
Bürgeranwalt
Mindestsicherung verspätet ausbezahlt
Frau L. ist 52 Jahre alt und hat zuletzt als Sicherheitsbedienstete bei Gericht gearbeitet. Nach zwei schweren Krankheiten ist die Frau nun seit zwei Jahren arbeitslos, hat aber zuletzt auch geringfügig gearbeitet. Aufgrund ihrer Erkrankungen und ihrem geringen Einkommen stehen der 52jährigen auch noch monatlich 480 Euro Mindestsicherung zu. Dennoch hat es knapp vier Monate gedauert, bis sie die Mindestsicherung erhalten hat. Nur dank der finanziellen Unterstützung ihrer Kinder sei sie damals über die Runden gekommen, erklärt die Frau. Nachdem die Mindestsicherung nun wieder seit mehr als vier Monaten überfällig ist, hat sich Frau L. hilfesuchend an Volksanwalt Achitz gewandt.

Warum bekommt Frau D. nicht die Kur, die ihr hilft?
Veronika D. leidet seit Jahren an einer Schuppenflechte mit Gelenksbeteiligung. Die Lebensmittelverkäuferin fürchtet deshalb um ihren Job, weil der Ausschlag auch ihre Hände betrifft. Als sie noch bei der SVS versichert war, wurde ihr eine Kur in Bad Gastein mit Einfahrten in den Radon-Heilstollen bewilligt. Diese Therapie war bis jetzt die Einzige, die Frau D. nachhaltig geholfen hat. Mittlerweile ist sie bei der PVA versichert – diese bezahlt ihr die Einfahrten in den Heilstollen nicht, unter anderem da bei ihr nicht die dafür notwendige Indikation vorliege. Wir haben über diesen Fall im Vorjahr erstmals berichtet und jetzt nachgefragt, ob sich für Frau D. etwas zum Besseren gewendet hat.

Volksanwalt Mag. Bernhard Achitz

Bernhard Achitz ist seit 2019 Volksanwalt. Er ist zuständig für Soziales, Pflege und Gesundheit. Auf Bundesebene prüft er Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung sowie die Arbeitsmarktverwaltung und die Bereiche Jugend und Familie. Anliegen von Menschen mit Behinderungen, aber auch Themen wie Mindestsicherung, Grundversorgung und Gesundheitsverwaltung bis hin zur Jugendwohlfahrt, dem Tierschutz und dem Veterinärwesen fallen auf Landesebene in seinen Aufgabenbereich. Außerdem ist Achitz Generalsekretär des International Ombudsman Institute (IOI)
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Streit um Beweidung in Apetlon
Ein Weide-Streit rund um die Bewirtschaftung im Nationalpark-Seewinkel dauert schon seit Jahren an - die Lange Lacke ist deshalb sogar eingezäunt. Wer hat hier warum welche Nutzungsrechte und welche Interessen? Welche Rolle spielt das Land Burgenland? Wie könnte eine Lösung im Sinne aller Beteiligten in Zukunft ausschauen? Zudem: Dürfen Rinder des hiesigen Bauern überhaupt noch weiden – oder darf ein auswärtiger Betrieb seine Rinder - eingezäunt - weiden lassen?
