
Sicherheit, Nachhaltigkeit, Greenroom u. v. m.: Der ORF präsentiert umfassendes Update zum Eurovision Song Contest
English Version:
Security, Sustainability, Greenroom and more: ORF presents comprehensive update on the Eurovision Song Contest
Der ORF hat am Donnerstag, dem 26. Februar 2026, in einem umfassenden Medienupdate die neuesten Entwicklungen zum Eurovision Song Contest 2026 in Wien bekanntgegeben. So wurden das Sicherheitskonzept des ORF für den größten TV-Unterhaltungsevent der Welt präsentiert, über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen sowie erste visuelle Einblicke in den Greenroom, der von der Wiener Kaffeehauskultur inspiriert ist und damit eine absolute Neuheit im ESC-Universum darstellt, gegeben. Darüber hinaus informierte der ORF über die nächste Ticketwelle, die neue Homepage songcontest.ORF.at und ESC-Projekte der ORF-Radios Ö3, Ö1 und FM4. Das Medienupdate wurde von Alexandra Maritza Wachter moderiert und war live in ORF III und auf ORF ON zu sehen, wo es weiterhin on demand abrufbar ist.
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann: „Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien rückt immer näher und gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir intensiv daran, optimale Rahmenbedingungen für dieses außergewöhnliche Event zu schaffen. Neben einem umfassenden Sicherheitskonzept, das für einen reibungslosen Ablauf sorgen wird, gestalten wir auch die Atmosphäre vor Ort besonders sorgfältig. Ich freue mich schon sehr auf die Shows im Mai – und darauf, dass wir den Ticketverkauf noch einmal öffnen können, damit noch mehr ESC-Begeisterte dieses besondere Musikfest live miterleben können.“
Sicher feiern: ORF gibt Details zum Sicherheitskonzept für den Eurovision Song Contest 2026 in Wien bekannt
Die Sicherheit hat beim Eurovision Song Contest absolute Priorität, und seit vielen Monaten wird mit höchster Intensität an einem umfassenden Sicherheitskonzept gearbeitet. Damit das größte Musikfest der Welt sicher und friedlich abläuft, koordiniert sich der ORF eng und kontinuierlich mit der Wiener Polizei, dem Innenministerium, der Stadt Wien und allen relevanten Behörden. Sämtliche am Event Beteiligten werden bereits im Vorfeld strengen Sicherheitschecks unterzogen. In der Wiener Stadthalle gilt Flughafensicherheit, die Polizei ist mit spezialisierten Einsatzkräften sowie mit Polizeidiensthundeeinheiten präsent und führt Maßnahmen zur Drohnenabwehr durch.
„Die Wiener Polizei bringt umfassende Erfahrung bei Großveranstaltungen mit. Für ein Höchstmaß an Sicherheit werden spezielle Einsatzstrukturen und Koordinierungsmechanismen eingerichtet. Ein wesentlicher Bestandteil ist der enge Austausch mit jenen Polizeibehörden, die bei früheren Eurovision-Austragungsorten verantwortlich waren. Der erhöhten Bedrohungslage begegnen wir mit Erfahrung, Expertise und internationaler Vernetzung. Gemeinsam mit ORF, Stadt Wien und weiteren Partnern wird diese Veranstaltung professionell und sicher durchgeführt“, so Landespolizeivizepräsident General Dieter Csefan.
Cybersecurity: Der digitale Schutzschirm
Um die digitale Infrastruktur des Eurovision Song Contest bestmöglich zu schützen, hat der ORF gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und der EBU eine „Cybersecurity Coordination Group“ eingerichtet, um die Bedrohungslage laufend zu evaluieren und einzuschätzen. Der ORF setzt aber auch auf Awareness-Maßnahmen, um Bevölkerung, Hotels sowie Lieferanten zu sensibilisieren.
„Die sicherheitsrelevanten Aktivitäten rund um den ESC 2026 werden seit Monaten engmaschig überwacht. Wir analysieren fortlaufend Erfahrungen anderer internationaler Großereignisse, um diese systematisch in unsere Planungen für Wien zu integrieren. Unsere Lagebilder erlauben es uns, Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen – und so rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen zu können“, sagt Harald Kräuter, Direktor für Technik und Digitalisierung im ORF.
