
Rezeptfrei!
In der neuen ORF-Kulturreihe „Rezeptfrei!“ wird beleuchtet, was kreatives Tun Positives in uns auslösen kann. Dabei geht es nicht um das perfekte Bild oder den perfekten Ton, sondern darum, sich selbst bewusst Gutes zu tun. Die Zuseher:innen werden ermutigt, Dinge auszuprobieren.
Die Künstlerin und Kunsttherapeutin Martina Toman findet zum Beispiel, dass der konzentrierte Blick beim Malen gerade in Zeiten der visuellen Flut enorm hilfreich sein kann.

Die beiden Opernsängerinnen Bea und Jennifer probieren es in Folge 3 gemeinsam mit ihr aus.
Kurz erklärt
Quelle: Clow & Fredhoi, „Normalisation of salivary cortisol levels and self-report stress by a brief lunchtime visit to an art gallery by London City workers”, Journal of Holistic Healthcare, 2006
Studien zeigen, dass es die Stimmung hebt, wenn wir Kunst betrachten. Dabei kann sich der Körper entspannen: Das Stresshormon Cortisol sinkt, und im Gehirn werden Belohnungs- und Emotionsareale aktiv.
Quelle: Trupp et al., „Can a Brief Interaction With Online, Digital Art Improve Wellbeing?”, Frontiers in Psychology, 2022
Forschende der Universität Wien fanden Hinweise, dass Kunstwerke im Museum stärker auf uns wirken können als Abbildungen davon. Aber auch online ist Kunst heilsam, bereits nach drei Minuten Betrachtung können die Stimmung verbessert und Angst und Einsamkeit verringert werden.
Quelle: Kaimal et al., „Reduction of cortisol levels and participants’ responses following art making”, Art Therapy, 2016). Zudem fördert es die Feinmotorik und fordert Konzentration und Koordination.
Konzentriertes Malen und Zeichnen kann Stress senken: In einer Studie sank nach 45 Minuten Gestalten bei drei von vier Teilnehmenden der Cortisolspiegel.
Gestaltung
Heidi Neuburger-Dumancic, Hanna Jungwirth