Universum History

Die Affäre Mata Hari. Bettgeflüster und Hochverrat?

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Mata Hari gilt als eine der berühmtesten und schönsten Spioninnen. Sie verfängt sich aber in einem tödlichen Netz aus Spionage und Verrat.

Am 15. Oktober 1917 wurde Mata Hari, die wahrscheinlich berüchtigtste Spionin der Geschichte, in Paris hingerichtet. Anklage: Hochverrat. Doch hat Mata Hari tatsächlich Geheimnisse an die Deutschen im Ersten Weltkrieg weitergegeben, die ihr einflussreiche Liebhaber in schwachen Stunden erzählt haben? Am Freitag, dem 17. September, begibt sich „Universum History“ um 23.05 Uhr in ORF 2 auf die Spur des Lebens und Sterbens Mata Haris. Dabei zeigt die Dokumentation „Die Affäre Mata Hari. Bettgeflüster und Hochverrat?“ von Jobst Knigge und Kristina Forbat, warum der Mythos um diese Frau noch heute Fantasien um Sex und Spionage beflügelt.

Zwischen Verführung und Spionage

Februar, 1917: Der Erste Weltkrieg wütet, als Mata Hari in Paris dem Untersuchungsrichter vorgeführt wird. Es geht um ihr Leben, der Vorwurf lautet: Hochverrat. Die in Holland als Margaretha Zelle geborene Mata Hari avancierte im Frankreich der Jahrhundertwende als Nackt-Tänzerin zum Star ihrer Zeit. Ihre Darbietungen verhießen damals Exotik und Leidenschaft. Sie wird schier zum Sinnbild der Verführung. Als Kurtisane gibt sie sich den einflussreichsten Männern ihrer Zeit hin. Doch das wird ihr nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum Verhängnis. Im Glauben, durch ihre Schönheit und ihren Sexappeal unantastbar zu sein, verfängt sie sich in einem tödlichen Netz aus Spionage und Verrat.

ORF/ZDF/Bibliothèque nationale de France
Foto von Mata Hari aus dem Reutlinger Album.

Mata Hari nimmt Geld von den Deutschen und den Franzosen. Doch dabei wird sie wiederum von den Briten beobachtet. Während sie kreuz und quer durch Europa reist, merkt sie nicht, wie auch sie der Krieg einholt. Sie wird von den Franzosen verhaftet und am 17. Oktober 1917 als Spionin hingerichtet. Aber hat Mata Hari wirklich Geheimnisse verraten? Ist ihr Verrat tatsächlich der Grund für den Tod Tausender Menschen? Oder wurde die schöne Verführerin zum Opfer der Politik und des Machtspiels von Männern?

Dem Mythos auf der Spur

Mit dem Mythos um diese außergewöhnliche Spionin beschäftigen sich u. a. ihre französischen Biografen: Philippe Collas, ein Urenkel ihres französischen Anklägers, und der Autor Jean-Pierre Turbergue. Sie zeichnen das Bild einer Frau, die ihre todkranke Tochter bei ihrem gewalttätigen Ehemann zurücklassen musste und den Tod ihres Sohnes nie überwunden hat. Die Recherchen der britischen Biografin Julie Wheelwright in französischen, britischen, deutschen und russischen Archiven geben einen Einblick in das wenig bekannte Privatleben der Spionin und decken auf, woran Mata Haris Sohn gestorben ist.

ORF/ZDF/doc.station / Jean Schablin
Mata Haris persönliches Sammelalbum im Archiv des Friesmuseums in Leeuwarden.

Die „Universum History“-Dokumentation „Die Affäre Mata Hari. Bettgeflüster und Hochverrat?“ rekonstruiert das von Tragödien überschattete Leben Mata Haris und erzählt, wie aus der Holländerin Margaretha Zelle die berühmt-berüchtigte Spionin Mata Hari wurde, deren Mythos noch heute fasziniert.