
Report
Sozialhilfe kürzen – aber um wieviel?
2027 soll sie kommen – die österreichweit einheitliche Sozialhilfe. Mit dem bisherigen Fleckerlteppich aus unterschiedlichen Regeln in den Bundesländern soll damit Schluss sein. Ein erster Entwurf aus dem Sozialministerium liegt nun vor, er geht nach dem Prinzip Geld gegen Leistung vor: Wer sich nicht integriert oder dem Arbeitsmarkt entzieht, dem drohen spürbare Kürzungen. In welcher Höhe, diese entscheidende Frage ist in der Dreierkoalition noch nicht ausverhandelt. Die Zeit drängt, und schon jetzt stellen sich erste Bundesländer quer. Ist das Ziel einer einheitlichen Sozialhilfe überhaupt im Interesse der Länder? Und haben die geltenden strengen Regeln einzelner Landesregierungen wirklich mehr Menschen in Beschäftigung gebracht? Ulla Kramar-Schmid und Barbara Krivanek tragen die Argumente zusammen.
Leere Flüsse, teurer Winter
Österreichs Wasserkraftwerke sind eine tragende Säule der heimischen Stromproduktion – mehr als die Hälfte des Stroms wird in normalen Jahren mit Wasser produziert. Doch heuer ist kein normales Jahr. Die Wasserkraft ist in der Krise. Es regnet viel zu wenig – und das bereits seit Jahresbeginn. Die Stromproduktion mit Wasserkraftwerken ist daher um etwa 30 Prozent eingebrochen. In Niederösterreich sind zahlreiche kleinere Wasserkraftwerke aufgrund von Wassermangel überhaupt seit Wochen außer Betrieb. Die Folge: Österreich muss mehr Strom aus Nachbarländern importieren. Und das kann teuer werden, warnen Experten. Welche Lehren müssen Politik und Kraftwerksbetreiber aus diesem Jahr ziehen? Dieser Frage sind Yilmaz Gülüm und Sabina Riedl nachgegangen.

Dazu im Studio: E-Control Vorstand Michael Strebl

Unsichtbare Gefahr
Ob im Frühstückssemmerl, Tomaten oder einem Glas Wein – überall finden sich in unseren Lebensmitteln mittlerweile Ewigkeitschemikalien, wie z.B: Trifluoressigsäure, oder kurz TFA. Und die Menge an Ewigkeitschemikalien nimmt weiter zu, wie eine Auswertung von Zahlen des Umweltministeriums durch Global2000 und die Uni Wien zeigt. Besorgniserregend daran: Allein zwischen 2018 und 2024 hat sich die Anzahl von TFA im Grundwasser verdreifacht. Wie gefährlich sind Ewigkeitschemikalien für Umwelt und Gesundheit, wer ist für den Anstieg verantwortlich und nimmt das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium die Gefahren ernst genug? Laura Franz und Patrick Gruska mit einer Spurensache am Feld, im Labor und in der Politik.

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