
Universum History
Amalfi - Liebe, Eskapaden, Dolce Vita
Die Amalfiküste zählt zu den schönsten Kulturlandschaften Europas, die Region gilt als Inbegriff italienischer Lebensart. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zieht die spektakuläre Küstenlandschaft Künstler:innen, Filmstars und prominente Gäste aus aller Welt an. Sie suchen hier Inspiration, Erholung oder auch ihr ganz persönliches Glück. Die neue Dokumentation „Amalfi – Liebe, Eskapaden, Dolce Vita“ von Sonja von Behrens (ORF-Bearbeitung: Sabine Aßmann), die „Universum History“ zum Auftakt der Sommerserie „Orte, die Geschichte schrieben“ am Freitag, dem 31. Juli, um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON zeigt, erzählt die Geschichte einer Region, die dank ihres einzigartigen Flairs und ihrer vielen Besucher:innen zu einem weltbekannten Sehnsuchtsort wurde.

Treffpunkt für Kunst, Glamour und Dolce Vita
Die Amalfiküste ist berühmt. Sie fasziniert bis heute Reisende mit ihrer spektakulären Natur, ihren malerischen Orten und der Lebensart des Dolce Vita. Bereits im 19. und 20. Jahrhundert wird die Region zum Treffpunkt für Künstler:innen, Intellektuelle und die internationale Prominenz. Richard Wagner lässt sich in Ravello für den zweiten Akt seines „Parsifal“ inspirieren, die amerikanische First Lady Jacqueline Kennedy verbringt 1962 einen aufsehenerregenden Sommer an der Küste, und der gefeierte Filmregisseur Roberto Rossellini gibt Ingrid Bergman hier Einblick in sein Süditalien; für die schwedische Schauspielerin wird die Amalfiküste Rückzugsort und zugleich Kulisse ihres neuen künstlerischen Aufbruchs.

Weitere Folgen der fünfteiligen „Universum History“-Sommerserie jeweils Freitag um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON: „Havanna – Rum, Rauch und Revolution“ (7. August), „Marrakesch – Die Rote Stadt“ (21. August) und „Ibiza – Insel zwischen Freiheit und Exzess“ (28. August) sowie am 14. August das Doku-Dacapo „Die Geschichte der Côte d’Azur – Luxus, Glamour, blaues Meer“ (0.05 Uhr).
Spurensuche an Italiens legendärer Küste
Der Schwerpunkt der Dokumentation liegt auf den Menschen, die den Mythos der Küste geprägt haben. Musiker Alessio Vlad erzählt, weshalb das Bühnenbild des Zaubergartens in Richard Wagners „Parsifal“ an die Gärten der Villa Rufolo in Ravello erinnert. Die Journalistin Annalisa Angelone berichtet von Jacqueline Kennedys Sommer 1962 und der Aufmerksamkeit, die ihre Begegnungen mit Gianni Agnelli, Vizepräsident und millionenschwerer Erbe der italienischen Autodynastie FIAT, weit über Italien hinaus erregten. Auf Capri erinnert der Film unter anderem an den deutschen Industriellen Friedrich Alfred Krupp, dessen spektakuläre Serpentinenstraße — die Via Krupp — bis heute zu den bekanntesten Wahrzeichen der Insel zählt.

Refugium für ein unkonventionelles Leben
Auch für Bohemiens und Aussteiger:innen ist die Region in den 1970er Jahren ein besonderer Ort. Im Küstenstädtchen Positano lebte viele Jahre lang die australische Künstlerin Vali Myers mit ihrem österreichischen Ehemann Rudi Rappold. Gemeinsam haben sie sich in einem Tal ein besonderes Refugium geschaffen. Ihre Kunst, aber vor allem auch ihr unkonventioneller Lebensstil fernab bürgerlicher Konventionen machten das Paar bekannt.
Die Dokumentation verbindet eindrucksvolle Aufnahmen der grandiosen Landschaft mit historischen Filmsequenzen und Archivmaterial – darunter etwa auch ein ORF-Beitrag über Vali Myers und Rudi Rappold aus dem Jahr 1979. Interviews mit Expertinnen und Experten, Zeitzeugen sowie Angehörigen lokal verwurzelter Familien eröffnen Einblicke in die Geschichte einer Küste, deren kulturelle Strahlkraft bis heute ungebrochen ist.
Buch und Regie: Sonja von Behrens