Die Tafelrunde - Die besten Momente 2021

Werbung

Was war das für ein Jahr? Gerald Fleischhacker hat es mit vielen der besten Kabarettistinnen und Kabarettisten des Landes Monat für Monat kommentiert. Ob im ORF RadioKulturhaus oder auf Viktor Gernots Praterbühne, an großen Momenten hat es nicht gefehlt. Etwa als Andreas Vitásek in Shakespeare-Manier eröffnet: „Impfen oder nicht impfen, das ist eigentlich keine Frage!“

Verena Scheitz wandelt auf den Spuren von Wolfgang Ambros und fleht: „Impft's mi!“ Alex Kristan widmet sich dem Jahrhundertprojekt „Kaufhaus Österreich“, Klaus Eckel erzählt die persönlichen Folgen seines Lockdowns, Gery Seidl schildert von Arztbesuchen über die Menschenfreundlichkeit, die auf große Probe gestellt wird und Angelika Niedetzky sinniert über die Schlangen am Klo und Beziehungen in Zeiten einer Pandemie.

Lydia Prenner-Kasper hat zwischen den Lockdowns ein Wellness-Hotel besucht und Erstaunliches erlebt, Caroline Athanasiadis eine Werbung für den Virus und ein Plädoyer für ElementarpädagogInnen verfasst, Günther Lainer war „Bierlichterl“ kaufen und Gernot Kulis hatte als Ö3-Callboy heuer große Probleme, PolitikerInnen daheim zu erreichen. Und apropos Politik: Florian Scheuba inszeniert die Chatnachrichten von Thomas Schmid als Schlagerhits und gibt Einblicke in die Aussagen von Ex-Kanzler Sebastian Kurz im U-Ausschuss, Christoph & Lollo fassen meisterhaft zusammen, dass es in Österreich bitteschön gar keine Korruption gibt (dafür schöne Berge) und Aida Loos hat die zündende Idee, wie man die Menschen zum Impfen bringt („Michael Häupl hätte gesagt: zu jeder Spritze einen Spritzer!“).

Und dann gab es den Moment in der „Tafelrunde“, der das Land berührt hat: als Thomas Maurer über seinen an Covid-19 verstorbenen Vater und die politischen Hintergründe des Föderalismus erzählt. „Komödie ist Tragödie plus Zeit“, zitierte Maurer Woody Allen. Eine Glanzleistung Maurers, die zeigt, wozu Satire fähigt ist.