Universum History

Hitler und Stalin - Ihre geheime Beziehung

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Stalin und Hitler prägen die Geschichte wie wenige vor ihnen. Trotz all ihrer Gegensätze haben sie aber mehr gemeinsam als bisher bekannt.

Sie gelten als die grausamsten Tyrannen des 20. Jahrhunderts: Josef Stalin und Adolf Hitler. Persönlich sind sich die Diktatoren nie begegnet, aber sie haben mehr Gemeinsamkeiten als bekannt. Nicht nur ihr Größenwahn und ihre gnadenlose Skrupellosigkeit verbindet sie, auch die Vernichtungspolitik des Dritten Reiches hat verstörende Gemeinsamkeiten mit dem „Großen Terror“ des Josef Stalin. Auch in ihrer Persönlichkeitsstruktur finden sich überraschende Ähnlichkeiten. Der Kampf der beiden Tyrannen ist geprägt von Hass, Anerkennung und Bewunderung. Neue Quellen und sensationelles, coloriertes Archivmaterial erlauben nun einen völlig neuen Blick auf die „heimliche Beziehung“ der beiden Bestien.

Von Verbündeten zu Feinden

„Sie haben die Weltgeschichte negativ geprägt wie nur wenig andere. Für ihre ideologischen und Ziele starben Millionen Menschen. Dabei haben sie sich abwechselnd bewundert, gehasst und sich Anerkennung gezollt“, meint der Politikwissenschafter Wolfgang Mueller, Leiter des Instituts für Osteuropageschichte an der Universität Wien.

Trotz ihrer entgegengesetzten Ideologien haben Josef Stalin und Adolf Hitler mehr gemeinsam als vielleicht bislang bekannt. Beide stammen aus bescheidenen Verhältnissen, die Mütter sind fürsorglich, die Väter despotisch, mit eiserner Hand erziehen sie ihre Söhne. Ihre spätere Herrschaft ist geprägt von Macht, Gewalt und Terror. Er wird die Triebfeder ihres Handelns, ein Machtinstrument, dass beide Diktatoren geschickt einsetzen – gegen politische Gegner, Andersdenkende und gegen ganze Bevölkerungsgruppen, die sie aufgrund ihrer „Rassen“-Ideologie bekämpfen.  „Hitler und Stalin waren zwei größenwahnsinnige Besessene, die sich über alle Grenzen hinwegsetzten, ihren Narzissmus auslebten und an Terror als zentrales Machtmittel glaubten – man könnte sagen, sie waren ziemlich beste Feinde“, so charakterisiert die renommierte Historikerin Barbara Stelzl-Marx vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung in Graz die Beziehung Hitler und Stalins.   

ORF/Balanga TV/© RGAKFD / Composite Films
Die Diktatoren einen ein anerzogener Vaterhass, Minderwertigkeitskomplexe, brutale Skrupellosigkeit sowie Größen- und Verfolgungswahn.

Ein Vertrag als Täuschungsmanöver

Noch als scheinbar Vertraute schmieden sie einen Plan: nach monatelangen Geheimgesprächen unterschreiben die Außenminister des Deutschen Reichs und der Sowjetunion (UdSSR) am 23. August 1939 den deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt. Der Vertrag schaffte die Rahmenbedingungen für den deutschen Überfall auf Polen am 1. September, den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Der Sowjetunion soll der Pakt er die Expansion nach Westen ermöglichen. Besonders brisant: das geheime Zusatzprotokoll. Nach Hitlers geplantem Einmarsch wollten sich die beiden Diktatoren Polen aufteilen. Aber der Vertrag ist ein Täuschungsmanöver: bereits in „Mein Kampf“ hat Hitler seine Pläne beschrieben, die UdSSR zu vernichten, um die Ausbreitung der „arischen Rasse“ zu gewährleisten. Der Vertrag ist nur ein weiterer Schachzug auf Hitlers Weg zur Eroberung Europas. Unter dem Codenamen „Unternehmen Barbarossa“ beginnt in der Nacht zum 21. Juni 1941 Hitlers Einmarsch in die Sowjetunion.

ORF/Balanga TV/© Bundesfilmarchiv / Transit Film GmbH / Composite Films
Nicht nur ihre Biografien besitzen Ähnlichkeiten, sondern auch die menschenverachtende Vernichtungspolitik des Dritten Reiches hat verstörende Gemeinsamkeiten mit dem Großen Terror des Josef Stalin.

Über Größenwahn und Narzissmus

Der kommunistische Führerkult um Stalin ähnelte  dem der Nationalsozialisten um Hitler, und in der Architektur konnten beide Diktatoren ihren Größenwahn und Narzissmus ungehindert ausleben. Auch in ihrer Beziehung zu Frauen finden sich Gemeinsamkeiten, sie fühlten sich mit jungen Frauen am sichersten. So soll nicht die ebenfalls deutlich jüngere Eva Braun, sondern Hitlers junge Nichte Geli Raubal seine große Liebe gewesen sein. Auch Stalins zwei Ehefrauen waren deutlich jünger, 16 und 18 Jahre, als sie ihn heirateten. Stalins zweite Frau beging Selbstmord.  

„Universum History“ bringt die neuesten, historischen Erkenntnisse über die geheime Beziehung der Beiden ans Tageslicht. Die renommierte österreichische Historikerin Barbara Stelzl-Marx und der Politikwissenschaftler Wolfgang Müller analysieren und bieten einen tiefen Einblick in die umstrittenen Persönlichkeiten der Diktatoren. Anhand von vollständig koloriertem Archivmaterial, aufwendigen VFX-Effekten und Auszügen aus Original-Reden der beiden Tyrannen erzählt der Dokumentarfilm von der erbitterten und verhängnisvollen Hassliebe der beiden Diktatoren.  

Ein Film von Michaël Prazan
Eine Produktion von Siècle Productions und France Télévisions
Bearbeitung ORF: Josef Peter Glanz

Regie

Bearbeitung