Ein Krampus mit zwei Perchten

APA/BARBARA GINDL

Krampus: Brauchtum oder Gewaltexzess

Der 5. Dezember ist der Krampustag. Haben Sie schlechte Erinnerungen aus Kindheitstagen? Ist er vielleicht zu Ihnen nach Hause gekommen, oder sie haben Umzüge auf der Straße erlebt? Leider kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen bei Krampus- oder Perchtenveranstaltungen. Dem Brauchtum werden daher Grenzen gesetzt. Und so darf ein Krampus längst nicht mehr alles, was er früher durfte.

Anonym und ungeniert auf das Publikum losgehen und im schlimmsten Fall Zuseherinnen und Zuseher verletzen, diesen Ruf schaffen Perchten und Krampusse in letzter Zeit nicht abzuschütteln. Der moderne Krampus nimmt jetzt jedoch die Maske ab und zeigt sein wahres Gesicht. Nach Perchtenattacken ziehen nun Brauchtumspfleger in Klagenfurt durch die Straßen, um ihr böses Image zu korrigieren.

Alkoholverbot als Folge der Ausschreitungen

Nicht nur in Kärnten kam es in den vergangenen Wochen bei Perchtenveranstaltungen zu Gewalt und in der Folge zu Anzeigen wegen Körperverletzungen. Auch in anderen Bundesländern sorgen Ausschreitungen bei Krampusläufen jedes Jahr für Schlagzeilen. Die Lust am Angstmachen, gerät unter dem Schutz der Anonymität leicht außer Kontrolle. In der Gruppe und im Rausch traut sich so mancher dann fester zuzuschlagen. Jetzt soll dem Theater der Finsternis mit strikten Alkoholverboten ein Ende bereitet werden. Polizei und private Sicherheitsdienste überwachen das Geschehen. Ketten und Peitschen sind bei den meisten Veranstaltungen verboten. Jeder verkleidete Krawallmacher erhält eine Nummer und haftet für sein Tun.

Sendungshinweis: „Guten Morgen Österreich“, 05.12.2017, 6.30 - 9.30 Uhr, ORF 2

So soll Brauchtum ohne Gewalt gelebt werden. Nadja Mader und Jan Matecjek sprechen zu diesem Thema mit einem begeisterten Krampusläufer und fragen was ihn am schaurig-schönen Treiben fasziniert. Außerdem ist Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich zu diesem Thema zu Gast.

Die „Guten Morgen Österreich“-Experten

  • Johann Baumschlager, Sprecher Landespolizeidirektion NÖ
  • Alexander Rausch, Obmann Krampusgruppe Dionysos Pass