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Grönland, die größte Insel und nördlichste Landfläche der Erde - inmitten der Arktis: Schnee, Eis aber auch zahlreiche Bodenschätze, was die Insel für Trump interessant macht.

WeltWeit

Machtgier. Trumps Griff nach fremden Ländern.

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Seit fast einem Jahr ist Donald Trump wieder im Amt und als Präsident der USA der mächtigste Mann der Welt. Seine Politik orientiert sich am „Recht des Stärkeren“, damit bringt er gerade die gesamte Weltordnung ins Wanken. Sein letzter Coup: eine militärische Blitzaktion in Venezuela und die Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro. Auch in Grönland schließt Trump einen Militäreinsatz nicht aus, denn die Insel sei für die nationale Sicherheit der USA entscheidend, um Gegner in der Arktis abzuschrecken. Die WeltWeit-Reporter:innen haben sich in den Ländern umgesehen, nach denen Trump so gierig greift.

Es sind die enormen Ölreserven, die Venezuela für Trump so begehrenswert machen. Lange galt das Land als eines der reichsten Länder Lateinamerikas. Doch Jahre der Misswirtschaft haben es in eine tiefe Krise gestürzt. Es gab kaum Berichte aus Venezuela, denn unabhängigen Journalist:innen hat das Land meist die Einreise verweigert. Isabella Purkart ist es vor wenigen Monaten gelungen, hinter die Kulissen des bröckelnden Regimes zu blicken und mit den Menschen im Land zu sprechen: Sie trifft Lisandro Pérez, ein glühender Chavist, der sein Land auf dem richtigen Weg sieht und die Politikwissenschaftlerin Iris, die sich für die Opposition engagiert und deshalb fürchtet verhaftet zu werden. Seit Jahren ist das Land geprägt von politischer Instabilität und einer anhaltenden humanitären Notlage.

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Isabella Purkart mit dem Regimebefürworter Lisandro Pérez im berüchtigten Viertel 23 de Enero in Caracas.

Grönland, das zu Dänemark gehört, ist ebenfalls reich an Bodenschätzen und noch dazu geopolitisch und strategisch für die USA bedeutend. Schon kurz nach seinem Amtsantritt 2025 hat Trump seine Absicht, die Insel kaufen oder einnehmen zu wollen, kundgetan. Michael Mayrhofer hat sich damals ein Bild davon gemacht, wie es den Einwohnerinnen und Einwohnern damit geht. Selbst der größte Trump-Fan Grönlands lehnt einen Ausverkauf seiner Heimat ab. Die Menschen haben schon damals gefürchtet, dass ihre Insel zum Spielball politischer und wirtschaftlicher Interessen wird. Wie sieht es heute damit aus?

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Michael Mayrhofer war für eine WeltWeit-Reportage in Grönland und hat den größten Trump-Fan der Insel getroffen.

Spitzbergen gehört offiziell zum NATO-Land Norwegen. Die Region knapp unter dem Nordpol hat große strategische Bedeutung nicht nur für Trump, sondern auch für Russlands Präsident Putin: die Arktis gilt als geopolitische Arena im Kampf um Macht und Einfluss der Großmächte. Russland will über die Nordostpassage maßgeblich seine Rolle als Energiegroßmacht bewahren. Vanessa Böttcher war in Longyearbyen, dem nördlichsten Ort der Welt, an dem noch Menschen leben, unterwegs und hat herausgefunden, dass - obwohl hier mehr Eisbären als Menschen leben - viele fürchten, der hohe Norden könne bald Schauplatz eines neuen Krieges werden.

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Vanessa Böttcher berichtet aus dem norwegischen Spitzbergen – die Inselgruppe knapp unter dem Nordpol hat große strategische Bedeutung - nicht nur für Trump.