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Zwischen Leben und Tod – eine Nacht auf der Intensivstation | Heiß umstritten - kein Lockdown in der Schule | Brutale Männer – der lange Leidensweg der Opfer | Vermisst – das mysteriöse Verschwinden von Adrian Lukas

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Zwischen Leben und Tod – eine Nacht auf der Intensivstation

„Haben Sie keine Angst, wir tun alles für Sie,“ sagt Primarius Christian Dopler zu dem um sein Leben ringenden Patienten auf der Intensivstation im Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck. Der Covid- Patient muss in den Tiefschlaf versetzt und künstlich beatmet werden. Niemand weiß, ob er wieder aufwacht.

Solche Situationen erleben Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte jeden Tag und jede Nacht. THEMA durfte einen Nachtdienst lang mit kleinen Kameras hautnah dabei sein. Während die Infektionen nach dem Lockdown leicht zurückgehen, steigt die Zahl der Intensivpatientinnen und -patienten täglich. Vanessa Böttcher und Oliver Rubenthaler berichten aus einem Graubereich zwischen Leben und Tod. 

Heiß umstritten - kein Lockdown in der Schule

Im Amerlinggymnasium in Wien sind 83 Prozent der über 12-Jährigen geimpft und fast alle Lehrerinnen und Lehrer. Die Klassen sind trotz der Freistellung, zu Hause zu bleiben, voll. PCR-Gurgeltests und Schnelltests werden mehrmals pro Woche durchgeführt, die Maskenpflicht wird sehr ernst genommen. Das Beispiel zeigt, wie der Schulbetrieb trotz der massiven vierten Corona-Welle funktionieren kann.

Manche Eltern haben aber Angst vor Infektionen, etwa in überfüllten Schulbussen. Petra Falb aus dem Burgenland ist verärgert darüber, dass es den Eltern selbst überlassen bleibt, ihre Kinder in die Schule zu schicken oder nicht. „Das sät Zwietracht zwischen Schülern, Lehrern und Eltern“, sagt die Mutter eines 14-jährigen Sohnes. Er lernt jetzt zu Hause, um seinen Vater zu schützen, der einer Risikogruppe angehört. Eva Kordesch und Markus Stachl berichten.

Brutale Männer – der lange Leidensweg der Opfer

Am 1. Oktober 2019 bekommt Angelika V. ein Paket. Als sie es öffnet, explodiert eine Bombe und verletzt die dreifache Mutter lebensgefährlich.

Der Absender ist ihr Ex-Mann. Er wird wegen versuchten Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt. Vor diesem Attentat hat er auch seine neue Freundin und Mutter seiner Tochter misshandelt, auch hier gibt es ein Urteil wegen Nötigung und Körperverletzung. Aus dem Gefängnis hat der Mann nun ein Obsorgeverfahren für das gemeinsame Kind erzwungen. "Bei gewalttätigen Ex-Partnern erleben wir es immer wieder, dass Kinder dazu missbraucht werden, weiterhin Macht und Kontrolle gegenüber die Expartnerin auszuüben und sie in Angst zu versetzen“, sagt Roswitha Bucher vom Gewaltschutzzentrum Kärnten. Der Leidensweg beider Frauen ist nicht zu Ende, berichtet Sylvia Unterdorfer anlässlich der Aktion “16 Tage gegen Gewalt“.

Vermisst – das mysteriöse Verschwinden von Adrian Lukas

„Die wollen mich umbringen. Wenn ich mich in einer Stunde nicht telefonisch melde, ist das mein Ende“: Diese SMS-Nachricht schickt Adrian Lukas am 25. September 2017 gegen 13.45 Uhr an seine Familie. Eine Stunde später verschwindet der 35-Jährige spurlos aus St. Anton am Arlberg.

Der Deutsche hat dort auf einer Baustelle gearbeitet. Angeblich gab es Schwierigkeiten mit Kollegen und dem Chef. Adrians Familie fühlt sich von den Behörden im Stich gelassen: Sie und ihr Anwalt klagen an, dass die Polizei trotz der letzten Nachricht, die ein Verbrechen nahelegt, den Fall längst abgeschlossen hat und vorschnell von einem Suizid ausgegangen sei. Christoph Feurstein hat recherchiert.