
Reformationstag, Allerheiligen und Allerseelen im ORF
Zum evangelischen Reformationstag am 31. Oktober sowie zu den katholischen Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen am 1. und 2. November 2026 bietet der ORF einen multimedialen Schwerpunkt in ORF 2, ORF III und Ö1 mit zahlreichen themenaffinen Programmen: von Gottesdiensten und Sendungen zum Thema Religion, Glaube und Besinnlichkeit, über Dokus und Filme zum Leben, Lieben und Sterben, bei denen u. a. das Gedenken an die Verstorbenen und der Umgang mit dem Tod im Vordergrund stehen, bis zur gewissen Prise schwarzen Humors, die ebenfalls nicht fehlen darf – gilt doch der Tod in der österreichischen Kabarettgeschichte als verlässliche Quelle für Pointen. ORF ON stellt alle TV-Sendungen live und on demand zur Verfügung.
Gottesdienste, „Was ich glaube“, „FeierAbend“ und mehr
Am Samstag, dem 31. Oktober, überträgt ORF III den „Evangelischen Gottesdienst zum Reformationstag aus der Christuskirche in Wien-Favoriten“ (10.05 Uhr, auch in Ö1) mit der evangelischen Bischöfin Cornelia Richter und Pfarrer Michael Wolf live – musikalisch umrahmt von festlichen Werken protestantischer Barockmusik, interpretiert von Chor und Instrumentalensemble der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unter der Leitung von Manuel Schuen.
Der „Katholische Gottesdienst zu Allerheiligen aus Reinprechtspölla in Niederösterreich“ steht am Sonntag, dem 1. November, um 10.00 Uhr auf dem Programm von ORF III: Mit der Gottesdienstgemeinde in der Pfarrkirche St. Pankraz feiert Pfarrer Sebastian Christoph Schmölz die Heilige Messe. Davor ist „Pfarrer Dominik Toplek im Gespräch mit Vanessa Schelling“ (9.30 Uhr) zu erleben: Eine Unterhaltung über Glauben, persönliche Überzeugungen und die Frage, ob es für die Kirche Zeit ist, neue Wege zu gehen.
In „Was ich glaube“ am 1. November um 16.55 Uhr in ORF 2 beschäftigt sich Karin Weiler, Schwester der Gemeinschaft Caritas Socialis, mit dem Thema „Was bedeutet Sterben in Würde?“.
Weiters stehen zwei „FeierAbend“-Sendungen zu Allerheiligen und Allerseelen auf dem Programm von ORF 2: Die Ausgabe „Ärztin zwischen Leben und Sterben“ (1. November, 20.00 Uhr) stellt die Medizinerin Annette Henry in den Mittelpunkt: Als Mitglied eines mobilen Teams begleitet sie schwerkranke Kinder und ihre Familien – von der Diagnose an, oft über Jahre, sehr oft bis zum Tod. „FeierAbend“ fragt: Was macht das mit einem Menschen, jeden Tag mit Krankheiten konfrontiert zu sein, die sich nicht heilen lassen und deren Patientinnen und Patienten noch dazu Kinder sind? Und was trägt einen, wenn man nichts mehr tun kann, außer da zu sein?
Die zweite „FeierAbend“-Ausgabe berichtet über „Die Kunst des Ausklangs“ (Montag, 2. November, 16.45 Uhr): Seit einigen Jahren ist Iris Krall-Radulian – neben ihrer Arbeit als Konzertgeigerin – auch in der palliativen Geriatrie der Caritas Socialis tätig und versucht mit Hilfe von Musik, Patientinnen und Patienten zu unterstützen. Dabei zeigt sich, dass Musik nicht nur eine Kunstform ist, sondern etwas, das in Begegnung wirkt und vor allem in der palliativen Geriatrie eine einzigartige Kraft hat. „FeierAbend“ begleitet sie bei ihrer Arbeit.
Dokus zum Sterben und Umgang mit dem Tod
ORF 2 wirft in der „kulturMATINEE“ am 1. November um 9.05 Uhr zunächst einen Blick hinter die Kulissen des Wiener Zentralfriedhofs: Die preisgekrönte Dokumentation „Leben für den Tod – Menschen am Zentralfriedhof“ ermöglicht ungewöhnliche Einblicke in den Arbeitsalltag an Österreichs größter und berühmtester Ruhestätte. Eine Baumpflegerin, ein Totengräber, ein japanischer Beethoven-Fan, eine Fremdenführerin, ein Grufti-Pärchen, eine Blumenbinderin und der Geschäftsführer der Holding – sie alle gehören zum fast unsichtbaren Personal des Friedhofs und werden ins Licht gerückt.
Der anschließende Film „Memento mori – Von Trauer und Trost in der Musik“ (10.00 Uhr) widmet sich der Abschiedsmusik aus verschiedenen Genres, von großer klassischer Musik bis zu alpenländischen sowie Wiener Liedtraditionen. Der Umgang mit Tod, Vergänglichkeit und Gedenken mündet in der Musikkultur nicht notwendigerweise in reiner Traurigkeit. Der Salzburger Starbariton Rafael Fingerlos, der am Drehbuch mitgeschrieben hat, zeigt, dass sich Trauer, Heiterkeit, Humor und Trost in vielen musikalischen Traditionen eng miteinander verbinden können – und dass das Gedenken an Verstorbene nicht nur beklemmend, sondern ebenso berührend, sinnstiftend und manchmal sogar humorvoll sein kann.
