Der Untergang der Habsburger - Die Schlacht bei Königgrätz (1)
ORF/EPO-Film/Benny Paya
Im Bild: Die tschechischen Soldaten Ladislav Prokop (Vaclav Holinka), Pekny (Jan Jakubal) und Fiala (Roman Blumaier) auf dem Schlachtfeld beim Angriff auf den Svibwald.
Zweiter und letzter Teil:

Universum History

Der Untergang der Habsburger - Die Schlacht bei Königgrätz (2)

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Die Schlacht bei Königgrätz 1866 als historischer Wendepunkt: Österreichs Niederlage schafft ein Deutschland ohne Österreich – und verschiebt Europas politische Ordnung mit weitreichenden Folgen.

Königgrätz bringt das Ende der habsburgischen Dominanz in Mitteleuropa, ebnet den Weg zu einem geeinten deutschen Nationalstaat und schürt die Rivalität zwischen Frankreich und Deutschland. Die in Österreich als Schmach empfundene Niederlage gegen die Preußen legt den Grundstein für ein preußisch geprägtes Deutsches Kaiserreich ohne Österreich und befeuert zudem die Nationalitätenkonflikte innerhalb der Habsburgermonarchie. Fazit: Die Gräben, die sich 1866 auftun, führen in fataler Konsequenz zur Katastrophe des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Gleichzeitig liegt in Königgrätz die Wurzel einer bis heute existierenden nachbarschaftlichen Rivalität und zur Herausbildung einer eigenen österreichischen Identität in Abgrenzung zu Deutschland.

Der Untergang der Habsburger - Die Schlacht bei Königgrätz (2)
ORF/EPO-Film/Benny Paya
Im Bild: Die Soldaten im Svibwald. (1. Reihe v.l.n.r.): der österreichische Jäger (David Ketter), der tschechische Soldat Ladislav Prokop (Vaclav Holinka), ein preußischer Soldat (Jonas Langlet).2 Reihe v.l.n.r.): zwei österreichische Soldat (Alexander Linus Grübling, Stiliyan Denev).



Die zweiteilige „Universum History“-Neuproduktion „Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ – Koproduktion von ORF, ZDF/Arte, Česká televize und EPO-Film, gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und Filmfonds Niederösterreich, mit Unterstützung von ORF-Enterprise – beleuchtet diesen Wendepunkt der österreichischen Geschichte am Freitag, dem 23. und 30. Oktober, jeweils um 22.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON aus einem völlig neuen Blickwinkel. „Wir zeigen, wie wir wurden, wer wir sind: Denn in Königgrätz beginnt auch die Suche nach einer eigenständigen österreichischen Identität – inklusive der teils unbewussten Ressentiments den ‚Piefke‘ gegenüber, die in der für Österreich schmachvollen Niederlage von Königgrätz wurzeln“, so Autor und Regisseur Fritz Kalteis.

Der Untergang der Habsburger - Die Schlacht bei Königgrätz (2)
ORF/EPO-Film/Benny Paya
Die Preußin Antonie von Holzhausen-Gablenz (Henrietta Rauth) zeigt ihrem Mann zum ersten Mal ihren gemeinsam Sohn, der während dem Krieg geboren wurde.

„Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ – Teil 2



Am 3. Juli 1866 steht einander fast eine halbe Million Soldaten bei Königgrätz gegenüber. Eine Schlacht, die das Schicksal Habsburgs entscheiden wird. Die beiden Soldaten Heinrich von Gablenz und Ladislav Prokop geraten in das blutige Gemetzel im Svib-Wald, in dem innerhalb weniger Stunden mehr als 4.000 Männer sterben. Der Überlieferung nach auch wegen dem Schnellfeuer der preußischen Gewehre. Gleichzeitig bangt Offiziersfrau Antonie von Holzhausen-Gablenz um das Schicksal ihrer Brüder sowie um das ihres Mannes. Die Tragödie der Zivilisten im Umfeld der Schlacht betrachtet „Der Untergang der Habsburger – Die Schlacht bei Königgrätz“ aus Sicht des Bauernsohnes Josef Volf. Die in Österreich als Schmach empfundene Niederlage bei Königgrätz markiert auch den Beginn eines neuen Zeitalters: Österreich wird aus Deutschland verdrängt, die Nationalitätenkonflikte innerhalb der Habsburgermonarchie intensivieren sich, die Weichen für den Ersten Weltkrieg werden damit gestellt.



Buch & Regie: Fritz Kalteis
Koproduktion: Epofilm, ORF, ZDF/ARTE, CT