
Tatort
Gegen die Zeit
Auf Skepsis und Ablehnung stoßen Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser an ihrem neuesten – und vorletzten gemeinsamen – „Tatort“. Die Publikumslieblinge sind im Rennen „Gegen die Zeit“, wenn es neben der Aufklärung des Mordes an einem auf den zweiten Blick umstrittenen Leiter einer sozialpädagogischen WG für männliche Jugendliche auch den schwierigen Spagat zwischen Entschlossenheit und Einfühlungsvermögen zu meistern gilt. Bei der Ermittlungsarbeit ist Ausdauer gefragt, denn die Bewohner der Einrichtung haben negative Erinnerungen an frühere Zusammentreffen mit der Polizei und sind dementsprechend unkooperativ. Von den Betreuern ist auch kein Entgegenkommen zu erwarten, sie wollen das Vertrauen der Jugendlichen schließlich nicht aufs Spiel setzen.
Bei den Dreharbeiten standen im September und Oktober 2025 in Wien neben Harald Krassnitzer (in seinem 62. Fall) und Adele Neuhauser (in ihrem 38. Fall) u. a. wieder Christina Scherrer sowie Roland Silbernagl, Augustin Groz, Ayo Aloba, Emre Cakir, Alperen Köse und Tristan Witzel vor der Kamera. Im Regiesessel nahm nach dem Fall „Dein Verlust“ zum zweiten Mal Katharina Mückstein Platz. Das Drehbuch stammt von Katharina Mückstein und Hermann Schmid.
Mehr zum Inhalt
David Walcher (Roland Silbernagl), der Leiter einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für Jugendliche, wird in den Nachtstunden unweit der Einrichtung niedergeschlagen. Als er am nächsten Morgen von einer Anrainerin tot aufgefunden wird, ist allen klar: Es wird nicht ohne Polizei gehen. Dass das ein Problem darstellt, erfahren Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) sehr bald am eigenen Leib. Die Betreuer Femi (Ayo Aloba), Aras (Emre Cakir) und Simon (Augustin Groz) glauben zwar im Wesentlichen an den Rechtsstaat und seine Institutionen, sie haben aber die Aufgabe, auch nach den abgeschlossenen Ermittlungen weiter für ihre „Buben“ da zu sein und können es sich daher nicht leisten, ihre mühsam gewonnene Arbeits- und Vertrauensbeziehung zu den Jugendlichen zu opfern. Die Bewohner des Heims, männliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, stehen der Polizei sowieso von vornherein feindlich gegenüber, auf Kooperation brauchen die Ermittler:innen also gar nicht erst zu hoffen. Und trotzdem gelingt es Moritz und Bibi mit viel kriminalistischem Gespür, Hartnäckigkeit und Empathie, die Ereignisse am Sonnenhof nach und nach zu rekonstruieren.
David war beispielsweise alles andere als ein unumstrittener Leiter. Seine Ex-Frau hat ihn nur deshalb nicht wegen seiner cholerischen Anfälle angezeigt, weil er sonst seinen Job in der Sozialbranche verloren hätte. Sein Mitarbeiter Femi ist schwer enttäuscht von ihm, weil ihn David nicht gegen rassistische Beschimpfungen in Schutz genommen hat. Einer der Bewohner, der 16-jährige Cihan (Alperen Köse), ist wiederum seit der Mordnacht wie vom Erdboden verschluckt und damit einer der ersten dringend Tatverdächtigen. Wenn auch nicht der einzige, denn der 17-jährige Leon (Tristan Witzel) hat gröbere „Wickel“ sowohl mit David als auch mit den anderen Jugendlichen. Allen gemeinsam sind eine alarmierend schlechte Impulskontrolle und jede Menge schlechte Erfahrungen mit der Polizei. Die können Moritz und Bibi leider auch nicht wettmachen, sie müssen sowohl den Betreuern als auch den Jugendlichen unangenehme Fragen stellen und sie mit weiteren Erkenntnissen konfrontieren. Bei Mahdi kommt noch dazu, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit in Schwierigkeiten gerät, je länger er aus der WG verschwunden bleibt und auf der Straße lebt.
Moritz und Bibi müssen Davids Mörder finden, bevor womöglich die nächste Katastrophe im oder rund um den Sonnenhof passiert.
Hauptdarsteller:innen
Harald Krassnitzer (Moritz Eisner)
Adele Neuhauser (Bibi Fellner)
Christina Scherrer (Meret Schande)
Regie
Katharina Mückstein
Drehbuch
Katharina Mückstein
Hermann Schmid
Schauspieler:innen
Roland Silbernagl (David Walcher)
Augustin Groz (Simon Rechnik)
Ayo Aloba (Femi Olaifa)
Emre Cakir (Aras Barzani)
Alperen Köse (Cihan Özbek)
Tristan Witzel (Leon Prammer)
Christoph Lackner-Zinner (Levi Hubner)
Yakouba Diabate (Oki Okotho Sialo)
Renas Hussin (Mo Mohammed Essa)
Roman Blumenschein (Jürgen Siller)
Melek Saykili (Ada Özbek)
Simonida Selimovic (Jelena Markovic)
Emese Fay (Kristina Modric)
Morteza Tavakoli (Reza)
Miriam Hie (Psychologin)






















