
WELTjournal
Venezuela: Nicolás Maduro - der gekidnappte Präsident
Busfahrer, Präsident, Gefangener der USA – Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro, den US-Präsident Trump unter Bruch des Völkerrechts entführen ließ, hat eine bewegte Vergangenheit. Knapp 13 Jahre regierte er Venezuela mit harter Hand und hielt sich trotz Unruhen und Wirtschaftssanktionen an der Macht, während das Land in die schlimmste Krise seiner Geschichte schlitterte.

Das WELTjournal zeigt ein Porträt von Venezuelas gekidnapptem Präsidenten im Spannungsfeld der konfliktreichen Beziehungen zwischen Venezuela und den USA: Nicolás Maduro stieg aus kleinen Verhältnissen an die Spitze der Macht auf und war ein enger Vertrauter des legendären linkspopulistischen Präsidenten Hugo Chavez, der Venezuelas Ölreichtum für Sozialprogramme einsetzte. Mit Maduros Amtsantritt, seinem autoritären Führungsstil und der Vetternwirtschaft, begann der Niedergang: seine wirtschaftlichen Fehlentscheidungen und die erdrückenden US-Sanktionen ließen die Öl-Produktion einbrechen, die Inflation erreichte Rekordwerte, Millionen Menschen verließen das Land. Die Entmachtung Maduros soll den USA den Zugriff auf Venezuelas Öl sichern, so US-Präsident Trump nach der Militäraktion.
Gestaltung
Paul Cabanis Cabanis
