
Snowboard: PGS-Weltcup in Scuol live
Mit einem Parallel-Riesentorlauf in Scuol (SUI) starten die Alpinboarderinnen und Alpinboarder am Samstag in die intensivste Phase der Saison. In den kommenden drei Wochen werden nicht weniger als acht Weltcup-Rennen (sechs Einzel-Entscheidungen und zwei Mixed-Teambewerbe) ausgetragen.
Nach dem PGS in Scuol steht am Dienstag und Mittwoch nächster Woche (13./14.1.) der Klassiker in Bad Gastein auf dem Programm, wo auf dem Buchebenhang ein Parallel-Slalom und ein Mixed-Team-PSL gefahren werden. Danach geht es zu zwei Parallel-Riesentorläufen ins bulgarische Bansko (17./18.1.), ehe der Tross auf der Kärntner Simonhöhe beim „Heim-Heim-Weltcup“ von Sabine und Alexander Payer mit einem PGS und einem Mixed-Team-PGS Station macht (23./24.1.). Die Jänner-Tour wird am 31.1. mit einem weiteren Parallel-Riesentorlauf in Rogla (SLO) abgeschlossen.
Sabine Payer geht nach ihren Siegen vor Weihnachten bei den Italien-Rennen in Cortina und Carezza sowohl als Führende im Gesamtweltcup als auch in der PGS-Wertung in das neue Kalenderjahr. Die Kärntnerin hat sich in dieser Woche mit Trainingseinheiten am Rennhang in Bad Gastein sowie auf der Reiteralm auf die bevorstehenden Aufgaben vorbereitet.
„Scuol, die Simonhöhe und Rogla sind meine Wohlfühl-Riesentorläufe, denn dort habe ich überall schon gewonnen. Einzig Bansko passt da nicht ganz rein“, spielt Payer mit dem Hinweis auf ihre schwere Verletzung an, die sie sich im Jänner 2018 in Bulgarien zugezogen und die ihren Start bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang (KOR) vereitelt hat. Deshalb hat Payer kurz sogar daran gedacht, die Bansko-Rennen auszulassen, doch diesen Gedanken mit Blick auf die aktuellen Weltcupstände rasch wieder verworfen.
„Ich habe mir vorgestellt, welchen Stress ich bekomme, wenn ich mir die Rennen daheim auf der Couch im Fernsehen anschaue. Deshalb werde ich auch in Bansko fahren“, betont Payer. Nicht unerwähnt darf die Erfolgsbilanz der 33-Jährigen in Bad Gastein bleiben, wo Payer bereits vier Teamsiege gefeiert hat (2016 und 2018 mit Alexander Payer sowie 2024 und 2025 mit Andreas Prommegger) und auch im Einzel viermal auf das Stockerl gefahren ist (einmal Zweite, dreimal Dritte).
Für die ÖSV-Herren war die Prui-Piste in Scuol in den vergangenen Jahren ebenfalls ein guter Boden. Für Olympiasieger Benjamin Karl steht ein Sieg 2024 und ein zweiter Rang 2020 zu Buche. Andreas Prommegger fuhr in den vergangenen drei Saisonen jeweils als Dritter auf das Podium, und Dominik Burgstaller sicherte sich im Vorjahr als Zweiter seinen ersten Weltcup-Podestplatz.
Ski Austria-Aufgebot:
Damen (8): Martina Ankele, Sabine Payer, Jessica Pichelkastner, Pia Schöffmann (alle K), Daria Belova, Carmen Kainz (beide ST), Claudia Riegler (S), Miriam Weis (NÖ).
Herren (10): Arvid Auner, Christoph Karner, Matthäus Pink, Julian Treffler (alle ST), Dominik Burgstaller, Benjamin Karl (beide NÖ), Fabian Obmann, Alexander Payer, Werner Pietsch (alle K), Andreas Prommegger (S).
ORF ON überträgt den Parallel-Riesenslalom am Samstag, dem 10. Jänner, um 12.55 Uhr live. ORF SPORT + steigt um 14.00 Uhr in die Live-Übertragung ein. Kommentator ist Andreas Thonhauser.