In blauem Bühnenlicht schwebt die Königin der Nacht)in einem opulenten Kleid auf einer leuchtenden Mondsichel, während Tamino und weitere Figuren darunter wie in einer Traumsequenz agieren.
ORF/Internationale Stiftung Mozarteum/Werner Kmetitsch
Štěpánka Pučálková (Zweite Dame), Noa Beinart (Dritte Dame), Alice Rossi (Erste Dame), Vitus Denifl (Mozart), Kathryn Lewek (Königin der Nacht), Magnus Dietrich (Tamino)

Zum Mozart-Jahr und Mozartwoche-Jubiläum: Rolando Villazóns gefeierte Neuinszenierung des Opernhits „Die Zauberflöte“

Roberto González-Monjas am Pult des Mozarteumorchesters Salzburg – am 31. Jänner um 22.00 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

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Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum 270. Mozart-Geburtstag präsentiert ORF 2 am Samstag, dem 31. Jänner 2026, die außergewöhnliche Neuinszenierung einer der wohl beliebtesten Mozart-Opern: „Die Zauberflöte“ von der Mozartwoche 2026. Die am vergangenen Wochenende nach ihrer Premiere in Salzburg umjubelte märchenhafte Produktion, mit der die Internationale Stiftung Mozarteum neben dem heuer gewürdigten Komponisten-Geburtstag auch das 70-jährige Bestehen der Mozartwoche als bedeutendstes Mozart -Festival der Welt feiert, verbindet poetische Imagination, zeitgenössische szenische Raffinesse und historische Aufführungspraxis zu einem faszinierenden Gesamterlebnis.

Für die Regie im Haus für Mozart zeichnet Startenor und Intendant Rolando Villazón verantwortlich und schafft eine Deutung des 1791 in Wien uraufgeführten Werks, die sowohl die Magie des Originals als auch den Blick der Gegenwart einfängt. Das Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Roberto González-Monjas bildet den musikalischen Rahmen, der die dramaturgische Struktur trägt und die psychologische Tiefe der Figuren lebendig werden lässt.

Auf der Bühne stehen die zwei Paare Pamina & Papageno und Constanze & (Mozart in inniger Umarmung im Mittelpunkt, während im Hintergrund mehrere Darsteller in hellen Kostümen vorbeieilen.
ORF/Internationale Stiftung Mozarteum/Werner Kmetitsch
Im Bild: Emily Pogorelc (Pamina), Theodore Platt (Papageno), Victoria D'Agostino (Constanze), Vitus Denifl (Mozart)

Ein hochkarätiges Solistenensemble – darunter Kathryn Lewek als Königin der Nacht, Franz-Josef Selig als Sarastro, Emily Pogorelc als Pamina und Magnus Dietrich als Tamino – verleiht den Charakteren ein unverwechselbares Profil. Eine zusätzliche Bühnenfigur, die als personifizierter Mozart auftritt, reflektiert mit spielerischer Leichtigkeit den kreativen Entstehungsprozess der Oper.

Mehr zum Inhalt:

„Die Zauberflöte“ öffnet ein Tor in eine Welt, in der Humor und Menschlichkeit auf philosophische Tiefe treffen. Wie ein vielschichtiges Märchen entfaltet sich die Oper zwischen Licht und Schatten, getragen von den Idealen der Aufklärung und durchdrungen von spirituellen Fragen nach Sinn, Erkenntnis und innerer Wahrheit. Prinz Tamino, der Suchende auf Rettungsmission für Pamina – Tochter der Königin der Nacht –, wird in ein Reich voller Prüfungen und Geheimnisse geführt, während Vogelfänger Papageno – unverbogen, lebensnah, zutiefst menschlich – das Herz dieser Welt bildet.

An ihrer Seite erheben sich mächtige Gegenspieler: die Königin der Nacht, eine Figur aus Rache und Finsternis, und Sarastro, der Hohepriester des Lichts, dessen Reich Weisheit, Güte und Brüderlichkeit atmet. Zwischen ihnen spannt sich ein dramatischer Bogen, der die Figuren zur Wandlung zwingt – äußerlich wie innerlich.

Vor dem Bühnenbild einer Reihe schattenhafter Gestalten stehen mehrere Figuren in historischen Gewändern unter ihnen Sarastro und Mozart, ein Kind kniet mit einer Flöte davor, links ist eine Uhr und ein Klavier zu sehen.
ORF/Internationale Stiftung Mozarteum/Werner Kmetitsch
Franz-Josef Selig (Sarastro), Vitus Denifl (Mozart)

Fantastische Wesen, die Drei Knaben und die magischen Bilder des Alt-Wiener Zaubertheaters lassen die Bühne zu einem Ort des Staunens werden, während die Ideale der Freimaurerei dem Geschehen jene universelle Resonanz verleihen, die „Die Zauberflöte“ seit mehr als zwei Jahrhunderten prägt und zur meistgespielten Oper im deutschen Sprachtraum macht bzw. weltweit unter die Top 5 der häufigsten Inszenierungen reiht.