
Zurück zur Natur
Wien
Mariahilf ist als der 6. Wiener Gemeindebezirk einer der kleinsten der Stadt und auch durch seine vielen Stufen und Treppen bekannt. Hier werkt Alexandra Liberda, ihre Passion ist das Fermentieren. Diesmal veredelt sie die heimischen Käferbohnen auf indonesische Art zu Tempeh. Als Taschnerin erhält Katrin Motter dieses alte Handwerk am Leben. Und Kräuterpädagogin Marie-Elisabeth Gantner zeigt Maggie Entenfellner, wie man gepresste Wildkräuter zu kleinen Kunstwerken gestaltet.

Katrin Motter - Taschnerin
Mollardgasse 85a
Werkstättenhof 2
1060 Wien
www.wienerleder.com
Katrin Motter suchte neben ihrem Jus-Studium einen handwerklichen Ausgleich und fand diesen im Herstellen von Taschen. 2016 nähte sie ihre erste, auf einer einfachen Nähmaschine, damals noch aus Kunstleder. Katrins nächstes Ziel war die Verwendung von echtem Leder, dazu brauchte es aber andere Geräte und neues Wissen. Dieses konnte sie bei einem alten Taschner in Wien erwerben. Bald darauf konnte sie ihre Werkstatt in der Mollardgasse öffnen und produziert seither hochwertige Leder-Taschen.

Alexandra Liberda – Expertin für Fermentation
Augora Fermente
Stumpergasse 1A
1060 Wien
Tel. +43 660 9599 767
www.augora.at
Alexandra Liberda wuchs auf einem Bauernhof in Oberösterreich auf. Sie studierte Archäologie und arbeitete danach in der IT-Branche, bevor sie ihre Leidenschaft für das Fermentieren entdeckte. Damals, vor knapp 20 Jahren, war das Fermentieren in Österreich bis auf Sauerkraut und Salzgurken noch ziemlich exotisch, jetzt ist es in aller Munde. Lange Jahre hat Alexandra in ihrer Wohnung mit dem Fermentieren experimentiert, 2021 hat sie ihr Geschäft eröffnet und bekommt mittlerweile viel überschüssiges Obst und Gemüse von Bekannten und Freunden zum Weiterverarbeiten.

Marie-Elisabeth Gantner - Kräuterpädagogin
Atelier Wunderkammer
Esterházygasse 11A
1060 Wien
Tel. +43 676 908 56 71
www.atelier-wunderkammer.at
Marie-Elisabeth Gantners Interesse an Kräutern begann schon in jungen Jahren. Erst viel später sollte sich die Grafikerin, Sozialberaterin, Kunsttherapeutin auch beruflich damit befassen. Denn dass sie eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin gemacht hat, lag an einer zum Glück glimpflichen Verwechslung von Beifuß mit dem hochgiftigen Eisenhut. Jetzt stellt sie Teemischungen und Kräuterliköre her, hauptsächlich nützt sie jedoch ihr Wissen, um aus ihren Kräutern Kunstwerke herzustellen: Sie presst Blumen und Kräuter, die sie in der Umgebung sucht, um sie dann auf Bildern mit Aquarellmalerei in Szene zu setzen. Gemeinsam mit Maggie wird heute ein Kräuterbild hergestellt.