zeit.geschichte

Baumeister der Republik - Michael und Marianne Hainisch

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Selten prägen eine Mutter und ihr Sohn die österreichische Republik so wie Michael und Marianne Hainisch es taten. Michael Hainisch war der zweite Bundespräsident der noch jungen Ersten Republik. Seine Mutter Marianne Hainisch gilt als eine der ersten und wichtigsten Frauenrechtlerinnen Österreichs. In seiner achtjährigen Amtszeit als Bundespräsident fällt Hainisch besonders dadurch auf, dass er keinem der beiden, zu dieser Zeit großen, politischen Lagern Österreichs zuordenbar ist. Er fungierte als Brückenbauer zwischen Sozialdemokratie und Christlichsozialen und hilft somit das fragile Konstrukt der Republik zusammenzuhalten. Bis ins hohe Alter pflegt Michael Heinisch eine enge und vertrauensvolle Beziehung zu seiner Mutter. Diese fordert als einer der ersten Frauenrechtlerinnen Österreichs, dass auch Mädchen der Zugang zu höherer Bildung gewährt werden soll. Dadurch will sie es jungen Frauen ermöglichen, selbst erwerbstätig zu sein. Marianne Hainischs progressive Forderungen sind ihrer Zeit weit voraus, doch ebnen sie den Weg für die Gleichberechtigung der Frauen in Österreich. Michael Hainisch, geprägt von seinem Elternhaus, wird als Bundespräsident Zeit seines Amtes für den Zugang zu Bildung eintreten und so zu einer gerechteren Gesellschaftsordnung beitragen.


Regie

Alfred Schwarz