalische Reise.

Eine neue Produktion des ORF Tirol würdigt „50 Jahre Innsbrucker Festwochen der Alten Musik“ (6. September, 9.05 Uhr).

Für die neue, neunteilige Bundesländerreihe „Sommerbühne“ (ab 4. Juli, samstags, 17.55 Uhr), die Einblicke in regionale Kulturevents und -festivals gibt, produziert jedes ORF-Landesstudio jeweils eine rund 52-minütige Sendung. Den Auftakt macht Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich (11. Juli), Vorarlberg (18. Juli), Burgenland (25. Juli), Salzburg (1. August), Wien (8. August), Kärnten (15. August), Tirol (22. August) und Steiermark (29. August).

Bewährte ORF-2-Kulturdokureihen werden auch 2026 mit neuen Ausgaben fortgesetzt, drei neue Reihenformate eingeführt:

So ist etwa das ORF-Format „Zimmer frei – Übernachten in besonderer Architektur“ (20. Juli, 23.15 Uhr) mit einer neuen Folge zu Gast im Friaul.

Die beliebten „dokFilm“-Regional- und -Menschenporträts stellen wieder ab Juli, sonntags um 22.15 Uhr in ORF 2, Land und Leute in den Mittelpunkt: Zunächst ist die insgesamt zehnteilige Reihe „Weites Land“ nach bereits acht besuchten Bundesländern schließlich diesen Sommer auf kultureller Vermessung in Wien (5. Juli), bevor die finale Ausgabe eine Österreich-Bilanz (12. Juli) zieht mit der zentralen Frage: Gibt es tatsächlich eine österreichische Seele?

Auf dem Spielplan stehen auch zwei neue Filme der Reihe „Österreichs Originale“ über Menschen von nebenan, die identitätsstiftend sind für ihr soziales Biotop, ihr Grätzel, ihre Nachbarschaft – oder aus dem Raster dessen fallen, was landläufig als „normal“ bezeichnet wird: „Die Modeschöpferin und die Verführungskünstlerin“ (23. August) und „Madame Maux und der Herr der Manege“ (30. August).

Das neue Format „So funktioniert Österreich“ zeigt Menschen, die mit ihrer alltäglichen Arbeit für das Funktionieren der Gesellschaft unverzichtbar sind – mit exklusiven Einblicken in heimische Institutionen und Einrichtungen, aber auch in Arbeitswelten, die meist im Hintergrund wirken. Die ersten zwei Folgen sehen sich um „Beim Roten Kreuz“ (26. Juli) und „Im Parlament“ (2. August).

Eine weitere neue Sommereihe besucht „Sehnsuchtsorte von einst“ und untersucht die Faszination dieser ikonischen Schauplätze des Jetsets, die sich ihren Glanz über Jahrhunderte bewahrt haben oder nach einer Zeit des Stillstands wieder aufleben. Zum Auftakt geht es nach „Bad Gastein“ (9. August) und „Tanger“ (16. August) in Marokko.

Neu ist weiters das Format „Österreichs immaterielles Weltkulturerbe“ über lebendige Traditionen, die an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. Sie zeigen, was Österreich im Innersten zusammenhält und warum es sich lohnt, genau hinzuschauen. Die erste Folge: „Zwischen Flug und Feier“ (7. September, 23.15 Uhr).

Im ORF-Kultursommer fortgeführt wird außerdem die von Peter Schneeberger präsentierte Künstlerporträtreihe „Orte der Kindheit“ mit einer neuen Ausgabe über Schauspieler und Kabarettist Erwin Steinhauer (14. September, 23.15 Uhr) anlässlich dessen 75. Geburtstags. Bereits im August würdigen Dacapos des Formats zwei weitere Schauspiellieblinge: Kristina Sprenger (2. August, 10.00 Uhr) zum 50. Geburtstag und den 2023 verstorbenen Peter Simonischek (9. August, 9.30 Uhr), dessen Geburtstag sich heuer zum 80. Mal jährt.

Kein ORF-Sommer ohne den von der ORF-TV-Kultur produzierten Publikumshit „Liebesg’schichten und Heiratssachen“! Das von Elizabeth T. Spira begründete und ab 2020 von Nina Horowitz höchst erfolgreich fortgeführte Kultformat feiert 2026 seinen 30. Geburtstag. Am 13. Juli startet die Jubiläumsstaffel mit zehn neuen Ausgaben, in denen Horowitz wieder partnersuchende Menschen aus ganz Österreich porträtiert. Zu sehen sind die neun Kandidatenfolgen sowie die traditionelle Bilanz zum Saisonende immer montags um 20.15 Uhr in ORF 2 (Dacapos ab 18. Juli, samstags, 12.10 Uhr, 3sat).

Apropos Spira: ORF 2 erinnert auch in diesem Sommer mit Sonderprogrammierungen der Kultreihe „Alltagsgeschichte“ an das umfangreiche filmische Schaffen der 2019 verstorbenen Dokumentaristin. So stehen ab 5. Juli in ORF 2 insgesamt neun Ausgaben – darunter Klassiker wie „Das kleine Glück im Schrebergarten“, „Das Glück ist ein Vogerl“ oder „Neun Flugstunden von Zuhause“ – auf dem sonntäglichen „dokFilm“-Termin in ORF 2 (ca. 23.05 Uhr).

