Pulp Fiction

Pulp Fiction

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Quentin Tarantinos starbesetzte Gangsterfilm-Hommage

In einer brillanten Aneinanderreihung von zunächst zusammenhanglosen Episoden kreuzen sich die Wege eines Ganovenpärchens, zwei Auftragskillern und eines Preisboxers.

Inhalt

Das Ganovenpärchen Honey Bunny und Pumpkin plant in einem Coffee Shop seinen nächsten Coup. Profikiller Vincent Vega und Jules spielen zur selben Zeit Todesengel. Gleichzeitig wird der Boxer Butch Coolidge von Gangsterboss Marcellus bestochen, seinen nächsten Kampf zu verlieren. Binnen 24 Stunden kreuzen sich die Wege all dieser Kriminellen in Los Angeles zufällig - und doch schicksalhaft.

Im Bild: John Travolta, Samuel L. Jackson.
ORF/Paramount Pictures
Im Bild: John Travolta, Samuel L. Jackson.

Goldene Palme, Oscar und Golden Globe

Quentin Tarantinos geniales Meisterstück nach „Reservoir Dogs“ wurde bei den Filmfestspielen in Cannes im Jahre 1994 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, erhielt insgesamt sechs Oscar- und fünf Golden-Globe-Nominierungen. Die Drehbuchautoren Tarantino und Roger Avary nahmen je einen Oscar und einen Golden Globe für das Skript entgegen. Tarantino gelang das Kunststück, mit einem vergleichsweise geringen Budget von acht Millionen US-Dollar - viele der von Tarantino engagierten Stars verzichteten auf die Gage oder spielten für ein Butterbrot - einen Film zu drehen, der am Startwochenende in den USA bereits 9,3 Millionen Dollar einspielte.

Tarantino verknüpft drei Episoden rund um die kriminellen Energien von zwölf Personen zu einer teils beinharten, teils komischen Hommage an den klassischen Hollywood-Gangsterfilm. Bei Titel und Handlung ließ er sich von den billigen, populären Krimiheften der 30er und 40er Jahre, etwa „Black Mask“, inspirieren, die auf schäbigem Papier - Pulp genannt - gedruckt waren.

Im Bild: John Travolta (Vincent Vega).
ORF/Paramount Pictures/Linda Chen
Im Bild: John Travolta (Vincent Vega).

Grandiose Besetzungsliste

John Travoltas tot geglaubte Hollywood-Karriere erhielt mit seiner selbstironischen Darstellung des Killers Vincent den dringend benötigten Kick und brachte ihm eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein. Samuel L. Jackson („Star Wars: Episode 1“ und „Star Wars: Episode II“), der erneut für Tarantino vor der Kamera in „Kill Bill“ stand, wurde 1994 als Bester Nebenrollendarsteller für einen Oscar und einen Golden Globe vorgeschlagen.

Im Bild: Maria de Medeiros, Bruce Willis.
ORF/Paramount Pictures
Im Bild: Maria de Medeiros, Bruce Willis.

Bruce Willis („Der sechste Sinn“, „Unbreakable“) spielt den abtrünnigen Preisboxer und zeigte eine ungewohnt sanfte Seite gegenüber seiner Co-Partnerin Maria de Medeiros (Anaïs Nin in „Henry & June“). Uma Thurman wurde für „Pulp Fiction“ für einen Oscar und einen Golden Globe nominiert.

Im Bild: Harvey Keitel (The Wolf), Dick Miller (Monster Joe).
ORF/Paramount Pictures/Linda Chen
Im Bild: Harvey Keitel (The Wolf), Dick Miller (Monster Joe).

„Bad Lieutenant“ Harvey Keitel spielte schon in Tarantinos „Reservoir Dogs“ und „From Dusk Till Dawn“, zu dem der Regisseur das Buch schrieb. Tim Roth war in „Reservoir Dogs“ und in Tarantinos Episode von „Four Rooms“ zu sehen. Amanda Plummer ist bekannt aus „König der Fischer“, Rosanna Arquette aus Cronenbergs „Crash“ und Luc Bessons „Die große Tiefe“. Oscar-Preisträger Christopher Walken („Catch me if you Can“) spielte unter anderem im von Tarantino geschriebenen „True Romance“.

Hauptdarsteller
John Travolta (Vincent Vega)
Bruce Willis (Butch)
Uma Thurman (Mia)
Samuel L. Jackson (Jules)
Harvey Keitel (The Wolf)

Regie
Quentin Tarantino

Drehbuch
Quentin Tarantino

Kamera
Andrzej Sekula

Musik
Karyn Rachtman