Aufbau der Seebühne
Bregenzer Festspiele / Kristina Becker
Aufbau „La traviata”
Live von den Bregenzer Festspielen 2026:

La traviata

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Giuseppe Verdis La traviata zählt zu den meistgespielten Opern der Welt und berührt bis heute durch ergreifende Melodien und eine zeitlose Geschichte von Liebe, Freiheit und gesellschaftlicher Konvention. Das 1853 am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführte Werk wird heuer erstmals in der Festspielgeschichte auf der Seebühne am Bodensee zu erleben sein.

Mit seiner „vom Weg Abgekommenen“ brachte Giuseppe Verdi einen zeitgenössischen und gesellschaftlich brisanten Stoff auf die Opernbühne. Als literarische Vorlage diente Giuseppe Verdi und seinem Librettisten Francesco Maria Piave der Roman Die Kameliendame von Alexandre Dumas d. J. Der Schriftsteller verarbeitete darin sein Verhältnis zur Pariser Kurtisane Marie Duplessis, die im Alter von gerade einmal 23 Jahren an Tuberkulose starb. In La traviata wird aus Marie Violetta. Die Darstellung einer Edelprostituierten als tragisch liebende Hauptfigur war zu jener Zeit ein völliges Novum. Das Stück stieß bei der Uraufführung zunächst beim venezianischen Publikum auf Ablehnung. Doch schon die zweite Aufführung 1854 wurde zum Triumph.

Julien Behr (Alfredo) und Marjukka Tepponen (Violetta) bei der Fotoprobe „La traviata”
Bregenzer Festspiele / Tatjana Schnalzger
Julien Behr (Alfredo) und Marjukka Tepponen (Violetta) bei der Fotoprobe „La traviata”

Die Kurtisane Violetta Valéry genießt das pulsierende Leben der Pariser Gesellschaft. Doch hinter der funkelnden Fassade verbirgt sich eine Frau, deren Herz mehr sucht als Glanz und Vergnügen. Als der junge Alfredo Germont ihre Welt betritt, scheint ein anderes Leben greifbar – eines, das auf Liebe und Aufrichtigkeit gründet. Doch in einer Welt, in der Geld und gesellschaftliches Ansehen über allem stehen, bleibt wenig Raum für wahre Gefühle.

La traviata
Bregenzer Festspiele / Tatjana Schnalzger
Fototermin „La traviata”

Für die Bregenzer Festspiele verlegen der gefeierte italienische Regisseur Damiano Michieletto und der Bühnenbildner Paolo Fantin die Handlung in die Ära der „Roaring Twenties“ – eine Welt voller mondäner Jazzclubs, glitzerndem Überfluss und innerer Leere. „Diese Zeit wurde zum Symbol für Exzess und Hedonismus“, sagt Michieletto. „Sie passt perfekt zur Atmosphäre von La traviata und zur Opulenz der Seebühne.“ Wie in F. Scott Fitzgeralds Roman Der große Gatsby wird die Bühne zum Spiegel einer Gesellschaft, die alles haben will und dabei das Menschliche verliert. Dementsprechend wird ein zerbrochener Spiegel zum zentralen Bühnenelement, der darüber hinaus auch für die innere Zerrissenheit Violettas steht.

Paolo Fantin (Bühnenbild) und Damiano Michieletto (Inszenierung)
Bregenzer Festspiele / Tatjana Schnalzger
Paolo Fantin (Bühnenbild) und Damiano Michieletto (Inszenierung)

Der ORF überträgt Verdis Opernklassiker live von den Bregenzer Festspielen und bringt das einzigartige Flair der Seebühne direkt ins Wohnzimmer. Für die Bildregie zeichnet Henning Kasten verantwortlich. Durch den Abend führt Kulturmoderatorin Teresa Vogl.

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