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Sommerfrische, Widerstand und Nazigold – Geschichte des Salzkammerguts

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Die ORF-III-Neuproduktion beschreibt die ambivalente Zeitgeschichte im Salzkammergut zwischen Kaisernostalgie und Gedenken an die NS-Zeit. Das Salzkammergut, diese am Nordrand der Alpen gelegene Region steht für eindrucksvolle Landschaften, altes Brauchtum und für eine teils zwiespältige österreichische Zeitgeschichte. In Bad Ischl, mit Kaiser Franz Josefs gern besuchter Kaiservilla, wird alljährlich des Kaisers Geburtstag mit Gottesdienst und Festivitäten gedacht. Nicht einmal 20 Kilometer entfernt, erinnert eine Gedenkstätte an tausende Todesopfer im Konzentrationslager Ebensee, und damit an die dunkle Vergangenheit des Landes. In Ebensee wurde in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs eifrig an der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie und an der Entwicklung von Raketen in unterirdischen Stollen gearbeitet. Die Region um Bad Ischl und Hallstatt war in den letzten Kriegswochen auch Zufluchtsort für viele prominente Nazigrößen. Im Altausseer Bergwerk lagerten die Nazis Kunstwerke, die sie zu Kriegsende sprengen lassen wollten.
Gleichzeitig steht das Salzkammergut auch für eine starke Widerstandsbewegung, die ihren frühen Ausgang in der Arbeiterbewegung fand. Dazu kommt die Mentalität der Bewohner, die gegen Unterdrückung durch Obrigkeiten seit je her mit Widerstand reagiert haben.
Regisseur Robert Altenburger hat bei seinen Recherchen die Geschichte des Widerstands im Salzkammergut mithilfe eines Zeitzeugens und Hobbyfilmers aufgearbeitet und mit Maximilian Habsburg über den bis heute anhaltenden Kaiserkult in Bad Ischl gesprochen.

Gestaltung

Robert Altenburger