zeit.geschichte

ISRAEL/IRAN/USA, THE LONG WAR (1/2)

Der endlose Krieg: Iran - Israel - USA (1/2)

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Seit Gründung der Islamischen Republik Iran im Jahr 1979 herrscht Krieg zwischen Teheran, Tel Aviv und Washington. Ein Krieg, der diesen Namen nicht trägt und nie offiziell erklärt wurde. Der Iran und Israel schaffen es nicht, ihre historisch begründeten Streitigkeiten beizulegen und aufeinander zuzugehen. Einen echten Dialog gab es nie. Wollen die Regierungen Irans und Israels den Krieg? Welche Rolle spielen die USA in dem Konflikt? Und wie kam es zu dieser verfahrenen Situation?

Es ist heute schwer vorstellbar, aber zu Zeiten der Herrschaft des Schahs bis in die 1970er Jahre waren der Iran und Israel befreundete Länder – ein strategisches Bündnis, das mit der Islamischen Revolution 1979 abrupt endete. Der erste ausländische Vertreter, der nach dem Volksaufstand in den Iran kam, war Palästinenserführer Jassir Arafat. In die diplomatische Vertretung Israels zog die palästinensische Botschaft ein. Die Geiselnahme in der US-Botschaft besiegelte schließlich den Bruch mit der westlichen Welt.

Vor der Gründung der Islamischen Republik pflegten der Iran und Israel enge Beziehungen, beide waren Verbündete der USA im Kalten Krieg. Gemeinsam bildeten sie eine Front gegen den arabischen Nationalismus, der im Mittleren Osten an Einfluss gewann. Ihre strategische Partnerschaft wurde durch eine weitreichende wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit untermauert. Mit Aufkommen des Mullah-Regimes änderte sich das schlagartig.

Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation beleuchtet den Beginn des Konfliktes zwischen dem Iran und Israel. Er begann, als die Israelis in den Libanon einmarschierten, wo sie der Hisbollah gegenüberstanden. Einer neuen libanesischen schiitischen Streitmacht, die vom Iran unterstützt wird.

Regie

Ilan Ziv

Vincent de Cointet