Zweifache Umweltzertifizierung
Nachhaltigkeit ist dem ORF ein wichtiges Anliegen, es ist allerdings auch klar, dass eine Großveranstaltung dieser Dimension einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Der ORF hat sich zum Ziel gesetzt, den CO₂-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Um das unter Beweis zu stellen, wird eine zweifache Zertifizierung mit den Umweltzeichen „Green Event“ und „Green Producing“ angestrebt.
„Der ORF und Wien haben 2015 vorgemacht, dass wir beim Thema Nachhaltigkeit neue Maßstäbe setzen können, und heuer wollen wir mit einer zweifachen Umweltzertifizierung noch eins draufsetzen. Wir ergreifen eine Vielzahl von Maßnahmen – von der klimafreundlichen Anreise, über Regionalität und Saisonalität beim Catering, Einsatz von effizienten LEDs bei der Show bis hin zur Müllreduktion. Der ORF hat ein klares Ziel: Der Eurovision Song Contest 2026 soll zum Lern- und Referenzprojekt für Großveranstaltungen weltweit werden“, so Michael Krön, Executive Producer des Eurovision Song Contest.
Greenroom: Eurovision Song Contest meets Wiener Kaffeehauskultur
Ein besonders wichtiges Element im Bühnenbild ist jener Aufenthaltsbereich, in dem die Künstler:innen und Delegationen während der Live-Shows Platz nehmen: Der sogenannte Greenroom, der für die 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest in Wien ein ganz besonderes Gesicht bekommt. Im Stile eines traditionellen Wiener Kaffeehauses wird der Greenroom einen ganz besonderen Charme ausstrahlen und als Bühne genutzt, um Österreich als Gastgeberland sichtbar und erlebbar zu machen.
ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz: „Mit dem Greenroom als modern interpretiertes Wiener Kaffeehaus haben wir ein Stück österreichischer Identität in das Setting des Eurovision Song Contest verwoben und verbinden damit die Kultur unseres Landes mit der emotionalen Vielfalt des Song Contest. Gleichzeitig sendet der ORF damit auch ein schönes Stück Wiener Lokalkolorit in die ganze Welt.“

Zweite Ticketwelle und neue ORF-Homepage
Die erste Verkaufswelle startete am 13. Jänner – alle verfügbaren Tickets waren in Rekordzeit verkauft: Das Finale in 14 Minuten, die beiden Halbfinale binnen 20 Minuten. Nun wird es eine zweite Ticketwelle geben: Am 26. März um 15.00 Uhr gehen nun jene Tickets in den Verkauf, die aus den für nationale und internationale Partner sowie die teilnehmenden Delegationen und die EBU reservierten Kontingenten nicht abgerufen wurden, ebenso wie aus produktionstechnischen Gründen zusätzlich verfügbare Ticketkapazitäten.
Mit spannenden Storys rund um den größten TV-Unterhaltungsevent der Welt, exklusiven Interviews, Bildern und Videos, Live-Tickern während der Shows, sowie einer Social Wall mit Postings aus dem gesamten ESC-Universum wartet die neue Website songcontest.ORF.at auf.
ESC-Projekte der ORF-Radios Ö3, Ö1 und FM4
Die ORF-Radios widmen sich in speziellen Programmformaten dem ESCGeschehen. Ö3 ruft mit dem „Ö3-Cover Song Contest“ Vereine in ganz Österreich auf, ESC-Coversongs einzureichen. Damit soll die Song-Contest-Euphorie im ganzen Land entfacht werden. Über den Siegerverein kann im April dann ganz Österreich abstimmen. Der Siegerverein tritt live im Eurovision Village am Rathausplatz auf und gewinnt 20 Tickets für die erste Song-Contest-Show in Wien. Ö1 startet unter dem Motto „Ö1 goes Song Contest“ einen offenen Musikwettbewerb für Menschen ab 14 Jahren. 25 Finalbeiträge werden im Mai im Programm vorgestellt und anschließend per Publikumsvoting bewertet. FM4 präsentiert den neuen Video-Podcast „Bussi Bla Bla“ mit Conchita Wurst und JJ. 20 Folgen sind für die erste Staffel des Formats geplant, ausgestrahlt werden die Episoden seit 22. Februar jeden Sonntag um 20.00 Uhr.
