Eine Frau mit einer Augenbinde ist mit einem Tschador verhüllt, einem traditionellen, iranischen Umhang vor einem schlichten, hellen Hintergrund.
ORF/Illumina Films
Eine der Foltermethoden in iranischen Gefängnissen nach der Revolution von 1979, war den Frauen – mitunter monatelang – Augenbinden aufzusetzen. Außerdem mussten die Frauen sich mit dem Tschador verhüllen, einem traditionellen, iranischen Umhang.

WELTjournal

Iran - in den Fängen des Regimes

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Die blutige Niederschlagung der Massenproteste im Iran mit tausenden Todesopfern ruft bei vielen Exil-Iranern Erinnerungen an das brutale Vorgehen des Mullah-Regimes nach der Machtübernahme 1979 wach. Willkürliche Verhaftungen, tödliche Gewalt gegen Demonstranten, Folter und Misshandlungen sind heute wie damals an der Tagesordnung.

ORF
Die schwedisch-iranische Filmemacherin Nahid Persson Sarvestani trifft frühere Mitstreiterinnen der Revolution von 1979 wieder, die nach der Machtübernahme durch die Mullahs als politische Gefangene inhaftiert wurden. Die Methoden des Regimes haben sich nicht geändert.

Im WELTjournal trifft die schwedisch-iranische Filmemacherin Nahid Persson Sarvestani Mitstreiterinnen aus der Vergangenheit. Wie sie selbst hatten sie für Demokratie und Freiheit gekämpft, doch nach dem Sieg der Mullahs wurden sie verhaftet und für Jahre ins Gefängnis gesperrt. Über die schrecklichen Erlebnisse in Haft können manche auch Jahrzehnte später kaum sprechen. Mittlerweile leben die Frauen im Exil in Europa und sind entsetzt mitansehen zu müssen, dass die Schreckensherrschaft in ihrer früheren Heimat die gleiche ist wie damals.

Gestaltung: Nahid Persson Sarvestani

Im „WELTjournal +“ folgt um 23.20 Uhr „Wir, die Jugend des Iran“ und um 0.15 Uhr zeichnet die im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vom ORF kofinanzierte deutsch-österreichische Koproduktion „Teheran Tabu“ drei Frauenschicksale in einer repressiven Kultur als Animationsfilm nach.

Mittwoch, 28.01., 23:22 Uhr
Wir, die Jugend des Iran