
Weites Land
Österreich
In der Abschlussfolge verdichtet Filmemacherin Jennifer Rezny die Erkenntnisse aus zahlreichen Begegnungen und Gesprächen zu einem vielschichtigen Porträt des Landes und seiner Menschen.

Im Zentrum steht die Frage, ob es so etwas wie eine österreichische Seele gibt – und welche Eigenschaften, Widersprüche und Gemeinsamkeiten sie prägen.

Aus den unterschiedlichen regionalen Perspektiven kristallisieren sich Themen heraus, die bundesländerübergreifend immer wieder auftauchen: die Bedeutung von Heimat und Zugehörigkeit, der Umgang mit Tradition und Geschichte, die Rolle von Sprache, Glaube und Religion sowie Fragen von Gender, Diversität und gesellschaftlichem Wandel. Auch schwierige Aspekte wie Fremdenfeindlichkeit und das Spannungsfeld zwischen Offenheit und Abgrenzung werden nicht ausgespart.

Gleichzeitig zeigt die Dokumentation, dass Österreich trotz seiner regionalen Unterschiede von gemeinsamen kulturellen Mustern geprägt ist: einer tiefen Verbundenheit mit Musik und Brauchtum, einem ausgeprägten Heimatbewusstsein, einer gewissen Skepsis gegenüber Autoritäten – und jener „kleinen Rebellion“, die vielerorts als leiser, aber beständiger Wesenszug erkennbar wird.

„Weites Land: Österreich“ bildet den Abschluss der zehnteiligen ORF-Kulturreihe und ist eine filmische Spurensuche nach dem, was Österreich verbindet – jenseits von Klischees und entlang seiner Widersprüche.