Report0623
APA/INGRID KORNBERGER
Wahlgeschenke für die Graz-Wahl

Report

Werbung Werbung schließen

Yilmaz Gülüm präsentiert den „Report“ mit folgenden Themen:

Graz wählt anders

Vor fünf Jahren war es die innenpolitische Überraschung. Das traditionell schwarze Graz wurde kommunistisch. Seitdem regiert Elke Kahr gemeinsam mit den Grünen und der SPÖ die zweitgrößte Stadt Österreichs. Ende Juni wird erneut gewählt und laut allen Prognosen könnte die kommunistische Bürgermeisterin in ihrem Amt bestätigt werden. Was macht Graz so speziell? Schließlich stellt auf Landesebene mit Mario Kunasek die FPÖ den Landeshauptmann. Und wie hat sich Graz in den vergangenen fünf Jahren verändert? Eine Reportage von Laura Franz und Martin Pusch.

Sommer, Sonne, Betreuungslücke? Sommerferien auf dem Prüfstand

454 Euro - so viel zahlen Eltern laut einer aktuellen Umfrage von Marketagent im Schnitt für die Ferienbetreuung ihrer Kinder. Für viele ist das nicht leistbar. Der Wiener Pflichtschul-Elternverein stößt deshalb eine Debatte an: Die Sommerferien sollten gekürzt werden, konkret auf sechs statt neun Wochen. Vom Bildungsministerium kommt dafür vorerst eine Absage. Und auch die Lehrer- und Lehrerinnengewerkschaft stellt sich dagegen. Für zusätzliche Betreuungs- und Schulangebote fehle schlicht das Personal. Barbara Krivanek und Miriam Ressi gehen der Frage nach: wie viel Wochen Ferien sind genug?

Report0623
ORF/Adobe Stock/Oliver Boehmer - bluedesign®
Schultafel mit Schriftzug "Ferien" (Symbolbild)

Dazu im Interview: Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS)

Report0623
APA/HELMUT FOHRINGER
Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS)

Inklusion: Genügend

Bei der Inklusion von Kindern mit Behinderung hat Österreich immer noch ein Aufholbedarf. Die UN-Behindertenrechtskonvention beanstandet, dass ein Drittel der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf separat in Sonderschulen und nicht in inklusiven Klassen unterrichtet wird.  Während in der Steiermark nur 16 Prozent der betroffenen Kinder eine Sonderschule besuchen, ist es in Wien und Niederösterreich rund jedes zweite Kind. Damit alle Kinder in Inklusionsklasse unterrichtet werden können, müsste man das ohnedies knappe Geld von den Sonderschulklassen zu den inklusiven Klassen umverteilen. Dafür braucht es noch Überzeugungsarbeit, denn manche Bundesländer schwören auf die Trennung von Kindern mit und ohne Behinderung im Klassenzimmer. Dabei belegen Studien, dass die meisten vom inklusiven Modell profitieren würden, wie Barbara Krivanek und Sabina Riedl aufzeigen.

Report0623
FOTO: APA/HARALD SCHNEIDER
Schriftzug "Sonderschule" an einer Schule in Niederösterreich

Sportwetten-Chaos

Sie sind aktuell unübersehbar: Die Werbungen für Sportwetten während der Fußball-Weltmeisterschaft. Was dabei als harmloses Freizeitvergnügen für Fußball-„Experten“ wahrgenommen wird, kann in der Realität zum pathologischen Suchtverhalten werden. Dafür gäbe es eigentlich einen Spielerschutz, der das finanzielle Risiko für Wettkunden minimieren soll. Doch der ist in Österreich 9-mal unterschiedlich geregelt und wesentlich lockerer als im Glücksspiel. Denn die Sportwette gilt hierzulande – im Gegensatz zu allen anderen EU-Ländern –als Geschicklichkeitsspiel und ist deshalb Ländersache. Nach der Einigung im Glücksspiel könnte sich aber auch bald die Zuständigkeit bei Sportwetten ändern, wie der Entwurf des aktuellen Ministerratsvortrags zeigt, der dem Report zugespielt wurde: Der Finanzminister plant eine bundesweit einheitliche Regelung, braucht dafür aber die Zustimmung der Landeshauptleute. Und so wird die Sportwette zum Einsatz im großen Verhandlungspoker rund um die Reformpartnerschaft zwischen Bund und Ländern, berichten Yilmaz Gülüm und Emanuel Liedl.

Report0326
ORF
Sportwetten am Handy

Der „Report“ auf X: @report_orf

Der „Report“ auf bluesky: @orfreport

All unsere Interviews, Hintergründe zur Sendung sind nun auch auf YouTube zu sehen und zu hören, unter: ORF KONTEXT Stichwort Report