
Wechselspiele - Anna Buchegger
Diesmal folgt Anna Buchegger der Einladung des ORF zu einem exklusiven musikalischen Stelldichein. Mit ihrem Album „Soiz“ sowie als Songwriterin des Jahres in der Kategorie „Best Sound“ war die junge Salzburgerin beim heurigen Amadeus Award nominiert. „Soiz auf da Haut reibt oide Wunden auf“, singt Anna Buchegger im Titeltrack ihres zweiten Albums. Ein flotter Beat dient als musikalische Unterlage für diese Ode an das heimische Mineral und seine allumfassende Ambivalenz. Als ländliche Salzburgerin ging Buchegger schon als Kind in die dortigen Salzbergwerke, um zu rutschen und Abenteuer zu erleben.

Das „Soiz“ in seiner Form als Konservierungsmittel dient ihr heute als Metapher für die eigene Liebe zur Konservierung – nämlich jene, den Dialekt zu pflegen, ihn mit verschiedenen Klangformen in Verbindung zu bringen und dabei stets neue Wege einzuschlagen. Um Salz zu gewinnen und abzubauen, braucht es Demut und große Anstrengungen. Werte, die man auch für Authentizität und Offenheit in der Musik benötigt. Werte, die Buchegger nicht nur hier, sondern in ihrer gesamten künstlerischen Karriere ein Anliegen sind.

In ihrer Stimme wird das „Soiz“ zum Lebenselixier. Sie begleitet sich selbst am Hackbrett und am Piano, ihr zur Seite steht David Wöhrer an den Drums. In St. Corona präsentieren die beiden Songs zwischen Dialekt, Tradition und Innovation. Im Gespräch mit Kulturmoderatorin Teresa Vogl geben sie Einblick in Themen wie Heimat, Emanzipation und Epigenetik und in die Geschichten, die der eigenen Familie eingeschrieben sind.
Regie
Alex Wieser