
kreuz & quer reportage
Der Klang der Sagrada Familia
1882 wurde ihr Grundstein gelegt, seit mittlerweile 144 Jahren ist die Sagrada Família in Bau. Papst Leo XIV. wird höchstpersönlich Barcelona besuchen, um am 10. Juni den Christus-Turm der Basilika „Sagrada Família“ einzuweihen – den nunmehr höchsten Kirchturm der Welt. Ein Anlass für den Papstbesuch ist auch der 100. Todestag von Architekt Antoni Gaudí, für den ein Seligsprechungsverfahren läuft. Mit der Fertigstellung des zentralen Christus-Turms ist das weltberühmte Gotteshaus fast vollendet. Im Inneren fehlt etwa noch die große Orgel.
„kreuz & quer“ begleitet den österreichischen Komponisten, Organisten und römisch-katholischen Priester Konstantin Reymaier nach Barcelona. Reymaier hat sich sowohl als Virtuose als auch durch seine entscheidende Mitarbeit am Neubau der Wiener Riesenorgel einen Namen gemacht. Schon als Vierjähriger wollte er Organist werden, mit 14 Jahren schaffte er bereits die Aufnahmsprüfung an die Musikuniversität. Es folgte eine Karriere als Musiker und Professor in England und Graz, ehe er mit 42 zum Priester geweiht wurde. Musik und Spiritualität sind seine großen Themen, die ihn auch mit der Sagrada Família verbinden.

Der Bau der Basilika ist noch nicht abgeschlossen, noch in Arbeit ist etwa die Fassade der Glorie. Und im Inneren fehlt noch die von Gaudí konzipierte Orgel. Gaudí hatte die Vision, die Orgelpfeifen in 45 Metern Höhe anzubringen, was eine technische und akustische Herausforderung darstellt. Der Organist Juan de la Rubia und die Präsidentin der Sagrada Família, Rosa Alsina Pagès, waren zu diesem Zweck auch schon in Wien, weil es auch dort, im Stephansdom, eine große Distanz zwischen Spieltisch und Orgelempore gibt. Ein Thema, mit dem sie sich gerne mit Konstantin Reymaier austauschen.

Die von Robert Neumüller gestaltete „kreuz & quer reportage“ wirft einen Blick auf Gaudís Meisterwerk und die Menschen, die sich damit beschäftigen – ein musikalisches Porträt eines der Weltwunder der Gegenwart.
Gestaltung
Robert Neumüller
Redaktion
Helmut Tatzreiter