Universum History

Die Europa-Saga - Wer wir sind, woher wir kommen (2): Die Europäisierung der Erde

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Wo fängt Europa an – und wo hört es auf? Was verbindet die Europäer/innen – und was trennt sie?

Wo fängt Europa an – und wo hört es auf? Was verbindet die Europäer/innen – und was trennt sie? Mit „Die Europa-Saga“ zeigt „Universum History“ eine spannende Reise durch die mehr als 2.500 Jahre alte Geschichte unseres Erdteils. Europa hat keine klaren Grenzen und definiert sich eigentlich eher aus der gemeinsamen Kultur und Vergangenheit seiner Bewohner/innen. Und die ist bunt, reichhaltig und vielfältig. Europa wurde von vielen, oft widersprüchlichen Ideen geprägt – und auch heute, trotz aller Krisen – ist die Europa-Saga noch längst nicht zu Ende. Teil 2 des Dreiteilers von Martin Carazo Mendez, Christel Fromm, Christian Twente – „Die Europäisierung der Erde“ – steht am Freitag, dem 23. Juli, um 22.35 Uhr auf dem Programm von ORF 2, Teil 3 – „Revolutionen, Krieg und Frieden“ – folgt am 30. Juli.

Zwei Seiten

Seuchen, Hunger und Krieg bringen im Mittelalter Leid und Elend über Europa, sie rütteln an den Fundamenten des christlichen Abendlandes. Doch Europa kommt sich in diesen Katastrophen auch näher. Die Krise beflügelt den Geist, es entstehen bahnbrechende Kunstwerke in Literatur und Malerei.

ORF/ZDF/Martin Christ
Im Bild: König Jakob I.

Zunächst blüht Europa im Mittelalter auf: Überall wachsen Kathedralen in den Himmel, Kaufleute begründen den Kapitalismus – mit Banken und Börsen. Europa wächst als Wirtschaftsraum zusammen, Handelsbünde wie die Hanse erscheinen wie Vorläufer der EU. Die Pest macht nicht nur den Händlern einen Strich durch die Rechnung: Der „Schwarze Tod“ rafft rund ein Drittel der Bevölkerung dahin. Doch das Leid verbindet die Menschen – über Grenzen hinweg. Und es lässt sie an Gott und den Lehren der Kirche zweifeln. So birgt die Krise den Keim für die Renaissance Europas, die mit der Wiederentdeckung von Kunst und Wissenschaft aus der Antike beginnt und den Weg in die Moderne ebnet.

ORF/ZDF/Martin Carazo Mendez
Im Bild: Westminster Abbey.

Gewinner und Verlierer

Vom 15. bis weit ins 20. Jahrhundert währen die blutigen Eroberungen der Europäer. Im Auftrag der Spanier sucht Christoph Kolumbus einen neuen Seeweg nach Indien und findet dabei eine „Neue Welt“: Amerika. Diese „Europäisierung der Erde“ beschert Europa ein „Goldenes Zeitalter“, den Ureinwohnerinnen und Ureinwohnern Südamerikas und Afrikas bringt es Katastrophen und massenhaften Genozid. Millionen werden ermordet, sterben an eingeschleppten Krankheiten oder werden als Sklaven verschleppt und ausgebeutet. Europas Großmachtstreben um einen „Platz an der Sonne“ führt schließlich direkt in den Ersten Weltkrieg.

ORF/ZDF/Martin Christ
Im Bild: Sklavenjäger mit afrikanischen Sklaven.