WELTjournal

USA - Angriff auf ein Frauenrecht

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In den USA könnte in diesen Tagen das Recht von Frauen auf Schwangerschaftsabbruch fallen. Ein entsprechender Entwurf des mittlerweile konservativ dominierten Obersten Gerichtshofs sieht vor, dass das historische Urteil von 1973, das Abtreibungen legalisierte und in den USA als ´Roe vs Wade´-Entscheidung bekannt ist, gekippt wird. Etwa die Hälfte der 50 US-Bundesstaaten würde dann Schwangerschaftsabbruch verbieten oder stark einschränken – ein weiteres Spaltungspotential für die extrem polarisierte US-Gesellschaft.

India Kent lebt als alleinerziehende Mutter mit ihren drei Kindern im US-Bundesstaat Missouri. Als sie ungewollt schwanger wird, muss sie für eine Abtreibung in den benachbarten Bundesstaat Illinois ausweichen.
Journeyman / ORF
India Kent lebt als alleinerziehende Mutter mit ihren drei Kindern im US-Bundesstaat Missouri. Als sie ungewollt schwanger wird, muss sie für eine Abtreibung in den benachbarten Bundesstaat Illinois ausweichen.

Das WELTjournal zeigt, wie im konservativ-christlichen Missouri im Mittleren Westen das Recht auf Schwangerschaftsabbruch bereits seit Jahren ausgehöhlt wird. Von einst 30 Kliniken ist nur noch eine einzige geblieben. Ärzte und medizinisches Personal werden von Abtreibungsgegnern und religiösen Extremisten angegriffen und terrorisiert. Viele Frauen weichen für einen Schwangerschaftsabbruch in den liberalen Nachbarstaat Illinois aus, doch auch das wollen Anti-Abtreibungsaktivisten verhindern. Sie fordern ein Gesetz, das Frauen verbietet, Missouri zu verlassen, um anderswo eine Abtreibung vornehmen zu lassen.

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