Orientierung

Was tun Kirchen für den Klimaschutz?

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Was tun Kirchen für den Klimaschutz? | 9/11: Aicha el-Wafi – die Trauer einer Mutter | „Geh’ Du voran“: Erinnerungen eines 100-Jährigen

Was tun Kirchen für den Klimaschutz?

Wetterextreme auf der ganzen Welt nehmen deutlich zu und die Zeit, die Obergrenze von maximal 1,5 Grad Celsius zusätzlicher Erderwärmung nicht zu überschreiten, drängt.

Immer mehr Menschen innerhalb der evangelischen und der katholischen Kirche engagieren sich deshalb – Stichwort „Schöpfungsverantwortung“ – für ein Umdenken in der Klimapolitik.

Neben „Religions For Future“, die sich dem globalen Klimastreik angeschlossen haben und so auf eine Wende in der Klimapolitik drängen möchten, gibt es auch zahlreiche andere – ganz konkrete – ökologische Maßnahmen innerhalb der christlichen Kirchen in Österreich.

So hat sich etwa die römisch-katholische Pfarre in Wien-Atzgersdorf um „grüne Projekte“ verdient gemacht. Wobei engagierte Gläubige auch davon erzählen, wie schwierig manchmal die Umsetzung von klimafreundlichen Projekten sein kann.

Die „Orientierung“ hat sich u.a. angesehen, wie Umweltexperten die Klima-Arbeit der katholischen und der evangelischen Kirche in Österreich bewerten und hinterfragt, woher das erstarkte Bewusstsein für das Klima kommt.

Bericht: Maresi Engelmayer, Länge: 6 Minuten

Gedenken 9/11: Aicha el-Wafi – die Trauer einer Mutter

Für Angehörige von Todesopfern der Terroranschläge des 11. September 2001 ist jede Gedenkveranstaltung eine Herausforderung, denn ihre persönliche Trauer ist überlagert von der großen Politik und ihren Ritualen.

Aber nicht nur die Hinterbliebenen der Todesopfer leiden. Für die ehemalige Telekom-Mitarbeiterin Aicha el-Wafi aus der südfranzösischen Stadt Narbonne hat zwei Tage nach 9/11 ein Albtraum begonnen, der nicht mehr aufhört.

Am 13. September sah sie im Fernsehen, dass ihr Sohn Zacarias Moussaoui in den USA unter Terrorverdacht im Gefängnis saß. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt – 20 Jahre danach – hat seine Mutter keine Hoffnung mehr, ihm noch einmal in ihrem Leben zu begegnen.

Bericht: Christian Rathner, Länge: 11 Minuten

„Geh’ Du voran“: Erinnerungen eines 100-Jährigen

Auf eine Lebenszeit von mehr als hundert Jahren kann Ernst Fettner – geboren im Mai 1921 – zurückblicken. Und die hat er nun in einem Buch unter dem Titel „Geh’ Du voran“ – in rückblickenden Ausschnitten – zusammengefasst. – Ernst Fettner stammt aus einer jüdischen Familie in Wien, aufgewachsen ist er in einem jüdischen Waisenhaus in Baden.

In den 1930er-Jahren arbeitete er als Lehrling in einem Wiener Textilbetrieb. Dort erlebte er im November 1938 die Pogromnacht, in der Nationalsozialisten Synagogen niederbrannten und jüdische Einrichtungen überfielen. Ein Jahr später gelang ihm die Flucht: Die zionistische Organisation Hechaluz („Der Pionier“) half ihm, nach Großbritannien zu gelangen.

Seine Eltern und seine Großeltern blieben in Wien zurück. In Großbritannien schloss sich Ernst Fettner mit anderen österreichischen Flüchtlingen in der überparteilichen Bewegung „Young Austria“ zusammen, wurde Soldat der schottischen Eliteeinheit „Gordon Highlanders“ und war bei der Landung der alliierten Truppen in der Normandie dabei.

1942 wurden seine Eltern, seine Großeltern und zwei Geschwister in NS-Vernichtungslagern ermordet. Nach dem Krieg kehrte Ernst Fettner als Besatzungssoldat zurück, wurde Kommunist und arbeitete als Journalist. In diesen Wochen präsentiert der Hundertjährige im Rahmen von Lesungen sein neues Buch.

Bericht: Klaus Ther, Länge: 10 Minuten

Moderation

Sandra Szabo

Redaktion

Norbert Steidl