Vom Singspiel zum Spektakel
Zum ersten Mal in der Geschichte der Bregenzer Festspiele ist auf der Seebühne sein Publikumshit „La traviata“ in der Regie von Damiano Michilietto gezeigt, die schon zu Ostern für heuer ausverkauft war.zu sehen. Sie ist wohl eine der berühmtesten Opern der Welt, zugleich einer der größten Skandale der Musikgeschichte.

Denn der Komponist stellte eine Prostituierte ins Zentrum, was für Empörung sorgte. Mit ihrer spektakulären Kulisse wird die Seebühne zum Spiegel einer Welt, in der eine Frau an der Liebe zerbricht. Alle Vorstellungen sind bereits ausverkauft, der ORF überträgt die Vorstellung am 24. Juli live.

Insgesamt werden für die rund vierwöchigen Festspiele etwa 250.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Und doch haben die Veranstalter ihre liebe Not mit dem Geld. Im vergangenen Jahr wurde das renommierte Festival von Subventionskürzungen überrascht, die über zwei Jahre ein Minus von 4,2 Millionen Euro ausmachen. Von den 25 Millionen Euro Jahresbudget muss die GmbH etwa 80 Prozent selbst erwirtschaften.
TV-Beitrag: Sandra Ölz
