Havanna - Rum, Rauch und Revolution
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Noch immer prägen Oldtimer das Straßenbild von Havanna – Zeugen der Epoche vor der kubanischen Revolution als die Stadt eine Vergnügungsmeile für US-amerikansiche Touristen war.
'Orte, die Geschichte schrieben'

Universum History

Havanna - Rum, Rauch und Revolution

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Glanz, Glücksspiel und Gangster: Havannas schillerndes Flair lockt Stars und US-Touristen an – bis Fidel Castros Revolution 1959 alles verändert.

Mit der neuen Dokumentation „Havanna – Rum, Rauch und Revolution“ von Fabian Wolf (ORF-Bearbeitung: Stefan Binder) steht am Freitag, dem 7. August, um 22.30 Uhr Teil 2 der fünfteiligen „Universum History“-Sommerserie „Orte, die Geschichte schrieben“ auf dem Programm von ORF 2 und ORF ON. Es folgen die Neuproduktionen „Marrakesch – Die Rote Stadt“ (21. August) und „Ibiza – Insel zwischen Freiheit und Exzess“ (28. August) sowie am 14. August das Doku-Dacapo „Die Geschichte der Côte d’Azur – Luxus, Glamour, blaues Meer“ (0.05 Uhr).

Havanna - Rum, Rauch und Revolution
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Das Caberet Tropicana ist in den 1950er Jahren der berühmteste Nachtclub Havannas und Publikumsmagnet für die zahlreichen Touristen aus den USA

Havanna zwischen Glamour, Mafia und Revolution

Die kubanische Hauptstadt Havanna ist in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine schillernde Metropole mit Musiklokalen, Casinos und Shows. Vor allem amerikanischen Touristen und Touristinnen entfliehen den prüden USA und der rigiden Prohibition. Ikonen wie Ernest Hemingway, Frank Sinatra und Ava Gardner sind begeistert vom Flair der Stadt und ihrem karibischen Klima. Doch Havanna wird von der US-Mafia kontrolliert. Dem ausschweifendem Partyleben steht die bittere Armut auf der Insel Kuba gegenüber. Eine Revolution ist da nur eine Frage der Zeit. 1959 übernimmt Fidel Castro die Macht und beendet die US-Dominanz auf Kuba. Am 12. August hätte der 2016 verstorbene Castro seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Havanna - Rum, Rauch und Revolution
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John F.Kennedy reist vor seiner Präsidentschaft angeblich regelmäßig nach Havanna, um die Freizügigkeit auf Kuba zu genießen.


Die „Perle der Karibik“ als Zufluchtsort der US-Elite


Für Menschen aus den USA gibt es Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein Paradies: Havanna, die Hauptstadt der Karibikinsel Kuba. Hier können Besucherinnen und Besucher nicht nur der Prohibition der 1920er Jahre entfliehen, sondern auch die prüde Sexualmoral ihrer Heimat hinter sich lassen. Der 40-minütige Direktflug Miami-Havanna wird zum Flug mit den meisten Passagieren zwischen den Vereinigten Staaten und einer Stadt im Ausland. Das Flair der Kolonialzeit und das karibische Klima locken auch Schriftsteller, Stars und sogar Politgrößen an. Ernest Hemingway, Marlon Brando, Ava Gardner, Frank Sinatra und John F. Kennedy verfallen dem Rhythmus der kubanischen Hauptstadt, der sogenannten „Perle der Karibik“. Im Hotel Nacional und in dem Cabaret Tropical gehen sie ein und aus und genießen die Vorzüge der karibischen Lockerheit. So manche sind auch häufig zu Gast in diversen „Etablissements“.

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Kurz nach dem Einzug der Revolutionäre in der kubanischen Hauptstadt wird das Hotel Havanna Hilton besetzt.


Von der Revolution zum Embargo: Kubas neue Realität

Doch unter der glänzenden Oberfläche beherrschen Armut und Repression den Alltag der kubanischen Bevölkerung. Die amerikanische Mafia teilt die Stadt unter sich auf und schließt einen geheimen Deal mit dem Diktator Fulgencio Batista. Abseits der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden errichten die Mafiosi ein „Las Vegas der Karibik“.

Das Land versinkt in Korruption und Bürgerkrieg. Der perfekte Nährboden für die Revolutionäre um ihren Anführer Fidel Castro. Am 8. Jänner 1959 ziehen sie triumphal in Havanna ein und beenden die amerikanische Vorherrschaft auf der Karibikinsel. Das US-Handelsembargo, verhängt durch Präsident John F. Kennedy, bestimmt die Zukunft Kubas in den folgenden Jahrzehnten entscheidend mit. Angeblich unterzeichnet Kennedy das Embargo erst, nachdem ihm seine Zigarrenlieferung aus Kuba bestätigt wurde.