LICHTblicke & WEGweiser: Mit Laurenz Seiwald in Waidring

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Laurenz Seiwald wurde als Celina geboren. Von seiner Familie von Beginn an geliebt und getragen, spürte er dennoch früh, dass tief in ihm etwas nicht stimmte. Während er nach außen das Mädchen war, das die Welt in ihm sah, tobte im Inneren ein Ringen, das er selbst kaum in Worte fassen konnte. Erst als Jugendlicher entdeckte er den Begriff „Transgender“ – ein Wort, das auf einmal Klarheit brachte. „Plötzlich hatte ich eine Sprache für das, was ich fühlte“, erinnert er sich. Diese Erkenntnis war wie ein Kompass, der den Weg wies – hin zu mehr Mut, hin zu sich selbst. Im Gespräch mit Marianne Hengl erzählt Laurenz Seiwald von langen Gesprächen mit FreundInnen, von MitschülerInnen, die überfordert waren, und von seinem Opa, der mit offenen Herzen zuhörte. Er beschreibt die stille Angst, nicht verstanden zu werden – und gleichzeitig die Hoffnung, auf Menschen zu treffen, die mit Geduld und Liebe bleiben. Es sind Geschichten voller Zweifel, aber auch voller Stärke. Geschichten, die zeigen, wie wichtig ehrlicher Austausch ist – und wie viel Heilung in Verständnis liegt.