Sicher feiern – so schützt der ORF den Eurovision Song Contest
Der Eurovision Song Contest ist eine internationale Großveranstaltung mit weltweiter medialer Aufmerksamkeit. Das Thema Sicherheit hat dabei oberste Priorität. Der ORF setzt alles daran, dass dieses größte Musikfest der Welt ein sicherer, friedlicher Event wird.
Enger Austausch mit Sicherheitsbehörden und Nachrichtendiensten
In enger Abstimmung mit der Wiener Polizei, dem Innenministerium, der Stadt Wien und allen relevanten Behörden wird derzeit ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeitet. Es deckt alle Phasen des Megaevents ab – von der Übernahme der Wiener Stadthalle durch das ESC-Team bis zum Abstrom der Besucherinnen und Besucher nach dem Finale. Das Konzept basiert auf einer Risikoanalyse, Notfallprozeduren sowie einer klaren Einsatz- und Krisenstruktur. Es fließen auch die Erfahrungen der Polizei aus Großveranstaltungen sowie Staatsbesuchen ein.
Die Wiener Polizei ist in engem Austausch mit nationalen und internationalen Sicherheitsbehörden sowie Nachrichtendiensten. Laufende Lageanalysen ermöglichen die frühzeitige Identifikation möglicher Risiken und Schwachstellen. Die Maßnahmen sowie das Sicherheitskonzept werden fortlaufend und flexibel angepasst.
Polizeipräsenz und spezialisierte Einsatzkräfte
Bereits im Vorfeld des Eurovision Song Contest führt die Polizei Sicherheitsüberprüfungen aller am Event eingesetzten Personen durch. Darüber hinaus finden Durchsuchungen durch die Polizeidiensthundeeinheit sowie Maßnahmen zur Drohnenabwehr, die von der Direktion Spezialeinheiten / Einsatzkommando Cobra (DSE/EKO Cobra) durchgeführt werden, statt.
An den Veranstaltungsorten und rund um die ESC-Locations sorgen dann in der ESC-Woche uniformierte und zivile Einsatzkräfte für Sicherheit. Dabei kommen Spezialkräfte des Bundesministeriums für Inneres (BMI), des Bundeskriminalamts, der Landespolizeidirektion sowie von Cobra und Staatsschutz zum Einsatz. Auch Polizeidiensthundeeinheiten sind an den verschiedenen Locations präsent.
Flughafensicherheit in der Stadthalle
Für die gesamte Dauer des Eurovision Song Contest herrscht in der Wiener Stadthalle Flughafensicherheit. Alles, was in das Gebäude gelangt – von Tonnen an Produktionsequipment bis zu den Handys der Besucher:innen – wird gescannt und von Spürhunden untersucht. An allen Mitarbeiter:innen-Zugängen sind Metalldetektoren und Röntgenstraßen installiert. Zusätzlich werden 180 neue Überwachungskameras das Areal im Blick haben, täglich sind etwa 500 Sicherheitskräfte allein in der Stadthalle im Einsatz.
Auch das Publikum muss sich auf umfangreiche Einlasskontrollen mit Metalldetektoren und eventuelle Wartezeiten einstellen, da gründliche Checks durch Sicherheitspersonal stattfinden. Besucher:innen sollten daher – ähnlich wie am Flughafen – mehr Zeit für den Einlass einplanen.
Strikte No-Bag-Policy
Eine der Sicherheitsmaßnahmen, die den Eurovision Song Contest 2026 von anderen Großveranstaltungen unterscheidet, ist die konsequente No-Bag-Policy: Taschen, Rucksäcke, Bauchtaschen und Handtaschen sind ausnahmslos verboten. Erlaubt sind ausschließlich kleine persönliche Gegenstände wie Geldbörse, Handy und Schlüssel sowie transparente Behältnisse im Format von maximal A6.
Ohne Ausweis kein Eintritt
Alle Tickets sind personalisiert und ausschließlich elektronisch per Handy erhältlich. Screenshots der Tickets sind nicht ausreichend. Der QR-Code dazu erscheint ca. 48 Stunden vor der Show am Handy – ebenfalls eine Sicherheitsmaßnahme. Beim Einlass findet ein strikter Identitätscheck mit Lichtbildausweis statt. Besucher:innen ohne gültigen Ausweis werden nicht eingelassen.
Strenges Screening der Mitarbeitenden
Nicht nur das Publikum, sondern alle am Eurovision Song Contest beteiligten Personen werden durch die Polizei sicherheitsüberprüft – von Sicherheitsmitarbeitenden über Volunteers bis hin zu Gastronomiepersonal. Diese Überprüfungen gehen weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.
