Sommernachtskonzert 2024
ORF/Roman Zach-Kiesling
Live - zeitversetzt aus Schönbrunn:

Sommernachtskonzert 2026

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Das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker zählt zu den großen Höhepunkten des Konzertjahres - für das Orchester ebenso wie für den ORF und die Zuseherinnen und Zuseher in aller Welt. Inmitten der barocken Parklandschaft und eingerahmt von der außergewöhnlichen Szenerie von Schloss Schönbrunn und der Gloriette ist das Sommernachtskonzert geprägt von der Idee, Klassik für alle zu ermöglichen und ist ein alljährliches Geschenk des Orchesters an die Wienerinnen und Wiener und alle Musikliebhaber.

Lorenzo Viotti
Danielle van Coevorden
Lorenzo Viotti

Zum ersten Mal wird der aufstrebende Schweizer Dirigent Lorenzo Viotti am Pult der Open-Air-Bühne in Schönbrunn stehen. Auch der walisische Bassbariton Bryn Terfel, den seit Jahrzehnten eine enge Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern, sei es in der Oper oder bei Konzerten, verbindet, gibt sein Debüt im nächtlichen Schlosspark. Er präsentiert einen launigen wie beeindruckenden Querschnitt seines vielfältigen Rollen-Oeuvres: vom diabolischen Titelhelden in Arrigo Boitos Oper „Mefistofele“, über den mittellosen Ritter Falstaff in Verdis gleichnamiger Oper, bis hin zum Göttervater Wotan, der feierlich den Einzug nach Walhall in Richard Wagners „Das Rheingold“ zelebriert – ein Werk, das erstmals vor 150 Jahren zur Aufführung gekommen ist. Aber auch ein Charakter, der ihm – wie er sagt – „im Blut liegt“, darf in Schönbrunn nicht fehlen, und so macht er als Tevje aus „Fiddler on the Roof“ auch einen kleinen Exkurs in die Welt des Musicals.

Bryn Terfel
Johannes Ifkovits
Bryn Terfel

Auf dem Programm stehen aber auch einige Wiederentdeckungen und seltener aufgeführte Werke, wie zum Beispiel die Méditation aus der Oper „Thaïs“, mit der erstmals seit über 100 Jahren wieder eines der Instrumentalwerke von Jules Massenet durch die Wiener Philharmoniker im Rahmen eines Konzerts zur Aufführung kommt. Oder auch die Adoration der afroamerikanischen Komponistin, Pianistin, Organistin und Pädagogin Florence Price: 1951 für Orgel entstanden, erklingt das an ein Gebet erinnernde Werk nun beim Sommernachtskonzert in Elaine Fines Arrangement für Solovioline und Orchester. Mit der philharmonischen Erstaufführung seiner Straussiana erweist das Orchester auch Erich Wolfgang Korngold seine Reverenz, der sich in seinem letzten Orchesterwerk einigen weniger bekannten Melodien aus der Feder des Walzerkönigs gewidmet hat.

Wiener Philharmoniker
Niklas Schnaubelt
Wiener Philharmoniker

Zu den Klängen von Maurice Ravels zweiter Suite zu Daphnis et Chloé erwecken Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts in der Choreografie von Eno Peçi die antike Erzählung der beiden Findelkinder Daphnis und Chloé zum Leben und machen deren Geschichte als Schattenspiel auf der Schlossfassade sichtbar.

Und natürlich erklingt – wie es bereits über Jahrzehnte zur Tradition geworden ist – am Ende des Konzertabends der Walzer „Wiener Blut“ von Johann Strauss, Sohn.

Die ORF-Fernsehübertragung aus dem frühsommerlichen Schlosspark wird von Kulturmoderatorin Teresa Vogl kommentiert. Für die Bildregie - mit aufwendiger Technik und eindrucksvollen Impressionen aus der Drohnenperspektive - zeichnet Regisseur und Sommernachtskonzert-Routinier Henning Kasten verantwortlich.

Regie
Henning Kasten

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