Die Odyssee - Zwischen Mythos und Wahrheit
ORF/Mediatika/France Télévisions/Ubisoft
Im Bild: Computeranimation: griechisches Schiff vor einem Vulkan.

Universum History

Die Odyssee - Mythos und Wahrheit

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Was ist Mythos, was Geschichte? „Universum History“ geht der Frage nach, welche historischen Wahrheiten in Homers „Odyssee“ verborgen sind.

Die „Odyssee“ von Homer ist mehr als 3.000 Jahre nach ihrer Entstehung noch immer aktuell. Ein 250 Millionen US-Dollar teurer Monumentalfilm von Starregisseur Christopher Nolan über das antike Epos ist gerade in den heimischen Kinos zu sehen. Doch was steckt hinter der Erzählung von der Irrfahrt des mythischen Helden Odysseus? Die neue „Universum History“-Dokumentation „Die Odyssee – Mythos und Wahrheit“ von Alexandra Barbot und Jean-Luc Guidoin (ORF-Bearbeitung: Hans Wu) zeigt am Freitag, dem 17. Juli 2026, um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON die historischen Hintergründe des homerischen Epos. Es sind Erinnerungen an eine ferne Zeit, in der die Menschen mobiler waren, als man vermutet.

Die Odyssee - Zwischen Mythos und Wahrheit
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Ausgrabung: eine gigantische Statue auf Sardinien. Möglicherweise das Vorbild für die riesenhaften Laistrygonen aus der Odyssee.

Die historischen Wurzeln der „Odyssee“

Der Dichter Homer soll die „Odyssee“ im 8. Jahrhundert vor Christus geschrieben haben. Das Epos beruht allerdings auf älteren mündlichen Überlieferungen, die über die bronzezeitliche Welt von 1200 vor Christus erzählen. „Die Odyssee – Mythos und Wahrheit“ begibt sich auf die Suche nach den historischen Wurzeln der sagenhaften Irrfahrt. Eine Suche, die möglicherweise zu den Ruinen des Odysseus-Palastes auf Ithaka führt, zu den Überresten eines „genähten“ Bootes in der Adria, eine Bauweise, über die auch Homer schreibt, und nach Sardinien, wo in der rätselhaften Nuragen-Kultur der Hintergrund für die Schilderung der riesenhaften Laistrygonen zu finden ist. Vor allem aber berichtet die Dokumentation über die Kultur der Mykener, eine frühgriechische Zivilisation, die bereits in ein weit gespanntes Seehandelsnetz der bronzezeitlichen Welt des Mittelmeers eingebunden war. Ein sensationeller Schiffsfund bei Uluburun nahe der türkischen Küste zeigt, wie weit die mykenischen Griechen, zu denen man auch Odysseus zählen könnte, auf ihren Fahrten gekommen sind.

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Illustration einer Szene aus dem Epos:  Die Gefährten Odysseus öffnen einen Sack voller Winde.

Ö1 Sendungshinweis

Wer war Odysseus?
Held, Räuber, Phänomen: Eine Spurensuche zwischen Mythos und Wahrheit.

Gast: Univ. Prof. Dr. Raimund Schulz, Althistoriker, Autor, Universität Bielefeld.
Moderation: Barbara Zeithammer.
Anrufe 0800 22 69 79 | punkteins(at)orf.at
17. Juli 2026, 13:00

Zur Sendung

Ein Epos im digitalen Gewand

Die Dokumentation bedient sich in der Darstellung des Epos einer modernen Erzählform: Szenen aus dem erfolgreichen Computerspiel „Assassin’s Creed Odyssey“ werden für die Darstellung von Szenen aus dem Werk verwendet. Schon immer wurde die „Odyssee“ in den jeweils zeitgenössischen Erzählformen wiedergegeben, darunter Filme oder auch Comics. Homer selbst hat in seiner „Odyssee“ Ereignisse beschrieben, die schon Jahrhunderte zurücklagen. Ergänzt durch Interviews mit Expertinnen und Experten sowie Aufnahmen von Ausgrabungen und Forschungsstätten nähert sich „Universum History“ in einer zeitgemäßen Darstellung den Ursprüngen dieses Ur-Epos Europas an.

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Reste eines „genähten“ Bootes aus der Adria aus der frühen Eisenzeit. Es wurde ähnlich gebaut wie die Boote zur Zeit des Odysseus.

Buch und Regie: Alexandra Barbot