
Universum History
Mythos St. Moritz - Luxus, Schnee und Eskapaden
St. Moritz im Engadin gilt bis heute als der Inbegriff des mondänen Wintertourismus. Das kleine Schweizer Bergdorf schreibt Geschichte, als die Erschließung durch die Rhätische Bahn und einige Pioniere des Tourismus den Ort ab dem Ende des 19. Jahrhunderts auch in der kalten Jahreszeit zu einem touristischen Hotspot machen. Illustre Gäste aus aller Welt reisen nach St. Moritz, um hier zu urlauben und sich zu vergnügen. Die Dokumentation „Mythos St. Moritz – Luxus, Schnee und Eskapaden“ von Moritz Müller-Preißer (ORF-Bearbeitung: Sabine Aßmann), die „Universum History“ am Freitag, dem 13. Februar 2026, um 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON zeigt, schildert die Entwicklung des Ortes zu einer weltbekannten Marke – und gibt dabei vielfältige Einblicke in die Geschichte des Wintertourismus.

Jet-Set-Leben und Rückzugsort für Reiche und Berühmte
Seit mehr als 100 Jahren zieht St. Moritz Menschen aus aller Welt an. Vor allem im Winter wird der kleine Ort zur Bühne für Persönlichkeiten des internationalen Jet-Set und zu einem Rückzugsort für Künstler:innen ebenso wie für gekrönte und ungekrönte Staatsoberhäupter. Die Anfänge dieser erstaunlichen Entwicklung gehen auf einen visionären Schweizer Hotelier zurück, der seine englischen Sommergäste mit einer Wette zum winterlichen Besuch überredet. Neue Winter-Sportarten werden populär, luxuriöse Grandhotels gebaut. St. Moritz etabliert sich als Treffpunkt für Aristokratie, Künstler:innen und Abenteurer. Internationale Ereignisse wie die Olympischen Winterspiele und die Weltcup-Skirennen prägen das Image des Ortes ebenso wie die eindrucksvolle Liste der berühmten Gäste: Audrey Hepburn findet hier Ruhe, Alfred Hitchcock lässt sich für seine Filme inspirieren, Coco Chanel flüchtet in für sie politisch heiklen Zeiten in die neutrale Schweiz. Zugleich bleibt der Ort eine Bühne für Extravaganz – von legendären Silvesterfeiern im Badrutt’s Palace bis hin zu ikonischen Pferderennen auf dem zugefrorenen See. Die Dokumentation zeigt, wie St. Moritz zu einem weltbekannten Mythos wird.

Geburtsort des Wintertourismus
Die Dokumentation vertieft einzelne Kapitel dieser erstaunlichen Geschichte und lässt zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Expertinnen und Experten zu Wort kommen. So schildert Heimatkundlerin Corina Huber, wie der legendäre Hotelier Johannes Badrutt einst seine englischen Gäste mit der berühmten Wette lockte – und damit den Grundstein für den Wintertourismus legte. Die ehemalige Hausdame des letzten Schahs von Persien erzählt aus ihren Erinnerungen. Andere Protagonisten geben Einblick in besondere sportliche Traditionen wie das „Skijöhring“, die bis heute lebendig gehalten werden. Immer wieder leiten Zitate und Originalaufnahmen auf anschauliche Weise von der Gegenwart in die Vergangenheit.

Blick hinter die glamouröse Seite
Aus Archivmaterial, Gesprächen mit Kennerinnen und Kennern des Ortes sowie atmosphärischen Bildern der eindrucksvollen Alpenlandschaft des Engadins entsteht in „Mythos St. Moritz“ ein facettenreiches Porträt dieses Sehnsuchtsortes vieler Menschen. Die Dokumentation beleuchtet dabei nicht nur die glamourösen Seiten, sondern ordnet auch historische Entwicklungen und gesellschaftliche Hintergründe ein. Die sehr persönlichen Erinnerungen der unterschiedlichen Protagonistinnen und Protagonisten liefern einen ganz besonderen Zugang zum Mythos des Ortes, der bis heute als Synonym für Stil, Luxus und alpine Kultur gilt.
