Wilde Schlösser
Carcassonne
Am Fuße der französischen Pyrenäen liegt eine der ältesten und beeindruckendsten Burgen Europas: Carcassonne. Über Jahrhunderte bauten die verschiedensten Herrscherhäuser diese Burg zu einer der größten Festungen Europas aus. Der Reichtum, der dies ermöglichte, speiste sich dabei immer aus der spektakulären Natur der Region.

Noch heute leben in den Bergen um Carcassonne Wildschweine und seltene Wasservögel. Selbst die Gemäuer der Burg werden von Echsen und Raubvögeln bewohnt. Die fruchtbaren Böden und die Sonne Südfrankreichs ermöglichten den Menschen seit jeher reiche Ernten; Salz vom nahen Mittelmeer und eine römische Handelsstraße am Fuße der hohen Bergkette verhalfen den Herrscher der Region zu Reichtum. Gleichzeitig entstand in diesem Naturparadies eine christliche Bewegung, die Bescheidenheit nicht nur predigte, sondern auch lebte - eine Seltenheit im mittelalterlichen Europa.

Die Katharer bauten noch nicht einmal eigene Kirchen, sondern nutzten die Natur selbst als ihre Gotteshäuser und wurden für diese Ketzerei gnadenlos von der katholischen Kirche verfolgt.
Regie
Mathias Glück & Robert Wiezorek