
Fußball Frauen U19-EM 2026: Semifinale Deutschland – Österreich live
Das U19 Frauen-Nationalteam (2007) musste sich im letzten EM-Gruppenspiel geschlagen geben. In Zenica verloren die Österreicherinnen gegen Europameister Spanien knapp mit 1:2. Die Niederlage blieb für die ÖFB-Elf ohne Folgen. Im historisch ersten Semifinale eines österreichischen Frauen-Nachwuchsnationalteams treffen die U19 Frauen am 7. Juli auf Nachbar Deutschland. Die Deutschen beendeten die Gruppe A als Tabellenerster und treffen damit auf die Elf von Teamchef Markus Hackl. Gespielt wird das Halbfinale im Grbavica Stadion in Sarajevo, wo die ÖFB-Elf zuletzt den 3:1-Sieg im zweiten Gruppenspiel gegen die Schweiz feierte.
Mit vier personellen Änderungen starteten die bereits für das Halbfinale qualifizierten ÖFB-Frauen gegen Spanien in die Partie. So standen neben Emira Makalic und Anika Hofschweiger auch Ella Herbst und Emily Schäfer in der Anfangsformation.
Die Spanierinnen begannen erwartungsgemäß offensiv und mit viel Ballbesitz, der erste gute Abschluss gehörte jedoch der ÖFB-Elf. Alina Kerschbaumer schickte Emily Schäfer in die Tiefe, die früh abzog und Laia Lopez vorerst vor keine Probleme stellte (6.).
In der 17. Minute war Vivien Grabenhofer erstmals zur Stelle und lenkte einen Schuss von Celia Segura über die Latte. Zwei Minuten später musste sich die Vienna-Schlussfrau allerdings geschlagen geben. Nach Elfmeterfoul in der 18. Minute von Emira Makalic verwandelte Alba Cerrato sicher zur Führung für die amtierenden Europameisterinnen (19.). Die Titel-Mitfavoritinnen waren es auch, die danach das Spielgeschehen bestimmten, Silvia Cristóbal fand aber ihre Meisterin in der erneut starken Grabenhofer (35.). Im Gegenzug wurde Denise Lueger mustergültig von Kerschbaumer in die Tiefe geschickt. Die Angreiferin kam nach einem ersten Schussversuch im Duell mit der spanischen Torfrau zu Fall, der Pfiff blieb allerdings aus (36.).
In der 43. Minute legten die Spanierinnen nach. Nach mustergültigem Konter traf Elene Gurtubay unhaltbar unter die Querlatte zum 2:0. Die ÖFB-Elf fand aber die perfekte Antwort. Emira Makalic traf nach Corner von rechts per Kopf zum 1:2-Anschlusstreffer und zugleich Pausenstand.
Unverändert gingen beide Teams in den zweiten Durchgang. Die ÖFB-Elf drückte in der ersten Viertelstunde mutig auf den Ausgleich und attackierte die Spanierinnen früh in der eigenen Hälfte. Die wiederum kamen nach knapp einer Stunde wieder auf den Geschmack, blieben im Abschluss zunächst aber ungefährlich zum Glück für die ÖFB-Elf, bei der mit Greta Spinn, Valentina Pötzl, Tina Krassnig und Teresa Frizberg vier frische Kräfte im Laufe der zweiten Hälfte ins Spiel gekommen sind.
Das U19 Frauen-Nationalteam erhöhte in den Schlussminuten noch einmal den Druck, um noch den Lucky Punch zu erzielen. Der Ausgleichstreffer sollte allerdings nicht mehr gelingen.
Teamchef Markus Hackl: „Wir sind mit dem Ziel in das Spiel gegangen, dass wir schon noch Kräfte schonen wollen, dennoch konnten wir mit Fortlauf der Partie Nadelstiche setzen. Ich denke auch, dass wir in der ersten Hälfte einen Elfmeter hätten kriegen müssen, dazu im Anschluss der Stangenschuss. Das waren alles schon gute Aktionen gegen technisch sehr starke Spanierinnen. Wir haben gesehen, dass wir auch gegen ein richtiges Top-Team performen können, dass wir sie fordern können.“
ORF SPORT + überträgt das Semifinale Deutschland – Österreich am Dienstag, dem 7. Juli, um 20.00 Uhr live. Kommentator ist Rainer Liebich.