Alle Mitarbeitenden durchlaufen zudem ein dreistufiges Schulungsverfahren: Es umfasst allgemeine Sicherheitsinformationen, positionsspezifische schriftliche Unterweisungen sowie Präsenzbriefings vor Ort. Damit ist sichergestellt, dass im Ernstfall alle sofort wissen, was zu tun ist. Ein umfassendes Gesundheits- und Arbeitssicherheitskonzept schützt auch alle Mitarbeitenden bei den Aufbauarbeiten und der Produktion.
Der digitale Schutzschirm: Unser Experten-Netzwerk für Cybersecurity
Die Cybersicherheit ist ein zentraler Bestandteil des umfassenden Sicherheitskonzepts für den Eurovision Song Contest 2026. Um die digitale Infrastruktur des größten Musikwettbewerbs der Welt bestmöglich zu schützen, hat der ORF gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und der EBU eine Cybersecurity Coordination Group eingerichtet.
Darin vertreten sind die Fachabteilungen der obersten österreichischen Sicherheitsbehörden – die Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), das Cyberlagezentrum der NIS-Behörde, das GovCERT, das Cybercrime-Competence-Center C4, das Bundeskriminalamt und die Landespolizeidirektion Wien sowie die Stadt Wien mit dem WienCERT. Die Cybersecurity Coordination Group arbeitet aber auch eng mit internationalen Expertinnen und Experten, Behörden sowie den internationalen CERT-Stellen im Ausland zusammen.
Die sicherheitsrelevanten Aktivitäten rund um den Eurovision Song Contest 2026 werden bereits seit Monaten auch im internationalen Kontext engmaschig überwacht. Der Informationsaustausch erfolgt laufend und in Echtzeit – sodass im Ernstfall ohne Verzögerung gehandelt werden kann und sofort Maßnahmen ergriffen werden können. Kontinuierlich erstellte Cybersecurity-Lagebilder ermöglichen es, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, ihr Risikopotenzial zu bewerten und Schutzmaßnahmen einzuleiten.
Mehrstufiges Sicherheitskonzept
Die Cybersicherheitsstrategie umfasst mehrere Ebenen: Sie reicht von der Absicherung der technischen Infrastruktur der Wiener Stadthalle über die Risikoanalyse der gesamten Lieferkette bis hin zur Sensibilisierung aller beteiligten Akteure – von Hotels und Veranstaltungsorten bis zu Partnerbetrieben. Kritische Partner – etwa im Bereich Software, Netzwerktechnik oder Broadcast-Hardware – müssen zusätzlich die strengen technischen Anforderungen der EBU erfüllen, deren Einhaltung durch unabhängige Audits überprüft wird.
Oberstes Ziel der Cybersecurity-Maßnahmen ist die Reduktion von vielen Angriffsmöglichkeiten und eine strukturierte Reaktionsfähigkeit mit eingeübten Abläufen. Es gilt, Informationen zu den möglichen Angreifern und ihren Taktiken zu sammeln, um einen entsprechenden Schutz aufzubauen und eine Resilienz zu schaffen.
Während die Infrastruktur der Stadthalle und die technischen Kernsysteme stark abgesichert werden, weichen Angreifer oft auf den Faktor Mensch aus. Als Veranstalter des Eurovision Song Contests sieht sich der ORF in der Verantwortung, etwa auch Hotels, in denen Delegationen und Künstler:innen untergebracht sind, auf mögliche Cybergefahren hinzuweisen. Das beginnt beim Schutz der hoteleigenen Buchungssysteme, geht über WLAN-Sicherheit bis hin zur Sensibilisierung des Hotelpersonals.
Awareness schaffen
Bereits vor dem Start des Ticketverkaufs starteten der ORF, die EBU, das BMI, die Stadt Wien und die Internetplattform „Watchlist Internet“ eine breite Informationskampagne zur Cybersicherheit. Dabei wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Tickets ausschließlich auf dem offiziellen Weg über www.oeticket.com verkauft werden.
Ab Anfang März werden Tickets auch über Gewinnspiele verlost – jedoch ausschließlich über autorisierte nationale Partner. Ob ein Gewinnspiel seriös ist, lässt sich einfach unter der Website songcontest.ORF.at prüfen.
