Marrakesch - Die Rote Stadt
ORF/Autentic GMBH/Ibrahim Akhdim
Das Minarett der Koutoubia Moschee blickt über die Medina von Marrakesch.
'Orte, die Geschichte schrieben'

Universum History

Marrakesch - Die Rote Stadt

Werbung Werbung schließen

Souks, Stadtmauern, Stars: „Universum History“ führt durch Marrakesch – eine Stadt zwischen Geschichte, Glamour und Mythos.

Mit der neuen Dokumentation „Marrakesch – Die Rote Stadt“ von Sonja von Behrens (ORF-Bearbeitung: Andreas Maurer) steht am Freitag, dem 21. August, um 22.30 Uhr Teil 4 der fünfteiligen „Universum History“-Sommerserie „Orte, die Geschichte schrieben“ auf dem Programm von ORF 2 und ORF ON. Den Abschluss bildet die Neuproduktion „Ibiza – Insel zwischen Freiheit und Exzess“ (28. August).

Marrakesch - Die Rote Stadt
ORF/Autentic GMBH/Sonja von Behrens
Ein Riad ist Ausdruck islamischer Lebensart. Wasser und Pflanzen, Brunnen und Gärten symbolisieren das Paradies.

Königsstadt am Atlas: Marrakeschs Aufstieg zur Kulturmetropole

Farbenprächtige Mosaike, monumentale Moscheen, verwinkelte Gassen und geschäftige Souks: Marrakesch gilt als eine der faszinierendsten Städte Nordafrikas. Während früher Karawanen hier ihre Zelte aufschlugen, wird die am Fuße des Atlasgebirges gelegene Königsstadt im 20. Jahrhundert zum Anziehungspunkt für Künstlerinnen und Künstler, Intellektuelle und internationale Prominenz. Winston Churchill, Alfred Hitchcock oder Yves Saint Laurent lassen sich von der einzigartigen Atmosphäre der „roten Stadt“ ebenso inspirieren wie berühmte Rockbands.

Marrakesch - Die Rote Stadt
ORF/Autentic GMBH/Sonja von Behrens
Dieser Teil des Restaurants „Dar Essalam“ stammt aus dem 17. Jahrhundert. Alfred Hitchcock machte ihn zur Filmkulisse.

Handelsmetropole und internationale Filmkulisse

Marrakesch – die Metropole im Südwesten Marokkos, rund zwei Autostunden von der Atlantikküste entfernt – zählt zu den ältesten und bedeutendsten Städten des Landes. Gegründet im elften Jahrhundert, entwickelt sich die Stadt zu einem zentralen Handels- und Kulturzentrum zwischen dem Mittelmeerraum, Westafrika und dem Nahen Osten. Karawanen, die zwischen den Regionen südlich der Sahara und dem fruchtbaren Norden Afrikas reisen, nutzen Marrakesch als Rast- und Umschlagplatz. Bis heute prägen die monumentalen, bis zu neun Meter hohen Stadtmauern, die historische Medina (UNESCO-Weltkulturerbe) sowie zahlreiche Moscheen, Paläste und Gärten das Stadtbild Marrakeschs. Im Zentrum liegt der berühmte Platz Djemaa el-Fna. Geschichtenerzähler, Musiker, Akrobaten, Jongleure und Wahrsager gehören hier ebenso zum Stadtbild wie Händler und Schlangenbeschwörer. Wo einst öffentliche Hinrichtungen stattfanden, entdeckt Alfred Hitchcock Mitte der 1950er Jahre eine ideale Filmkulisse: Für seinen Klassiker „Der Mann, der zu viel wusste“ dreht er zentrale Szenen in den Gassen der Medina und auf dem Djemaa el-Fna. Die internationale Aufmerksamkeit macht Marrakesch weit über Nordafrika hinaus bekannt und begründet ihren Ruf als eine der geheimnisvollsten Städte des Maghreb.

Marrakesch - Die Rote Stadt
ORF/Autentic GMBH/Moritz Frisch
Der lebhafte „Djemaa el Fna“, der zentrale Platz in der Altstadt von Marrakesch.

Marrakesch - das St. Tropez der Wüste

Nach der Unabhängigkeit Marokkos im Jahr 1956 beginnt für Marrakesch ein neues Kapitel. Die Stadt öffnet sich der Welt und wird zu einem kulturellen Knotenpunkt zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Während Yves Saint Laurent hier jene Farben und Formen findet, die seine Mode revolutionieren, suchen die Rolling Stones in Marrakesch Inspiration fernab des Rampenlichts. Auch Paul Getty jr. und seine Frau Talitha tragen dazu bei, Marrakesch zu einem Anziehungspunkt der internationalen Bohème und zu einem „St. Tropez der Wüste“ zu machen.

Die „Universum History“-Dokumentation erzählt die Geschichte einer Stadt, die seit Jahrhunderten Reisende in ihren Bann zieht und deren Mythos bis heute ungebrochen ist.



Buch und Regie: Sonja von Behrens