Georg Elser unterhält sich auf einer Straße mit einem Mann in Uniform - hinter ihm seine Familie,  schwarz  feierlich gekleidet, ein mit einem Hakenkreuz geschmückter Pferdewagen im Hintergrund
ORF/Beta Film/Lucky Bird Pictures/Bernd Schuller
Felix Eitner (Hans Eberle), Christian Friedel (Georg Elser), Sebastian Fritz (Leonhard Elser), Cornelia Köndgen (Maria Elser), Martin Maria Abram (Ludwig Elser)

Elser - Er hätte die Welt verändert

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Packendes Widerstandsdrama

Eine ganze Nation retten, Tischlergeselle Georg Elser will nichts weniger als das. Aufwändig, in detailliert recherchierten, eindrucksvollen Bildern entwirft Regisseur Oliver Hirschbiegel ('Der Untergang') das Porträt eines couragierten Widerstandskämpfers, dem Mitläufertum, Kriegstreiberei und soziale Kälte wesensfremd sind. Das erschütternde Drama mit Christian Friedel ('Das weiße Band', ‚Amour Fou’) in der Titelrolle beruht auf wahren Begebenheiten.

Georg Elser steht in einem leeren Saal mit zahlreichen Stühlen, umgeben von NS-Flaggen und einem Rednerpult
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Christian Friedel (Georg Elser)

Inhalt

München, 8. November 1939: Um Haaresbreite entgeht die NS-Führungsriege bei der traditionellen Festrede Adolf Hitlers im Bürgerbräukeller einem Attentat. Minuten bevor die Bombe zündet, verlässt die Staatsspitze den Saal. Unterdessen wird an der Schweizer Grenze ein Mann festgenommen, der verräterische Utensilien bei sich trägt, die ihn mit dem Anschlag in Verbindung bringen. Widerstrebend bekennt sich der einfache Handwerker zur Tat und enthüllt vor der Gestapo, was ihn im Innersten bewegt.

(Hörfilm in Stereo-Zweikanaltontechnik: deutsch in DD 5.1 / deutsch mit Bildbeschreibung)

Georg Elser in der Gefängniszelle - mit gesenktem Kopf sitzt er in einem spärlich beleuchteten, kargen Raum mit Ketten an der Wand
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Christian Friedel (Georg Elser)

Die wahre Geschichte eines gescheiterten Hitler-Attentats

Die mutige Tat eines Einzelnen hätte den Lauf der Geschichte dramatisch verändern können! Der aus der schwäbischen Provinz stammende Handwerker und Musiker Georg Elser (Christian Friedel) wollte dem Treiben der Nazis nicht länger passiv zusehen und plante, sein Land, die ganze Welt, von Adolf Hitler durch ein Attentat zu befreien. Im Münchner Bürgerbräukeller soll der Führer am 8. November 1939 eine Rede halten. Elser platziert in nächtelanger Arbeit die selbstgebauten Sprengladungen mit einem Zeitschalter direkt unter dem Rednerpult und setzt sich danach nach Konstanz, an die Schweizer Grenze ab, um die Explosion abzuwarten.

Eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern, teils in NS-Uniformen, feiert im Freien vor einem Gebäude, umgeben von Hakenkreuzflaggen
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Es kommt tatsächlich zur Detonation, die sieben Menschen in den Tod reißt. Doch Hitler ist nicht darunter, denn der hatte den Bürgerbräukeller bereits 13 Minuten vorher verlassen. Elser wird aufgegriffen und stundenlang verhört - bis er schließlich gesteht und die Hintergründe seiner Tat schildert. Wie der Nationalsozialismus schleichend von seinem Dorf Besitz ergriffen hat, er die Niedertracht der Nazis nicht mehr länger ertragen konnte und den Wahnsinn aufhalten musste.

Georg Elser steht Elsa nachts in einer gepflasterten Straße gegenüber, tief blicken sich die beiden in die Augen, Georg berührt zart Elsas Kinn
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Katharina Schüttler (Elsa), Christian Friedel (Georg Elser)

Porträt eines Helden

Mit dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Widerstands-Drama gelang Regisseur Oliver Hirschbiegel (oscarnominiert für „Der Untergang“) ein packendes Stück Zeitgeschichte, das dank des Drehbuchs des Vater-Tochter-Gespanns Fred und Léonie-Claire Breinersdorfer und der formidablen Darstellerriege dem Zuseher ein stimmig erzähltes Porträt eines fast vergessenen Helden liefert.

Christian Friedel (der Lehrer aus „Das weiße Band“) gibt überzeugend den entschlossenen Widerstandskämpfer Georg Elser, Katharina Schüttler („Unsere Mütter, unsere Väter“) ist ergreifend als seine große Liebe Elsa, Burghart Klaußner vielschichtig als Chef der Reichskriminalpolizei Arthur Nebe und Johann von Bülow unerbittlich als Gestapo-Chef Heinrich Müller. Austro-Mimin Gerti Drassl ist ebenfalls in einer kleinen Rolle zu sehen.

Drei Männer beugen sich über einen Tisch, Georg Elser unterzeichnet ein Papier, ein Mann in NS-Uniform und ein Mann in grauem Anzug bobachten ihn
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Burghart Klaußner (Arthur Nebe), Christian Friedel (Georg Elser), Johann von Bülow (Heinrich Müller)

Hauptdarsteller:innen

Christian Friedel (Georg Elser)

Katharina Schüttler (Elsa)

Burghart Klaußner (Arthur Nebe)

Johann von Bülow (Heinrich Müller)

Gerti Drassl (Lore)

Cornelia Köndgen (Maria Elser)

David Zimmerschied (Josef Schurr)

Felix Eitner (Hans Eberle)

Rüdiger Klink (Erich)

Regie

Oliver Hirschbiegel

Drehbuch

Fred Breinersdorfer

Léonie-Claire Breinersdorfer

Kamera

Judith Kaufmann

Musik

David Holmes