Zentrale Anlaufstellen für Hinweise und Hilfe
Hinweise aus der Bevölkerung sind ein entscheidender Faktor, da nicht jede Situation unmittelbar bemerkt werden kann. Wer auffällige Angebote oder Aktivitäten meldet, hilft Betrugsversuche aufzudecken und Schaden zu begrenzen. Dazu wurde ein gemeinsames Netzwerk an Anlaufstellen aufgebaut:
- Verdächtige E-Mails oder Webseiten rund um den ESC-Ticketverkauf bitte sofort an die zentrale Adresse des ORF senden: esc-cybersecurity@orf.at.
- Zur Meldung einer Straftat kann jede Polizeidienststelle kontaktiert werden oder online die Meldestelle gegen Internetkriminalität des Bundeskriminalamts unter: against-cybercrime@bmi.gv.at
- Für konkrete Unterstützung und Beratung steht die Cybercrime-Helpline der Stadt Wien unter der Telefonnummer 01 4000-4006 zur Verfügung. www.wien.gv.at/kontakt/cybercrime-helpline
- Aktuelle Warnungen vor Online-Fallen listet die Watchlist Internet laufend auf ihrer Plattform www.watchlist-internet.at auf.
„Green Event“ und „Green Producing“ – Nachhaltigkeit wichtiges Anliegen für den ORF
Der Eurovision Song Contest hat als größter TV-Event Europas eine besondere Signalwirkung: Der ORF als öffentlich-rechtliches Medienhaus möchte unter Beweis stellen, dass Unterhaltung, internationale Zusammenarbeit und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können. Deshalb strebt der ORF diesmal gleich zwei Österreichische Umweltzeichen an: „Green Event“ und „Green Producing“. Bereits 2015 setzte der Eurovision Song Contest in Wien Maßstäbe und erhielt als erster Wettbewerb dieser Größenordnung in Europa das Österreichische Umweltzeichen „Green Event“. Die Einhaltung der Umweltzeichen-Kriterien wird von unabhängige Auditorinnen und Auditoren des Österreichischen Umweltzeichens, beauftragt vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, geprüft.
Dem ORF ist allerdings auch klar, dass eine Großveranstaltung dieser Dimension einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Deshalb hat er sich zum Ziel gesetzt, den CO₂-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Dieses Vorhaben beinhaltet eine Vielzahl von Maßnahmen – von der klimafreundlichen Anreise, über den Einsatz von effizienten LEDs bis zur Müllreduktion.
Green Producing
Für das Umweltzeichen „Green Producing“ gelten eigene, strenge Produktionsauflagen. Erstmals beim Eurovision Song Contest kommt ein vollständig LED- und laserbasiertes Lichtkonzept zum Einsatz – klassische Leuchtmittel entfallen damit zur Gänze. Das reduziert den Energieverbrauch, die Abwärme und den Materialeinsatz erheblich und setzt neue Produktionsstandards für Großevents dieser Kategorie. Die Wiener Stadthalle bezieht außerdem Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen, ein Teil davon kommt über die hauseigene Photovoltaik-Anlage. Außerdem wird darauf geachtet, dass die Materialanlieferungen effizient geplant werden, sodass unnötige Fahrten wegfallen.
Bewusstseinsbildung für öffentliche Anreise
Gemeinsam mit den ÖBB setzt der ORF beim Eurovision Song Contest 2026 gezielt auf die Bahn als zentrale Anreiseoption und setzt mit der Lok im ESC-Design auf Sichtbarkeit und Bewusstseinsbildung. Auf Basis der bisherigen Ticketverkäufe sowie den Erfahrungen vergangener Veranstaltungen zeigt sich, dass ein Großteil der Besucherinnen und Besucher aus Österreich anreisen wird, gefolgt von Deutschland als zweitwichtigstem Herkunftsmarkt. Beide Märkte verfügen über ein dichtes Bahnnetz und zahlreiche Direktverbindungen nach Wien. Für ESC-Ticketinhaber, die dennoch mit dem Flugzeug anreisen, gibt es beim City Airport Train (CAT) 25 Prozent Rabatt.
Die Bahn bietet damit für viele Gäste eine praktikable und zugleich klimafreundlichere Alternative zur Anreise mit dem Auto oder Flugzeug. Durch gezielte Information, Kooperationen und Anreiseangebote soll die Nutzung des öffentlichen Verkehrs weiter erhöht werden. Ziel ist es, möglichst viele Besucher:innen für eine emissionsärmere Anreise zu gewinnen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Emissionen zu leisten.
