
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte
Im Jahr 2026 feiert die Internationale Stiftung Mozarteum gleich zwei bedeutende Jubiläen: den 270. Geburtstag von Wolfgang Amadé Mozart sowie das 70‑jährige Bestehen der Mozartwoche. Zum Auftakt dieses Festjahres präsentiert die Stiftung eine außergewöhnliche Neuinszenierung von Die Zauberflöte, in der poetische Imagination, szenische Raffinesse und historische Aufführungspraxis zu einem faszinierenden Gesamterlebnis verschmelzen. Für die Regie im Haus für Mozart zeichnet Intendant Rolando Villazón verantwortlich. Er verbindet die Tradition der historischen Aufführungspraxis mit zeitgenössischen szenischen Ansätzen und schafft so eine Deutung, die sowohl die Magie des Originals als auch den Blick unserer Zeit einfängt.

Mozarts Die Zauberflöte, 1791 in Wien uraufgeführt, öffnet ein Tor in eine Welt, in der Humor und Menschlichkeit auf philosophische Tiefe treffen. Wie ein vielschichtiges Märchen entfaltet sich die Oper zwischen Licht und Schatten, getragen von den Idealen der Aufklärung und durchdrungen von spirituellen Fragen nach Sinn, Erkenntnis und innerer Wahrheit. Tamino, der Suchende, wird in ein Reich voller Prüfungen und Geheimnisse geführt, während Papageno – unverbogen, lebensnah, zutiefst menschlich – das Herz dieser Welt bildet.
An ihrer Seite erheben sich mächtige Gegenspieler: die Königin der Nacht, eine Figur aus Rache und Finsternis, und Sarastro, der Hohepriester des Lichts, dessen Reich Weisheit, Güte und Brüderlichkeit atmet. Zwischen ihnen spannt sich ein dramatischer Bogen, der die Figuren zur Wandlung zwingt – äußerlich wie innerlich.
Fantastische Wesen, die drei Knaben und die magischen Bilder des Alt-Wiener Zaubertheaters lassen die Bühne zu einem Ort des Staunens werden, während die Ideale der Freimaurerei dem Geschehen jene universelle Resonanz verleihen, die Die Zauberflöte seit über zwei Jahrhunderten prägt.
Das Mozarteumorchester Salzburg unter der Leitung von Roberto González-Monjas bildet den musikalischen Rahmen, der die dramaturgische Struktur trägt und die psychologische Tiefe der Figuren lebendig werden lässt. Ein hochkarätiges Solistenensemble – darunter Kathryn Lewek als Königin der Nacht, Franz-Josef Selig als Sarastro, Emily Pogorelc als Pamina und Magnus Dietrich als Tamino – verleiht den Charakteren ein unverwechselbares Profil. Nikolaus Habjan tritt als „Mozart“ auf und reflektiert mit spielerischer Leichtigkeit den kreativen Entstehungsprozess der Oper.
In der Neuinszenierung der Mozartwoche 2026 verbinden sich diese Elemente zu einem poetischen Gesamterlebnis.
Bildregie
Volker Werner