Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit - Heldinnen der französischen Revolution
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Im Bild: Eine der zentralen Forderungen von Théroigne de Méricourt ist, dass Frauen erlaubt wird Waffen zu tragen.
'Zum Weltfrauentag am 8. März'

Universum History

Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit - Heldinnen der Französischen Revolution

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Ohne kämpferische Frauen hätte die Französische Revolution anders ausgesehen – trotzdem gerieten sie in Vergessenheit.

Oktober 1789: Eine bedrohliche Menschenmasse nähert sich Schloss Versailles in der Nähe von Paris. Vor den Toren des Schlosses, in dem sich der König befindet, fordern die Menschen politische Veränderungen und Essen für die hungernde Bevölkerung. Die meisten der Protestierenden sind Frauen. Einige Monate nach dem Sturm auf die Bastille ist der Frauenmarsch nach Versailles ein weiterer Höhepunkt der Französischen Revolution. Frauen spielen in der Französischen Revolution eine bedeutende Rolle. Neben den allgemeinen Forderungen nach mehr Mitspracherecht für Bürgertum und Bauernschaft kämpfen sie für ihre Rechte. Doch warum sind diese Frauen in Vergessenheit geraten? Und was wurde aus ihren Forderungen? Anlässlich des Internationalen Frauentages (Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter https://tv.ORF.at abrufbar) wirft „Universum History“ mit der Dokumentation „Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit – Heldinnen der Französischen Revolution“ von Mathieu Schwartz und Émelie Valentin am Freitag, dem 6. März 2026, um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON ein Schlaglicht auf die französischen Revolutionärinnen von 1789.

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Die Rolle der Frauen in der Französischen Revolution fand in der Geschichtswissenschaft bis in die 1970er Jahre wenig Beachtung.

Forderung nach mehr Rechten für Frauen

Eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen jener Zeit war die Schriftstellerin Olympe de Gouges. In der ersten Verfassung der nun konstitutionellen Monarchie beschränken sich fast alle Errungenschaften nur auf Männer. Olympe de Gouges reagiert 1791 mit ihrer berühmten Erklärung über die Rechte der Frau und Bürgerin. In 27 Artikeln fordert sie darin die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern.

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Eine der zentralen Forderungen von Théroigne de Méricourt ist, dass Frauen erlaubt wird Waffen zu tragen.

Gefangenschaft in Kufstein

Eine andere Vorkämpferin war Anne-Josèphe Théroigne, genannt „Théroigne de Méricourt“, die aus einfachen Verhältnissen stammte und durch die Revolution politisiert wurde. Sie nimmt regelmäßig an den Sitzungen der Nationalversammlung teil und beginnt schließlich selbst Reden zu halten. Eine ihrer zentralen Forderungen ist, dass Frauen Waffen tragen dürfen. Illustrationen zeigen die „Amazone der Französischen Revolution“ oft mit Pistole und Säbel. 1791 wird es gefährlich für Théroigne de Méricourt. Sie flüchtet aus Paris, wird jedoch in ihrem Heimatort in Belgien, damals Teil des Habsburgerreiches, verhaftet und in die 800 Kilometer entfernte Gefängnisfestung in Kufstein in Tirol gebracht. Dort verbringt sie mehrere Monate in Haft.

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Während ihrer Haftzeit in Kufstein in Tirol schreibt Théroigne de Méricourt ihre Lebensgeschichte auf. Die rund 50-seitige Handschrift befindet sich heute im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien.

Einführung des Scheidungsrechts

Ein Erfolg der Frauen ist die Einführung des Scheidungsrechts 1792. Doch die Revolution gerät zunehmend aus dem Ruder. Maximilien de Robespierre errichtet eine Terrorherrschaft. Menschen, die als Feinde des Systems gelten, werden verfolgt, inhaftiert oder hingerichtet. Für die Frauenbewegung bedeutet diese Entwicklung einen herben Rückschlag. Langfristig gesehen hat die Französische Revolution Denk- und Handlungsräume eröffnet, die für die europäische Frauenbewegung bedeutend sein werden.