Der ORF-Kultursommer präsentiert außerdem zahlreiche Dokumentationen und Filmporträts zu (weiteren) ausgewählten Anlässen und Jubiläen

So würdigt ORF 2 am 31. Mai u. a. mit „Josephine Baker, Ikone der Befreiung“ (9.05 Uhr) die Künstlerin und Bürgerrechtskämpferin zum 120. Geburtstag sowie mit „Marilyn Monroe – Die Erfindung einer Traumfrau“ (23.05 Uhr) die Filmikone zum 100. Geburtstag; erinnert mit „Ella – Die Stimme des Jazz“ (1. Juni, 23.15 Uhr) zum 30. Todestag an eine der bedeutendsten US-amerikanischen Jazz-Sängerinnen des 20. Jahrhunderts; zeigt das Porträt „Gaudí – Architekt der Moderne in Barcelona“ (7. Juni, 9.05 Uhr) zum 100. Todestag von Antoni Gaudí; widmet sich anlässlich des Pride Month „Stonewall – Geburtsstunde der Gay Pride“ (7. Juni 23.05 Uhr); beleuchtet „Das System Gugging“ (8. Juni, 23.15 Uhr) als eine der bedeutendsten Art-Brut-Einrichtungen der Welt, die heuer mehrere Jubiläen feiert – 40 Jahre Haus der Künstler, 25 Jahre Galerie Gugging und 20 Jahre Museum Gugging; wirft anlässlich der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika vor 250 Jahren mit der Doku „Zeichnen aus Protest“ (29. Juni, 23.15 Uhr) einen satirisch-kritischen Blick auf die Zukunft der US-Demokratie; stellt mit „Albertina – Eine Sammlung schreibt Geschichte“ (5. Juli, 9.40 Uhr und 6. Juli, 23.15 Uhr) zum 250-Jahr-Jubiläum den – damals wie heute – lebendigen Kulturschauplatz ins Rampenlicht; widmet sich mit dem Porträt „Der Freigeist – Carl Maria von Weber“ (12. Juli, 9.40 Uhr) dem Komponisten, Musiker und Pionier der Romantik anlässlich seines 200. Todestags; gratuliert mit „Joana Mallwitz – Dirigentin: Der Weg nach Berlin“ (26. Juli, 9.30 Uhr) zum 40. Geburtstag; zeigt die Hollywood-Starporträts „James Dean – Generation Rebell“ (10. August, 22.30 Uhr) zum 95. Geburtstag und „Tom Hanks – Ein ganz normaler Held“ (31. August, 22.30 Uhr) zum 70. Wiegenfest; oder würdigt mit der Doku „Die Macht des Rings – 150 Jahre Ring des Nibelungen“ (13. September, 9.05 Uhr) das heurige Jubiläum der Bayreuther Festspiele.

Kurzfilm-Special „Short and Smart“

Der Kurzfilm ist eine besondere Kunstform: kurz – wie der Name schon sagt – im Format, aber langanhaltend in seiner Wirkkraft und offen für alle Genres. Gefeiert wird das Medium bei unterschiedlichen Veranstaltungsreihen in Österreich. Etwa beim Vienna Shorts Festival, das seit mehr als zwei Jahrzehnten eine zentrale Plattform für internationale Kurzfilme ist und seit 2016 zudem das erste österreichische Festival auf der Liste der Academy Award Qualifying Festivals. Gewinnerfilme werden damit automatisch in die Vorauswahl für eine Oscar-Nominierung gelistet. Auch das Open-Air-Kurzfilmfestival dotdotdot im Volkskundemuseum in Wien widmet sich seit mehr als zehn Jahren in den Sommermonaten der schillernden Bandbreite des zeitgenössischen Kurzfilmschaffens. Im Westen Österreichs bekommt der Kurzfilm bei der Alpinale in Bludenz in Vorarlberg eine Bühne, mit der Reihe „Alpinale auf Tour“ gehen ausgewählte Filme anschließend gar auf Reisen und werden an verschiedenen Orten in Österreich noch einmal auf der großen Leinwand gezeigt. Anlass genug für ein Kurzfilm-Special mit preisgekrönten und entdeckenswerten Arbeiten, das unter dem Titel „Short and Smart – Kurzfilme im Focus“ (3. August, 23.15 Uhr, ORF 2) zu sehen ist.

Kultursommer 2026 in „Seitenblicke“ und „Seitenblicke Sommerbühne“, „Guten Morgen Österreich“, „Studio 2“

Von kleineren Festivals bis zu den großen Festspielbühnen – die ORF-„Seitenblicke“ (20.05 Uhr, ORF 2) berichten täglich über Veranstaltungen des heurigen Kultursommers. Das TV-Magazin trifft Künstler:innen sowie prominente Gäste und gibt exklusive Einblicke in aktuelle Produktionen. So stehen u. a. das Theaterfest NÖ, die Premieren der Oper im Steinbruch St. Margarethen und der Seefestspiele Mörbisch, die Eröffnungen der Bregenzer und Salzburger Festspiele sowie zahlreiche weitere hochkarätig besetzte Events und Geheimtipps des Festspielsommers im Mittelpunkt.

Auch die werktäglichen ORF-2-Magazine „Guten Morgen Österreich“ (ab 6.30 Uhr) und „Studio 2“ (17.30 Uhr) berichten über heimische Kulturfestivals und Sommertheater. Zahlreiche Stars und Bühnenlieblinge erzählen im Studio über ihre Produktionen. Außerdem berichten die aktuellen Sendungen backstage von den großen und kleineren Festivals des Landes, besuchen Proben und Premierenfeiern mit der Kamera.

Zusätzlich widmen sich rund zehn Ausgaben der „Seitenblicke Sommerbühne“ (Juli/August, freitags, 21.50 Uhr, ORF 2) Österreichs reichhaltigem Kulturleben. Christian Reichhold präsentiert auch heuer wieder die kulturellen Höhepunkte zwischen Neusiedler See und Bodensee.

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