Catering und Vermeidung von Müll
Bei der Ausschreibung aller Partner und Lieferanten wurde darauf geachtet, dass die Anforderungen der Umweltzeichen eingehalten werden. Das Catering übernimmt ein Umweltzeichen-zertifiziertes Unternehmen mit umfassender Green-Event-Erfahrung. Der Fokus beim Catering liegt auf Regionalität, Saisonalität und kurzen Transportwegen, kombiniert mit einer hohen Bio-Quote.
In der Wiener Stadthalle werden ausschließlich Mehrwegbecher verwendet. Ein Großteil der Becher davon stammt von ARA Altstoff Recycling Austria, die die Cups aus vollständig recyceltem Material herstellt. Die Becher sind in drei ESC-Designs erhältlich und erfahrungsgemäß beliebte Souvenirs. Nicht gesammelte Exemplare kommen karitativen Zwecken zugute. Der andere Teil der benötigten Mehrwegbecher stammt von der Stadt Wien.
Um Abfall zu vermeiden, wird auf die Verteilung von Flyern, Werbeartikeln und Gratiszeitungen vollständig verzichtet. Sämtliche Einladungen, Presseunterlagen oder Poster werden durch digitale Lösungen ersetzt oder nur in kleinstmöglicher Auflage gedruckt.
Der ORF hat ein klares Ziel: Der Eurovision Song Contest 2026 soll zum Lern- und Referenzprojekt für Großveranstaltungen weltweit werden. Alle Maßnahmen, Prozesse und Ergebnisse werden systematisch dokumentiert und zukünftigen Host Broadcastern zur Verfügung gestellt.
„Eine Melange, bitte“ – Der Greenroom beim 70. Eurovision Song Contest versprüht Wiener Kaffeehaus-Charme
Ein besonders wichtiges Element im Bühnenbild ist jener Aufenthaltsbereich, in dem die Künstler:innen und Delegationen während der Live-Shows Platz nehmen: Der sogenannte Greenroom, der für die 70. Ausgabe des Eurovision Song Contest in Wien ein ganz besonderes Gesicht bekommt. Im Stile eines traditionellen Wiener Kaffeehauses wird der Greenroom einen ganz besonderen Charme ausstrahlen und als Bühne genutzt, um Österreich als Gastgeberland sichtbar und erlebbar zu machen. Kein anderer Bereich der Show eignet sich dafür besser: Hier kommen die Künstler:innen zusammen, finden Begegnungen statt, entfalten sich Emotionen, und entstehen authentische Momente.

Eurovision Song Contest meets Wiener Kaffeehauskultur
Das Designkonzept von Florian Wieder für den Greenroom des Eurovision Song Contest 2026 ist von der Wiener Kaffeehauskultur inspiriert. Diese, offiziell als immaterielles UNESCO-Kulturerbe anerkannt, steht für weit mehr als den bloßen Genuss von Kaffee – sie verkörpert eine besondere Lebenshaltung und eine tief verwurzelte gesellschaftliche Tradition.
Historisch war das Wiener Kaffeehaus ein Treffpunkt für die gesamte Gesellschaft. Es war – und ist bis heute – ein Ort des Austauschs, der Offenheit und der demokratischen Begegnung. Ein Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven selbstverständlich nebeneinander bestehen. Genau diese einladende kulturelle Philosophie soll nun mit dem Greenroom bei den Shows in der Wiener Stadthalle in den Eurovision Song Contest hineingetragen werden. Der Greenroom wird zu einem Wiener Kaffeehaus und damit zu einem Ort der Begegnung, der Emotion und des gemeinsamen Erlebens im Herzen Europas.
Zweite Ticketwelle und neue ESC-Homepage
Die erste Verkaufswelle startete am 13. Jänner – vor allem für die Abendshows waren alle verfügbaren Tickets in Rekordzeit ausgebucht: Das Finale in 14 Minuten, die beiden Halbfinale binnen 20 Minuten.
