Leben mit dem Lärm

Unser Leben ist zunehmend laut. Ob Straßen- oder Flugzeuglärm, ob in der Arbeit oder in der Freizeit. Dauerbeschallung belastet unsere Ohren, und nicht nur diese. Lärm kann auf Dauer krank machen.

Eine Studienauswertung im Auftrag der WHO belegt: Bei Menschen, die durch Lärmbelästigung unter Schlafstörungen leiden, steigt das Risiko für Allergien, Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Migräne erheblich.

Tauernautobahn

APA

Quell ständigen Lärms: die Tauernautobahn

Wenn man entlang einer Autobahn wohnt, ist eines der größten Probleme oft der Lärm. Österreichs Antwort darauf ist vielfach die Lärmschutzwand. Auf der Tauernautobahn rollen zum Beispiel an Spitzentagen 40.000 und mehr Fahrzeuge vorbei. Immer öfter verschwinden sie hinter Lärmschutzwänden und in Einhausungen wie etwa in Zederhaus. Und wer beispielsweise von Wien nach Salzburg fährt, der tut das bereits auf mehr als der halben Strecke hinter Lärmschutzwänden.

Ein weiteres Mittel gegen schlechte Luft und lauten Motorenlärm ist die Reduktion des Tempolimits. Rund um die Stadt Salzburg pendelt seit einiger Zeit das Tempolimit zwischen 80 und 100 km/h - je nach Luftgüte. Sinn- oder Unsinn dieser Maßnahme diskutieren Experten, Politiker und Autofahrer gerade heftig.

Die Autobahn als „Fluch“ und „Segen“

Die Autobahn ist aber auch ein Wirtschaftsfaktor. Vor allem die Skigebiete an der Tauernautobahn profitieren von ihrer guten und leichten Erreichbarkeit. Auch großen Firmen und Werken gereicht die Autobahn als Standortvorteil. Wie sind die verschiedenen Interessen nun zu vereinbaren?

Die „Guten Morgen Österreich“-Experten

Wie sich ständiger Lärm auf den Alltag auswirken kann und welche Nachteile dieser mit sich bringt, besprechen wir im „Guten Morgen Mobil“ mit:

Anlaufstellen, an die Sie sich wenden können, wenn Sie von Lärm betroffen sind und Maßnahmen, die sie bei Lärmproblemen ergreifen können, erfahren Sie hier.

Gerd Oberfeld über die Auswirkungen von Lärm

  • Lärm wird medizinisch gefährlich, wenn ein erholsamer Schlaf dadurch nicht mehr gewährleistet ist. Ob der Lärmpegel in der Nacht als bedenklich einzustufen ist, kann anhand von Messungen des Dauerschallpegels am Ohr des Schlafenden gemessen werden. In der Nacht ist der Grenzwert bei 50 Dezibel anzusetzen, was in etwa der Lautstärke von leisem Fernsehen entspricht.
  • Nächtlicher Lärm kann zu Schlafstörungen führen und der damit verbundene Stress das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
  • Bei einem Kurzurlaub in den Bergen lässt sich die eigene Lärmbelastung schnell feststellen. Bei der Rückkehr in den Alltag, wird einem so der tägliche Lärmpegel stärker bewusst.
  • In der Freizeit solle man Beschäftigungen nachgehen, die einen Ausgleich zur täglicher Lärmbelastung bieten.

Tipps zur Lärmvermeidung:

  • Lärmarm fortbewegen - jeden Weg, der zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden kann nutzen.
  • Tageszeiten, um zum Beispiel mit dem Motorrad zu fahren, bedacht auswählen.
  • Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.