Zurück zur Natur
ORF/Ab Hof TV Produktion
Im Bild: Angelika Thaler-Zugg und Maggie Entenfellner beim Kräuter sammeln.
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Zurück zur Natur

Montafon

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Das Montafon im südlichen Vorarlberg ist eines der ursprünglichsten Täler mit eigener Sprache und eigener Identität. Die Landwirtin Kerstin Kessler hat die Herstellung der eigenwilligen Kopfbedeckung namens Mäßli wieder ins Tal gebracht. Die junge Haubenköchin Janine Wieland präsentiert heute erstmals ihre aufwändige Sommerdessert-Kreation: Mädesüßparfait am Stiel mit Limette-Estragon-Gel und italienischem Zitronenkuchen!  Und Kräuterfrau Angelika Thaler-Zugg stellt heute mit Maggie Entenfellner ein Knabbergebäck namens Stängli her.

Janine Wieland - Küchenchefin

Hotel Löwen
Silvrettastraße 8
6780 Schruns
Tel. +43 5556 7141
www.loewen-hotel.com

Rezepte Montafon

Janine Wieland wurde die Liebe zur Gastronomie in die Wiege gelegt. Ihr Vater ist Koch und ihre Mutter Annette war als die jüngste Hüttenwirtin Österreichs bekannt. Schon als Kleinkind hat Janine mit Eifer mitgeholfen, ihre Leidenschaft hat sie zur ersten Haube mit 24 Jahren geführt. Jetzt ist sie Küchenchefin in der Brasserie Leonie im Hotel Löwen - und ihre Mutter macht für sie den Service. Dort bekocht Janine mit nur zwei Mitarbeitern bis zu 40 Gäste. Ein Job, den sie als Spitzensport beschreibt. Ihre große Passion ist die Patisserie, dort kann sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen wie dieses Mal: Mit einem Mädesüß-Parfait am Stiel mit Blüten, einem Gel aus geräucherten Limetten und  Estragon und einem italienischen Zitronenkuchen zeigt sie, was ihre Kreationen ausmacht.

Angelika Thaler-Zugg – Kräuterpädagogin

Ziggamweg 227a
6791 St. Gallenkirch
Tel. +43 680 23 56 305

Rezepte Montafon

Angelika Thaler-Zugg ist im Montafon tief verwurzelt. Von ihrem Haus in St. Gallenkirch sieht sie hinauf auf Garfrescha, wo sie die ersten Jahre ihrer Kindheit verbracht hat. Das Elternhaus wird von Angelika immer noch als Sommersitz genutzt. Hier heroben findet Angelika auch die Kräuter, die sie für Tinkturen, Öle oder Seifen nützt. Das Kräuterwissen hat sie zwar von ihrem Vater gelernt, das Interesse dafür wurde bei Angelika aber erst Jahre später geweckt, als sie eine eigene Familie hatte, das ist aber auch schon 40 Jahre her. Mittlerweile bringt sie ihren Enkeln die Kräuter näher und backt mit ihnen z.B. Stängeli. Für uns bereitet sie außerdem mit Maggie Entenfellner ein Bergkräuter-Oxymel zu.

Kerstin Keßler – Landwirtin und Filzerin

Zelfenstraße 53
6774 Tschagguns
Tel. +43 664 1528959
k.kessler@vol.at

Kerstin Keßler lebt mit ihrer Familie in einem Hof-Verbund mit Kühen und Montafoner Steinschafen. Von dieser regionalen Rasse besitzt sie derzeit 6 Stück. Diese Tiere pflegen gerade auf ihrer Maisäß die Wiesen, bevor es für sie auf die Hochalm geht. Die Schafwolle nützt Kerstin, um u.a. die traditionelle Kopfbedeckung, das Mäßli, zur aufwändigen Montafoner Tracht gehörend, zu filzen. 2021 hat sie damit begonnen und hat damit die Mäßli-Produktion zurück ins Montafon gebracht, denn davor mussten die eigenwilligen Wollmützen in Deutschland bestellt werden. Ein Mäßli herzustellen ist recht aufwändig, denn das Kopfteil muss sehr fest gefilzt werden, damit der haarige Deckel nicht kippt. Die langen Haare werden danach am Deckel, genau nach den alten Vorlagen mit einem Kreuz in der Mitte aufgefilzt und ausgekämmt.