In der zweiten Welle gelangen am 26. März um 15.00 Uhr nun jene Tickets in den Verkauf, die aus den für nationale und internationale Partner sowie die teilnehmenden Delegationen und die EBU reservierten Kontingenten nicht abgerufen wurden, ebenso wie aus produktionstechnischen Gründen zusätzlich verfügbare Ticketkapazitäten. Insgesamt werden das mehrere tausend Tickets für alle neun Shows sein.
Wichtig ist jedenfalls, dass Tickets nur dann erworben werden können, wenn man sich innerhalb der Registrierungsphase (November bis Dezember 2025) auf www.eurovision.com und www.oeticket.com angemeldet und verifiziert hat. Nachträglich ist eine Registrierung und damit auch ein Ticketkauf nicht mehr möglich. Ziel dieser Registrierung ist ein fairer Ticketzugang und die Vermeidung von Bot-Käufen oder kommerziellem Wiederverkauf.
Multimediales ORF-Online-Package: Die neue Website zum Eurovision Song Contest ist online
Wen schickt Europa nach Wien? Wie fiebern die Fans aus aller Welt dem Wettbewerb entgegen? Was geschieht bei den Proben in der Wiener Stadthalle? Und was bietet die Stadt Wien rund um den Eurovision Song Contest? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert ab sofort die neue Publikums-Website songcontest.ORF.at, die somit der zentrale digitale ESC-Hub des ORF wird.
Ein Blick hinter die Kulissen und rein ins Geschehen
Mit spannenden Storys rund um den größten TV-Unterhaltungsevent der Welt, exklusiven Interviews, Bildern und Videos, Livetickern während der Shows, sowie einer Social Wall mit Postings aus dem gesamten ESC-Universum bietet die Plattform einen umfassenden Blick auf das Geschehen. Die neue Website gibt Einblicke hinter die Kulissen und greift Themen auf, die Fans bewegen.
Der Eurovision Song Contest auf ORF ON
ORF ON bringt den Eurovision Song Contest dorthin, wo die Fans sind: live, hautnah und jederzeit abrufbar. Alle Auftritte gibt es im Live-Stream und in Echtzeit als Catch-up sowie exklusive Videos in einer eigenen ON-Collection.
Der Eurovision Song Contest im ORF TELETEXT – mitfiebern und mitdiskutieren
Auch heuer können Fans während der Live-Shows im ORF TELETEXT ihre Kommentare am TV-Screen mitverfolgen. Das spezielle „TXT meets ESC“-Service zum Eurovision Song Contest macht es möglich. Wie das geht? Ganz einfach Postings auf debatte.ORF.at verfassen und mitdiskutieren. Die originellsten Beiträge werden on air gestellt. Darüber hinaus bietet der ORF TELETEXT laufend News über Künstler:innen und Shows – zu finden auf „ESC 2026“ (Seite 450) sowie in „Kultur und Show“ (Seiten 107, 110 bzw. ab 190).
Der „Ö3-Cover Song Contest“: So können sich Vereine zum ESC singen

Ö3 startet den „Ö3-Cover Song Contest“, sucht die kreativsten Vereins- Coversongs – und bringt den Siegerverein zum Eurovision Song Contest 2026 nach Wien! Die Gewinner:innen treten live im Eurovision Village am Wiener Rathausplatz auf und gewinnen 20 Tickets für die allererste Song-Contest-Show 2026 (Evening- Preview-Show). Vom Bregenzer Blasorchester bis zum burgenländischen Tanzverein – Vereine in ganz Österreich sind gefragt: Coversong kreieren, Performance filmen und auf der Ö3-Homepage hochladen. Mit dem „Ö3-Cover Song Contest“ gibt Ö3 Vereinen eine Bühne für Kreativität und Teamgeist und bringt das ganze Land in der ESC-Saison zusammen.
Ö3-Cover Song Contest: Performance-Videos ab sofort einschicken
Alle Vereine – egal ob Fußballverein, Blasmusik, Pfadfindergruppen oder Chöre – sind aufgerufen, Performances ihrer selbst kreierten Coversongs zu filmen und via Ö3-Homepage einzuschicken. Eine Ö3-Jury aus Musik- und Eurovision-Song- Contest-Expert:innen sowie Cesár Sampson wählt die neun besten Performances aus – jeweils ein Verein pro Bundesland. Dann übernimmt die Ö3-Gemeinde und entscheidet per Voting auf der Ö3-Homepage, welcher Verein den „Ö3-Cover Song Contest“ gewinnt.
