Krieg in der Ukraine.
ORF/Pammer Film/Presidential Office of Ukraine
Krieg in der Ukraine.

Ukraine - Im Schatten Russlands

Die ORF-III-Neuproduktionen zeigen die Geschichte der Ukraine und ihrer schwierigen Beziehung zu Russland. Seit Wochen führt der russische Präsident Vladimir Putin einen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine und spricht dem Nachbarland das Recht einer eigenen Staatlichkeit ab. Aber ist dies gerechtfertigt? Und sie zeichnet anhand von Augenzeugen und historischem Material den Weg der Krim von der Heimat der Tataren bis zur Übernahme der Halbinsel durch Russland nach.

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Samstag, 23.04., 20:15 Uhr
Ukraine - Im Schatten Russlands

Historisch beziehen die beiden Staaten ihre Identität aus den gleichen historischen Wurzeln: der „Kiewer Rus“ aus der Jahrtausendwende. Jahrhundertelang wurde die Ukraine von Russland dominiert. Vergeblich hat die Ukraine in den letzten Jahrhunderten gegen die Übermacht der Russen angekämpft. Schon die Zaren russifizierten das Gebiet der Ukraine, ihre Sprache wurde verboten, ukrainische Nationalisten wurden verfolgt. Grausamstes Ereignis dieser Unterdrückung war der von Stalin in den 1930er Jahren verübte „Hungermord“ an Millionen von Ukrainerinnen und Ukrainern.

Dieses traumatische Ereignis ist Teil der heutigen Identitätsfindung der modernen Ukraine. Die Dokumentation zeigt die Geschichte der Ukraine, die Wurzeln ihrer Entstehung und den Weg zur Identitätsfindung eines „geschundenen“ Landes. Historiker und Zeitzeugen beleuchten, - gepaart mit authentischen Archivaufnahmen - die Entwicklung der Ukraine bis zu ihrer Unabhängigkeit, fokussiert auf die Zeit nach der Oktoberrevolution.

Samstag, 23.04., 21:05 Uhr
Die Krim - Geschichte einer umkämpften Halbinsel

Seit 2014 gehört die Halbinsel Krim am Schwarzen Meer zu Russland. Zumindest aus Sicht von Vladimir Putin, der seine Truppen dort, getarnt als „grüne Männer“, einmarschieren ließ. Gemeinsam mit dem Willen der auf der Krim mehrheitlich russisch-stämmigen Bevölkerung wurde die Halbinsel an Russland angegliedert. Doch wie kam es dazu, dass die Krim nun „russisch“ ist? Ursprünglich lebten über Jahrhunderte die so genannten Krim-Tataren in der Krim. Nach Vertreibung der türkischen Vorherrschaft wurde die Krim 1683 an Russland angeschlossen. Damit begann die sukzessive Russifizierung.

Interview mit Lena Belkina.
ORF/Pammer Film
Interview mit Lena Belkina.
Interview mit Andreas Kappeler.
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Interview mit Andreas Kappeler.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Krim-Tataren von den Kommunisten verdächtigt mit den deutschen Hitler-Truppen zu kollaborieren. Stalin befahl daraufhin 1944 die Deportation aller Tataren nach Zentralasien - Tausende kamen dabei ums Leben. Dieses Ereignis wird heute als die „tatarische Diaspora“ bezeichnet. Erst 1991 durften sie zurückkehren, doch ihre Häuser und Besitztümer waren meist schon von eingewanderten Russen übernommen. Viele Tataren zogen weiter und leben heute in der Ukraine, doch ihre alte Heimat bleibt für die meisten noch immer ein Sehnsuchtsort. Diejenigen, die auf der Krim blieben fühlen sich diskriminiert und verfolgt.

 Jalta Konferenz.
ORF/Pammer Film
Jalta Konferenz.
Konferenz von Jalta.
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Konferenz von Jalta.

1954 übertrug Chruschtschow die Krim an die Ukraine. Was in der Zeit der Sowjetunion keine große Bedeutung hatte, wurde nach dem Zusammenbruch des Kommunismus zum Zankapfel zwischen der Ukraine und Russland. Vor allem der Verlust der russischen Schwarzmeerflotte schmerzte den russischen Präsidenten Putin. 2014 folgte die Besetzung der Krim. Die Krim - eine wahrlich umkämpfte Halbinsel deren Geschichte zu Unrecht der Welt meist unbekannt ist.

Krim 1945.
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Krim 1945.