„Mitten im Leben – Vom Umgang mit Trauer“ (1. November, 18.30 Uhr) heißt ein neues „Österreich-Bild am Feiertag“ des ORF Salzburg zu Allerheiligen in ORF 2: In der Zeit rund um Allerheiligen ist die Trauer um liebe verstorbene Menschen allgegenwärtig. Doch wie umgehen mit dem Schmerz und Kummer, wenn rundherum gerade das Leben pulsiert? Friedhöfe bieten hier die nötige Ruhe für Trostsuchende, so etwa der Friedhof St. Sebastian, der Friedhof St. Peter und der Kommunalfriedhof in Salzburg.
ORF III beleuchtet am 1. November, einstimmend auf die Übertragung des Allerheiligen-Gottesdienstes (10.00 Uhr), mit der Doku „Der Tod: Das muss ein Wiener sein!“ (8.55 Uhr) die besondere Wiener Begräbniskultur und spannt einen Bogen von der prachtvollen „schönen Leich’“ über die Ehrengräber und den monarchistischen Pomp der Kapuzinergruft bis zu den schlichten Bestattungen auf dem Friedhof der Namenlosen.
Der an die Gottesdienstübertragung anschließende Film „Magischer Herbst – Das ewige Licht zu Allerheiligen und Allerseelen“ (11.00 Uhr) widmet sich den niederösterreichischen Traditionen rund um das Totengedenken. Neben Friedhofsbesuchen und Blasmusik gehören Geschenke für die Patenkinder, das traditionelle Gödenkipfl sowie Allerheiligenstrietzel, Selabrot und eine kräftige Wein- oder Mostjause zum überlieferten Brauchtum, während Herbstnebel, Grablichter und geheimnisvolle Erzählungen für eine besondere Atmosphäre sorgen.
„Verdis Requiem aus Barcelona – mit Elīna Garanča“ in „Erlebnis Bühne“ zu Allerheiligen
Im ORF-III-Hauptabend am 1. November präsentiert „Erlebnis Bühne“ eine hochkarätige Aufzeichnung vom Mai dieses Jahres: „Verdis Requiem aus Barcelona – mit Elīna Garanča“ (20.15 Uhr). An der Seite der Star-Mezzosopranistin interpretieren die Klassikgrößen Eleonora Buratto (Sopran), Benjamin Bernheim (Tenor) und Riccardo Zanellato (Bass) mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Daniele Gatti und dem katalanischen Chor Orfeó Català im Palau de la Música Catalana Giuseppe Verdis monumentale Totenmesse.
Außerdem: Premieren „Goldener Herbst – Legenden reden übers Leben“, „In voller Blüte“
In einer neuen Ausgabe des ORF-2-Formats „Goldener Herbst – Legenden reden übers Leben“ (17.35 Uhr) sprechen heuer Schauspieler Armin Mueller-Stahl, Entertainer Roberto Blanco, Schauspielerin Monika Peitsch und Schriftstellerin Esther Vilar nicht nur über ihr Leben im „Goldenen Herbst“, sondern auch über die Endlichkeit und den Umgang mit Lebenskrisen. Sie geben persönliche Einblicke und philosophieren über das Alter und das Älterwerden, die Gestaltung eines zufriedenen Lebens sowie das Sterben und den Tod.
Bereits um 15.25 Uhr ist Oscar-Preisträger Michael Caine „In voller Blüte“: In der ORF-Premiere des gleichnamigen US-Filmdramas reißt er als 89-jähriger D-Day-Veteran aus dem Altersheim aus, um an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in Frankreich teilzunehmen.
„Zum Totlachen“: Altern und Sterben im Kabarett
Der Tod gilt in der österreichischen Kabarettgeschichte als verlässliche Quelle für Pointen. Diesem Phänomen geht ORF III zu Allerseelen mit der Sendung „Zum Totlachen“ (2. November, 20.15 Uhr) nach. Kabarettistin und Schauspielerin Angelika Niedetzky („Soko Linz“) präsentiert Ausschnitte aus den Programmen von Michael Niavarani, Viktor Gernot, Monika Gruber, Alex Kristan, Klaus Eckel, Andreas Vitásek, Gery Seidl u. v. m. und geht der Frage nach, warum die Themen Altern und Sterben auf heimischen Bühnen so oft für Lacher sorgen.
Reformationstag in Ö1
Die „Gedanken für den Tag“ in Ö1 widmen sich von 27. bis 31. Oktober, um 6.57 Uhr, dem Reformationstag und erinnern an die Errungenschaften, die von der Reformation vor 509 Jahren ausgingen. Am 31. Oktober, um 10.05 Uhr, folgt anschließend die Übertragung des Reformationsgottesdienstes 2026 aus der Christuskirche in Wien-Favoriten, der auch in ORF III live mitzuerleben ist. Zu Allerheiligen werden in der Sendung „Memo – Ideen, Mythen, Feste“ (1. November, 18.15 Uhr) unter dem Titel „Aus Sorge um das Seelenheil“ sogenannte „Confraternitates“, also Bruderschaften, unter die Lupe genommen. Deren zentraler Vereinszweck war die Förderung der Frömmigkeit, womit sie auch eine wichtige Rolle in der Rekatholisierung des Landes nach der Reformation hatten.