Der Siegerverein tritt live im Eurovision Village am Wiener Rathausplatz auf und gewinnt 20 Tickets für die erste Song-Contest-Show 2026 (Evening-Preview- Show). Bis Sonntag, den 12. April (23.59 Uhr), können die Videos eingereicht werden. Ab Montag, dem 20. April, startet die Voting-Phase auf der Ö3-Homepage.
Video-Upload und alle Details unter: oe3.ORF.at
Ö1 startet unter dem Motto „Ö1 goes Song Contest“ Musikwettbewerb für kreative Köpfe
Anlässlich des Eurovision Song Contest 2026 initiiert Ö1 das Projekt „Ö1 goes Song Contest“ und ruft musikinteressierte Menschen ab 14 Jahren dazu auf, eigene akustische Beiträge einzureichen. Gesucht werden originelle Klangideen mit einer Dauer von 40 bis 50 Sekunden. Inhaltlich gibt es keine stilistischen Einschränkungen – Beiträge können etwa aus A-cappella-Performances, Singer- Songwriting, komponierter Musik, elektronischen Klangexperimenten oder Geräuschen unterschiedlichster Art bestehen.
25 Beiträge schaffen es ins Finale
Die Online-Einreichphase läuft von 1. März bis einschließlich 7. April 2026. Eine Fachjury bestehend aus Cesár Sampson, Ralph Mothwurf, Isabella Forciniti sowie Ö1-Musikchefin Elke Tschaikner trifft eine Auswahl der überzeugendsten Beiträge. Ein weiterer Finalplatz wird zusätzlich per Wildcard vergeben. Insgesamt 25 Beiträge erreichen das Finale. Diese werden während der ESC-Woche von 11. bis 15. Mai im Programm von Ö1 präsentiert und rücken weiter ins Publikumsvoting.
Die Online-Abstimmung findet im Zeitraum von 21. April bis 4. Mai statt. Die drei Beiträge mit den meisten Stimmen werden jeweils mit 1.500 Euro prämiert.
„Ö1 goes Song Contest“ versteht sich als offene Bühne für musikalische Vielfalt, Experimentierfreude und individuelle Ausdrucksformen. Ziel ist es, Musik als verbindendes Medium erlebbar zu machen – unabhängig von Genre, Herkunft oder musikalischer Ausbildung. Durch die Präsentation der Finalbeiträge im Programm von Ö1 sowie das anschließende Voting entsteht ein dialogischer Prozess zwischen Künstler:innen und Publikum, der Austausch und Teilhabe fördert und gemeinsames Musikerleben im Kontext des Eurovision Song Contest 2026 ermöglicht.
Beiträge können bis einschließlich 7. April 2026 unter oe1.ORF.at/esc eingereicht werden.
FM4 startet Podcast „Bussi Bla Bla“ mit Conchita Wurst und JJ

Conchita Wurst und JJ machen für FM4 gemeinsame Sache: Zusammen reden die beiden Eurovision-Song-Contest-Gewinner:innen über Pop-Kultur, Queerness, Fan- Nachrichten und aktuelle Internet-Phänomene. 20 Folgen des Video-Podcasts sind für die erste Staffel des Formats geplant, ausgestrahlt werden die Episoden ab 22. Februar jeden Sonntag um 20.00 Uhr. Für alle Fans des Bewegtbilds ist „Bussi Bla Bla“ bereits 24 Stunden früher auf YouTube abrufbar.
Was Conchita Wurst und JJ verbindet: Beide haben einen ESC-Sieg in der Tasche, sind schon zusammen auf der Bühne gestanden und sitzen künftig wöchentlich zusammen, um über alles, was sie bewegt, zu quatschen. „Wir reden über alles, worüber man auch mit seinen besten Freund:innen reden würde – nur dass 'ne Kamera läuft“, erklären die beiden ESC-Helden, die auch als Tom Neuwirth und Johannes Pietsch bekannt sind. Jede der 20 Folgen würde zwar einen thematisch roten Faden aufweisen, lasse aber auch Raum für „spontane Abschweifungen“ und „wilde Assoziationen“. Zuhörerinnen und Zuhörer können sich auf Pop-Kultur, Queerness und Mode als auch Rubriken wie „In die DMs geslidet“, in der Fan- Nachrichten besprochen werden, und „Explaining Trends to Conchita“, in der JJ Internetphänomene für Conchita greifbar macht.