Bürgeranwalt
ORF/Hans Leitner
Im Bild: Peter Resetarits.

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Unerwünschter Transport 

Nach einem Skiunfall wird die Niederösterreicherin Kathrin E. - anders als ursprünglich mit den Ersthelfern vereinbart - mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Medizinisch notwendig war der Transport nicht. Wenige Tage später folgte die Rechnung des Roten Kreuzes: Rund 8.000 Euro soll Frau E. für den Einsatz bezahlen. Sie hat den Betrag nicht bezahlt, weil ihr noch am Unfallort zugesichert worden sei, dass für sie keine Kosten anfallen. Frau E. hat sich an die Redaktion, die Volksanwaltschaft und die Arbeiterkammer gewandt – und das Rote Kreuz hat den Fall noch einmal geprüft. Im Studio kritisiert Volksanwalt Bernhard Achitz die Vorgehensweise rund um den Rettungstransport von Frau E.

Im Bild ist die über 8.000,- Euro hohe Rechnung des Roten Kreuzes für den Hubschraubereinsatz zu sehen
ORF / Tom Gerhartl
Warum wurde der Einsatz trotz Zusicherung von Kostenfreiheit dann doch verrechnet?

Volksanwalt Mag. Bernhard Achitz

Volksanwalt Mag. Bernhard Achitz
Volksanwaltschaft / Paul Gruber
Volksanwalt Mag. Bernhard Achitz

Bernhard Achitz ist seit 2019 Volksanwalt. Er ist zuständig für Soziales, Pflege und Gesundheit. Auf Bundesebene prüft er Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung sowie die Arbeitsmarktverwaltung und die Bereiche Jugend und Familie. Anliegen von Menschen mit Behinderungen, aber auch Themen wie Mindestsicherung, Grundversorgung und Gesundheitsverwaltung bis hin zur Jugendwohlfahrt, dem Tierschutz und dem Veterinärwesen fallen auf Landesebene in seinen Aufgabenbereich. Außerdem ist Achitz Generalsekretär des International Ombudsman Institute (IOI)

Kontakt zur Volksanwaltschaft

Teurer Hubschraubereinsatz

Der 14jährige Daniel K. hat sich beim Schiurlaub in Kärnten den Arm gebrochen. Ein Mitarbeiter des Pistendienstes eilte zur Unfallstelle und man bot ihm an ihn mit einem Schneemobil ins Tal zu bringen. Als der Bub die Sorge äußerte, ob das mit dem verletzten Arm ginge, wurde ein Rettungshubschrauber bestellt. Die Kosten dafür soll Daniel K. bzw. sein Vater übernehmen. Der kritisiert, dass die Hubschrauberrettung unnötigerweise veranlasst worden sei. Das Gericht hat jetzt zugunsten der Hubschrauberfirma entschieden. Deren Geschäftsführer erläutert die Voraussetzungen im Interview.

Ein Hubschrauber der ARA Luftrettung ist zu sehen
ORF / Tom Gerhartl
War der Hubschraubereinsatz gerechtfertig?

FinanzOnline-Labyrinth

Herr H. wendet sich mit einem kurios anmutenden Problem an die Redaktion Bürgeranwalt. Er nützt seit Jahren FinanzOnline für die Steueragenden der Familie. Im Herbst 2025, nachdem die verpflichtende 2-Faktor-Authentifizierung eingeführt wurde, will er dazu die ID-Austria auf seinem Handy installieren, um Zugriff auf sein Postfach zu bekommen. Doch auf seinem 8 Jahre altes Handy ist das nicht möglich. Was danach beginnt, ist kaum nachvollziehbar. Er bittet in einem Brief an das Finanzamt darum, die Bescheide wieder per Brief-Post zu erhalten, bis er ein neues Handy kauft. Dies wird abgelehnt, denn eine Abmeldung von Finanzonline sei nur über die ID-Austria möglich. Wie ist dieses Problem zu lösen? Experten erläutern das im Studio.

Eine Internetseite, mit der Abfrage ob ein Zugang zu ID-Austria gewünscht werde, ist zu sehen
ORF / Gerd Fellner
Die Abmeldung von FinanzOnline ist nur über ID-Austria möglich - genau das ist das Problem