ORF 2026/Arte GEIE, Maximal Productions
Die Stahlbogenkonstruktion wurde 2019 über den alten Sarkophag geschoben, um die gefährlichen, wenn auch weitgehend stabilen Reste des Reaktors für mindestens hundert Jahre zu verschließen. Seit dem Drohnenangriff ist die wesentliche Sicherheitsfunktion der Schutzhülle jedoch nicht mehr gegeben.
'40 Jahre Tschernobyl'

WELTjournal

Tschernobyl - AKW im Kriegsgebiet

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Die Reaktorruine von Tschernobyl bleibt auch 40 Jahre nach der Katastrophe Europas eine nukleare Wunde – insbesondere seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine.

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Im Februar 2025 durchschlug eine russische Drohne die Stahlbetonhülle des stillgelegten Reaktors. Trümmer davon sind in den Büros des Kraftwerks ausgestellt.

Das WELTjournal zeigt, wie eine russische Drohne im Februar 2025 in 87 Meter Höhe auf der Stahlbetonhülle des stillgelegten Reaktors explodiert und ein Feuer auslöst. Seitdem gilt die Struktur nicht mehr als stabil. Die riesige Stahlbogenkonstruktion umschließt seit 2019 gefährliche, wenn auch weitgehend stabile Reste von Reaktor 4. Hunderte Arbeiter, Ingenieure, Techniker und Sicherheitsspezialisten sind für die Sicherung der Atomruine verantwortlich und überwachen sie im Schichtbetrieb rund um die Uhr.

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Noch immer arbeiten Hunderte Menschen am Kernkraftwerk Tschernobyl, um die Überreste des Reaktors zu sichern. Niemand kommt oder geht, ohne einen Strahlencheck zu durchlaufen.

Bereits 2022, unmittelbar nach Ausbruch des Krieges, besetzte die russische Armee das Areal für mehrere Wochen. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde damit eine zivile Atomanlage zum Militärgebiet. Tschernobyl bleibt ein Mahnmal, dessen Schutz weit über die Grenzen der Ukraine hinaus von globaler Bedeutung ist.

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Mehrere Einheiten ukrainischer Soldaten verteidigen die Sperrzone rund um das stillgelegte Kernkraftwerk Tschernobyl gegen weitere Drohnenangriffe.
Mittwoch, 22.04., 22:58 Uhr
Überleben - die Babuschkas von Tschernobyl

Regie

Lucas Menget