Was für ein Glück
„Ich möchte kein Eisbär sein, ich möchte eine Zukunft“ heißt eine pointierte Songzeile, die wohl ganz exemplarisch für ihre tröstende Musik zum Untergang der Welt steht. Geschrieben hat sie die Salzburger Band, die sich sarkastisch „Endless Wellness“ nennt und mit ihren Songs den richtigen Ton für die Verlorenheit ihrer Generation gefunden hat - quasi als ironisches Aufbegehren gegen ihr unentrinnbares Schicksal.
Endless Wellness, das sind vier Menschen, die seit 13 Jahren befreundet sind und schon seit ihren Teenagertagen Musik machen. Der amtliche Start ihres Projekts war nur noch eine Frage der Zeit.
Auch wenn ihr Projekt erst seit 2021 besteht, liefert die enge Freundschaft die Basis. Ihre Musik, die irgendwo zwischen Fuzz-Folk und Indie angesiedelt ist, samt ihren Themen, entsteht beim Diskutieren, mal locker dann wieder verloren, mal melancholisch dann wieder albern.
In ihrer Jugend haben die vier Musiker:innen mit ausländerfeindlichen, rechtsextremen und frauenfeindlichen politischen Debatten zu tun gehabt, mit vorgefassten Frauen- und Männerbildern, und mit den Erkenntnissen des Club of Rome sowieso.
Es war das neue Jahrtausend, die sogenannte Polykrise nahte und die Jugend musste was tun.
Im Frühjahr haben Endless Wellness ihr Debüt-Album mit dem Titel „Was für ein Glück“ vorgelegt, alternative Liebeslieder für Achtsamkeit und Zuversicht sind dabei entstanden. Nach ihrer Deutschland-Tournee legte die Band jetzt auch in der Wiener Arena einen Stopp ein.
Der kulturMONTAG mit einem Porträt.
TV-Beitrag: Madeleine Geosits